| Höhe | 25–33 cm |
| Gewicht | 5–7 kg |
| Lebenserwartung | 12–16 Jahre |
| FCI-Gruppe | 1 · Hütehunde |
| Herkunft | Belgien |
Genaue Bewertungen
- Mukopolysaccharidose IIIB (MPS IIIB, erblich)
- Progressive Retinaatrophie (PRA)
- Patellaluxation
- Legg-Calvé-Perthes-Krankheit
- Epilepsie und Hypothyreose
Hochwertiges Futter, Gewichtskontrolle (kompakt — leicht zu überfüttern). Viel Bewegung und Kopfspiele. Verantwortungsvolle Züchter testen auf MPS IIIB und die Augen (PRA).
Der Schipperke ist eine sehr kleine Jagdhunderasse, die historisch zur Abwehr von Nagetieren auf Schiffen und in Häusern sowie als treuer Begleiter eingesetzt wurde. Ihre Vorfahren waren wahrscheinlich kleine belgische Schäferhunde oder spitzaussehende Hunde, und ihre Heimat ist Belgien. Im Flämischen kann „Schipperke“ «kleiner Hirte», «kleiner Kapitän» oder «Bootsmann» bedeuten, was die vielfältigen historischen Rollen der Rasse widerspiegelt.
Der Schipperke ist ein kleines, schwarzes Energiebündel mit einem klugen Fuchgesicht und spitzen Ohren, einer charakteristischen Silhouette, einzigartigem Fell und einem lebhaften Temperament. Er ist ein wunderbarer Hund für all jene, die ihm viel Aufmerksamkeit schenken wollen, denn er ist auf ständige Interaktion mit Menschen eingestellt und möchte als Familienmitglied behandelt werden. Trotz seiner geringen Größe ist der Schipperke ein ausgezeichneter Wachhund und Beschützer seines Territoriums. In seiner Heimat gilt er oft als idealer Familienhund, da er Kinder liebt, keine riesigen Flächen benötigt (obwohl er aktiv ist) und über eine robuste Gesundheiz verfügt. Mehr dazu erfahren Sie auf Tvaryny.
Schipperke: Ein kurzer Rasseüberblick

- Herkunft: Belgien
- Jahr der ersten Erwähnung: 1879 (offizielle Anerkennung)
- Lebensdauer: 12-18 Jahre
- Widerristhöhe: 25-33 cm (gemäß FCI-Standard)
- Gewicht: 3-9 kg
- FCI-Gruppe: Gruppe 1 (Hüte- und Treibhunde, ausgenommen Schweizer Sennenhunde), Sektion 1 (Schäferhunde)
Die Geschichte der Rasse Schipperke: Von Bootsmännern zu Begleitern
Die Geschichte des Schipperke ist eng mit Belgien verbunden, insbesondere mit der Region Flandern. Man geht davon aus, dass diese Hunde von einem alten Spitztyp abstammen oder eine Miniaturversion des schwarzen belgischen Schäferhundes der Rasse Groenendael sind, der bereits im Mittelalter existierte. Ursprünglich waren Schipperke in Brüssel und den umliegenden Regionen als „Spits“ oder „Spitske“ (Spitz oder kleiner Spitz) bekannt. Ihr Hauptzweck war vielfältig: Sie waren ausgezeichnete Ratten- und Mäusejäger, besonders beliebt bei Händlern und Handwerkern, die sie in ihren Werkstätten und Häusern hielten. Eine breite Popularität und offizielle Anerkennung erlangte die Rasse jedoch durch ihre Rolle auf belgischen Lastkähnen und Kanälen. Dort fungierten sie als Wachhunde, die vor der Annäherung von Fremden warnten, und jagten weiterhin Nagetiere. Genau diese Tätigkeit auf den Schiffen gab ihnen den Namen „Schipperke“. Obwohl die häufigste Übersetzung «kleiner Kapitän» oder «Bootsmann» ist, gibt es auch Versionen, dass der Name vom flämischen Wort „scheperke“ stammt, was «kleiner Hirte» bedeutet. Dies könnte auf eine mögliche Verbindung zu Hütehunden hindeuten, obwohl ihre Funktionen auf den Lastkähnen eher der Bewachung und der Rattenjagd dienten.
Die erste offizielle Beschreibung der Rasse Schipperke erschien 1879 auf einer Ausstellung in Brüssel. Dies war ein entscheidender Moment für ihre Standardisierung und Popularisierung. Im Jahr 1885 erregte die Rasse die Aufmerksamkeit der belgischen Königin Marie Henriette, die sich auf einer Ausstellung für einen Schipperke begeisterte. Dieses königliche Interesse machte die Rasse unter der Aristokratie modern und trug zu ihrer Verbreitung über Belgien hinaus bei. 1888 wurde in Brüssel der Königliche Schipperke-Club (Royal Schipperke Club) gegründet, was ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung und Erhaltung der Reinheit der Rasse war. Der Rassestandard wurde im selben Jahr offiziell genehmigt. Später wurden Schipperke nach Großbritannien und in die USA importiert, wo sie ebenfalls dank ihres ungewöhnlichen Aussehens und ihres lebhaften Charakters an Popularität gewannen.
