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Brabanter Griffon — Geschichte und Standard

Ein glatthaariger belgischer Zwerg mit fast menschlichem Gesicht: klug, aufmerksam, mutig und treu. Der Petit Brabançon ist die glatthaarige Varietät der belgischen Griffons, einst Rattenfänger der Ställe, heute ein hervorragender Begleiter; trotz seines „Spielzeug“-Aussehens ist er ein mutiger, aufmerksamer Hund mit Charakter, der es liebt, im Mittelpunkt zu stehen, und Vorsicht bei Hitze braucht.
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Brabanter Griffon
Inhalt
1Geschichte und Herkunft der Rasse 2Das Aussehen des Brabanter Griffon: Standard und Beschreibung

Geschichte und Herkunft der Rasse

Die Geschichte des Brabanter Griffon ist untrennbar mit der Geschichte der beiden anderen Belgischen Griffons verbunden - dem Brüsseler Griffon und dem Belgischen Griffon. Ihr gemeinsamer Vorfahre ist ein kleiner, rauhaariger Hund namens „Smousje“, der jahrhundertelang in der Gegend von Brüssel lebte. Diese Hunde waren nicht nur Begleiter, sondern Arbeitstiere. Sie wurden sehr für ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten als Nagetierjäger geschätzt. Sie waren ständige Bewohner von Ställen und Remisen, wo sie unermüdlich Ratten jagten, weshalb sie den Spitznamen „Stallgriffons“ (Griffons d’Ecurie) erhielten.

Ein Wendepunkt in der Entwicklung der Rasse kam im 19. Jahrhundert. Um bestimmte Merkmale zu verbessern und den Charakter zu mildern, begann man, diese lokalen Hunde gezielt mit anderen Rassen zu kreuzen. Es wird angenommen, dass folgender Einfluss entscheidend war:

  • Mops: Diese Kreuzung war entscheidend für den Brabanter Griffon. Von ihm erbte er sein charakteristisches kurzes, glattes Fell und möglicherweise die schwarze Farbe. Diese Kreuzung festigte auch den brachyzephalen (kurzen) Fang.
  • King Charles Spaniel: Wahrscheinlich war es der Ruby (rote) King Charles Spaniel, der der Rasse die satte rote Farbe, größere Augen und eine rundere Kopfform verlieh.
  • Affenpinscher: Dieser deutsche „Affenpinscher“ ist wahrscheinlich einer der ältesten Vorfahren, von dem die Griffons ihre Lebhaftigkeit, Furchtlosigkeit und ihren charakteristischen Gesichtsausdruck geerbt haben.

Interessanterweise konnten in einem Wurf von rauhaarigen Eltern (Griffons) sowohl rauhaarige als auch glatthaarige Welpen (Brabançons) geboren werden. Anfangs wurden die glatthaarigen Welpen als „Ausschuss“ betrachtet und nicht geschätzt. Sie wurden oft „Brabançons“ genannt, nach der belgischen Region Brabant, möglicherweise mit einiger Geringschätzung.

Jedoch gewannen ihr charmanter Charakter und die weniger anspruchsvolle Fellpflege allmählich an Beliebtheit. Im Jahr 1883 wurden die ersten Griffons (einschließlich der Brabançons) im Zuchtbuch von St. Hubert (L.O.S.H.) registriert. Die Rasse wurde schnell populär, besonders nachdem Königin Marie-Henriette von Belgien mit ihrer Zucht begann, was die Aufmerksamkeit der Aristokratie auf sie zog. Der Brabanter Griffon, einst ein einfacher Rattenfänger, wurde zum Liebling des königlichen Hofes. Zusammen mit dem Belgischen Griffon und dem Brüsseler Griffon wurde der Brabanter Griffon offiziell als eine der drei Varietäten der Rasse anerkannt, die sich nur durch Felltyp und Farbe unterscheiden.

