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Pharaonenhund — Geschichte und Standard

Ein alter ägyptischer Windhund, der vor Freude „errötet“: elegant, athletisch, verspielt und feinfühlig. Der Pharaonenhund verbindet die Schnelligkeit eines Windhunds mit sanftem Wesen; wenn er sich freut, färben sich Nase und Ohren rosa — ein einzigartiges Rassemerkmal.
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Pharaonenhund
Inhalt
1Geschichte der Rasse: Mythen und Realität 2Wie sieht der Pharaonenhund aus: Beschreibung des Äußeren

Geschichte der Rasse: Mythen und Realität

Die Entstehungsgeschichte dieser Rasse ist von Geheimnissen umhüllt, die Wissenschaftler seit Jahrzehnten zu entschlüsseln versuchen. Die genaue Herkunft des Pharaonenhundes von der Insel Malta ist bis heute Gegenstand von Diskussionen. Seinen majestätischen Namen erhielt die Rasse aufgrund ihrer verblüffenden Ähnlichkeit mit Darstellungen des altägyptischen Gottes Anubis, der als Mensch mit dem Kopf eines Schakals oder Wildhundes gezeichnet wurde. Genau dieser Hundetyp gilt einer romantischen Version zufolge als Vorfahre des modernen Pharaonenhundes. Es wird angenommen, dass die alten Ägypter ähnliche Windhunde zur Jagd auf Gazellen einsetzten.

Engländer und Historiker vermuten, dass diese Hunde dank phönizischer Kaufleute nach Malta gelangten, die im Mittelmeerraum regen Handel trieben und ihre Hunde vor über 2000 Jahren dorthin brachten. Dort, in der Isolation der Insel, blieb die Rasse in fast ursprünglicher Form erhalten. Das macht sie genetisch ähnlich zu anderen alten Rassen, wie dem Kanaan Hund, der ebenfalls zum Urtyp gehört und die Züge seiner wilden Vorfahren bewahrt hat.

Nationales Erbe Maltas

Die Malteser selbst haben jedoch eine eigene Sicht auf die Geschichte. Sie glauben, dass sich diese Hunde direkt in den Gebieten des westlichen Mittelmeers entwickelt haben. Interessanterweise verwenden die Einheimischen gar nicht den Namen „Pharaonenhund“. Auf Malta heißt diese Rasse offiziell „Kelb tal-Fenek“, was wörtlich übersetzt „Kaninchenhund“ oder „Hund für die Kaninchenjagd“ bedeutet. Dieser Name beschreibt ihren Zweck am besten. Jahrhundertelang schätzten maltesische Bauern diese Tiere nicht für ihre Schönheit, sondern für ihre Fähigkeit, Wildkaninchen in felsigem Gelände zu fangen.

In den 1920er Jahren wurden die ersten Exemplare nach Großbritannien importiert, lösten damals aber keine Begeisterung aus. Echte Popularität erlangten sie erst in den 1960er Jahren, als Kynologen die Einzigartigkeit und Eleganz der Rasse erkannten. 1974 wurde die Rasse offiziell vom englischen Kennel Club anerkannt, und 1977 wurde der internationale FCI-Standard verabschiedet. 1979 erklärte die Regierung Maltas den „Kelb tal-Fenek“ zum Nationalhund des Landes, und sein Abbild wurde sogar auf maltesische Münzen geprägt.

Wie sieht der Pharaonenhund aus: Beschreibung des Äußeren

Pharaonenhund Profil

Das Erscheinungsbild eines Pharaos ist eine Kombination aus Athletik und Anmut. Es ist ein Hund mittlerer Größe, schlank, aber gleichzeitig kraftvoll. In ihm steckt nichts Grobes, jede Bewegung ist voller Adel. Vom Typ her erinnert er an andere mediterrane Windhunde, und ein ungeübtes Auge könnte ihn mit einer Rasse wie dem Podenco Ibicenco verwechseln, obwohl es sich um unterschiedliche Hunde mit verschiedenen Nuancen in Körperbau und Charakter handelt.

  • Kopf: Langgestreckt, in Form eines stumpfen Keils. Der Schädel ist lang, trocken und klar definiert. Der Übergang von der Stirn zur Schnauze (Stop) ist sichtbar, aber sanft.
  • Nase: Ausschließlich fleischfarben, was mit der Fellfarbe harmoniert. Dies ist ein wichtiges Rassemerkmal. Eine schwarze Nase ist ein disqualifizierender Fehler.
  • Augen: Oval geformt, mäßig tief sitzend. Die Farbe ist ein leuchtendes Bernstein, was dem Blick Eindringlichkeit und Intelligenz verleiht. Bei Welpen sind die Augen blau, ändern aber mit dem Alter die Farbe zu Gelb oder Bernstein.
  • Ohren: Das „Markenzeichen“ der Rasse. Sie sind sehr groß, dünn, stehend und breit am Ansatz. Wenn der Hund aufmerksam ist, sind die Ohren hoch aufgerichtet, was ihm das charakteristische majestätische Aussehen verleiht.
  • Körper: Flexibel, fast quadratisches Format. Die Oberlinie ist gerade, die Kruppe leicht abfallend. Der Brustkorb ist tief und reicht bis zu den Ellbogen, was viel Platz für Lunge und Herz bietet - der Motor dieses Läufers.
  • Gliedmaßen: Lang, gerade, parallel. Die Winkelungen sind moderat, was dem Hund erlaubt, sich mit freiem, raumgreifendem Schritt zu bewegen. Die Pfoten sind stark, die Krallen hell. Afterkrallen werden in der Regel im frühen Alter entfernt.
  • Rute: Ähnelt einer Peitsche. Dick an der Wurzel und verjüngt sich zum Ende hin. In Ruhe hängt sie herab und reicht bis zum Sprunggelenk. In Bewegung wird sie bogenförmig nach oben getragen, darf sich aber nicht ringeln.
  • Fell und Farbe: Das Fell ist kurz, eng anliegend und variiert von fein bis etwas harsch. Unterwolle fehlt gänzlich. Die Farbe umfasst verschiedene Rottöne (von gelbbraun bis zu sattem Kastanienbraun). Weiße Abzeichen sind zulässig: an der Rutenspitze (erwünscht), an der Brust („Stern“), an den Zehen. Ein dünner weißer Streifen in der Gesichtsmitte ist ebenfalls erlaubt.
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