Das Aussehen des Brabanter Griffon: Standard und Beschreibung

Das Aussehen des Brabanter Griffon: Standard und Beschreibung

Der Brabanter Griffon ist ein kleiner, aber kräftiger und gut proportionierter Hund. Sein Aussehen ist voller Charme und Ausdruckskraft, was oft als „fast menschlich“ oder „affenähnlich“ (simian-like) beschrieben wird. Sein Hauptunterscheidungsmerkmal von seinen Griffon-„Brüdern“ ist sein Fell.

Kopf und Gesicht

Der Kopf ist eines der charakteristischsten Merkmale der Rasse. Er ist im Verhältnis zum Körper groß, rund, mit einer gewölbten Stirn. Der Fang ist sehr kurz (brachyzephal), die Nase ist stupsig und auf einer Linie mit den Augen platziert. Der Nasenschwamm ist immer schwarz, breit und mit gut geöffneten Nasenlöchern. Der Übergang von der Stirn zum Fang (Stop) ist sehr ausgeprägt und tief.

Die Augen des Brabanter Griffon sind groß, rund, dunkel und weit auseinander platziert. Sie sollten nicht hervorstehen. Der Blick ist sehr ausdrucksstark, intelligent und wachsam. Der Unterkiefer ist breit und steht vor, was einen charakteristischen Vorbiss (undershot) bildet. Dabei sollten bei geschlossenem Fang weder Zähne noch Zunge sichtbar sein. Diese „affenartige“ Grimasse verleiht ihnen einen einzigartigen Charme.

Die Ohren sind klein und hoch angesetzt. Früher wurden sie oft kupiert, um ihnen eine spitze, stehende Form zu geben. Heute ist das Kupieren in vielen Ländern verboten, und die natürlichen, nach vorne kippenden Ohren sind die Norm und verleihen dem Hund sogar ein niedlicheres Aussehen.

Körperbau, Pfoten und Rute

Der Körper des Brabanter Griffon sollte quadratisch gebaut sein - die Körperlänge (von der Schulter bis zum Sitzbeinhöcker) entspricht etwa der Widerristhöhe. Dies vermittelt den Eindruck eines kompakten, aber kräftigen Hundes. Der Rücken ist gerade, kurz und kräftig. Die Brust ist breit und reicht gut bis zu den Ellbogen hinab.

Die Gliedmaßen sind gerade, parallel, mit kräftigen Knochen. Die Pfoten sind klein, rund („Katzenpfoten“), mit dunklen Ballen und Krallen.

Die Rute ist hoch angesetzt und wird forsch getragen, oft leicht zum Rücken hin gebogen, sollte ihn aber nicht berühren oder sich ringeln. Der Standard erlaubt das Kupieren der Rute (gekürzt auf 2/3), aber genau wie bei den Ohren wird die natürliche Rute immer häufiger und bevorzugt.

Fell und Farbe des Brabanter Griffon

Dies ist das Hauptunterscheidungsmerkmal der Rasse. Im Gegensatz zu den rauhaarigen Griffons hat der Brabanter Griffon ein kurzes, glattes, gerades und glänzendes Fell. Es fühlt sich rau an und seine Länge überschreitet normalerweise 2 cm nicht. Unterwolle fehlt oder ist nur minimal vorhanden. Im Gesicht hat der Brabançon weder Bart noch Schnurrbart, was sein Stupsnasenprofil deutlich hervorhebt.

Der FCI-Standard für den Brabanter Griffon erlaubt drei Hauptfarbvarianten:

  • Rot (Reddish/Rouge): Verschiedene Rottöne oder rötlich-braun. Eine etwas dunklere Maske im Gesicht ist erlaubt.
  • Schwarz (Black): Reines Schwarz.
  • Schwarz und Loh (Black & Tan): Grundfarbe Schwarz mit klaren, symmetrischen roten oder rötlichen Abzeichen (Tan) über den Augen, an den Wangen, auf der Brust, an den Gliedmaßen und unter der Rute.

Ein wenig Weiß an der Brust ist erlaubt, aber nicht erwünscht.

Vollständiges Rasseprofil → Brabanter Griffon: Gesundheit und Risiken, Ernährung, Fotos
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