Interessanterweise wurden Schipperke oft mit anderen kleinen schwarzen Hunden verwechselt, wie zum Beispiel dem Zwergspitz (Pomeranian), besonders zu Beginn ihrer Verbreitung in anderen Ländern. Ihre einzigartige Silhouette, das spezifische Fell und das Fehlen des Schwanzes (natürlich oder als Folge des Kupierens, was früher eine verbreitete Praxis war) machen sie jedoch leicht erkennbar. Obwohl Schipperke laut FCI-Klassifikation zur Gruppe der Schäferhunde gehören, waren ihre historischen Funktionen eher mit dem Bewachen und der Bekämpfung von Nagetieren verbunden als mit dem Hüten von Vieh. Ihre Liebe zum Wasser, die viele Besitzer bemerken, könnte tatsächlich mit ihrer „maritimen“ Vergangenheit auf Lastkähnen zusammenhängen.
Wie sieht ein Schipperke aus: eine detaillierte Beschreibung des Aussehens

Der Schipperke ist ein kleiner, aber kräftiger und kompakter Hund mit einem charakteristischen „Fuchsgesicht“. Sein Aussehen vermittelt einen Eindruck von Wachsamkeit, Lebhaftigkeit und Intelligenz.
Größe und Proportionen: Der Schipperke ist ein kompakter Hund mit einem quadratischen oder leicht länglichen Körperbau. Gemäß dem FCI-Standard beträgt die ideale Widerristhöhe 25-33 cm. Das Gewicht variiert zwischen 3 und 9 kg, abhängig von Geschlecht und individuellen Merkmalen, aber der Hund sollte proportional sein und weder zu leicht noch zu schwer wirken.
| Parameter | FCI-Standard |
|---|---|
| Widerristhöhe | 25 – 33 cm |
| Gewicht | 3 – 9 kg |
| Körperform | Quadratisch oder leicht länglich |
Der Kopf des Schipperke ist proportional zum Körper und hat eine „fuchsähnliche“ Form. Der Schädel ist ziemlich breit, von vorne gesehen abgerundet. Der Übergang von der Stirn zum Fang (Stopp) ist ausgeprägt, aber nicht abrupt. Der Fang ist mäßig lang und verjüngt sich zur Nase. Der Nasenschwamm ist klein, immer schwarz. Die Lippen liegen eng an und sind schwarz gefärbt.
Die Augen des Schipperke sind klein, oval und nicht tief eingesetzt. Die Augenfarbe ist so dunkel wie möglich, vorzugsweise dunkelbraun. Der Blick ist intelligent, lebhaft, neugierig und wachsam, was dem Charakter der Rasse entspricht. Die Augenlider sind schwarz.
Die Ohren sind klein, dreieckig, hoch angesetzt, stehend und sehr beweglich. Sie verleihen dem Gesicht einen charakteristischen Ausdruck, der sich je nach Stimmung des Hundes leicht verändert.
Der Körper des Schipperke ist kurz, breit und stämmig. Der Hals ist kräftig, von mittlerer Länge. Der Rücken ist kurz, stark, gerade oder leicht abfallend zum Kruppe. Die Kruppe ist kurz und breit. Der Brustkorb ist tief und breit, die Rippen sind gut gewölbt. Der Bauch ist aufgezogen.
Die Gliedmaßen sind gerade, parallel und kräftig, mit gut entwickelter Muskulatur. Die Pfoten sind klein, rund („katzenartig“), mit fest geschlossenen Zehen und kräftigen schwarzen Krallen.
Der Schwanz: Historisch gesehen wurden Schipperke oft schwanzlos oder mit einem sehr kurzen Schwanz geboren. Auch das Kupieren des Schwanzes wurde praktiziert. Nach den modernen FCI-Standards ist das vollständige Fehlen des Schwanzes ein wünschenswertes Merkmal, obwohl ein Schwanz jeder Länge zulässig ist. In Ländern, in denen das Kupieren verboten ist, können Schipperke Schwänze unterschiedlicher Länge haben, einschließlich normaler, langer Schwänze, die über der Rückenlinie getragen werden.
Das Fell des Schipperke ist eines der charakteristischsten Merkmale der Rasse. Es ist dicht, hart, glatt und liegt eng am Körper an. Die Unterwolle ist sehr dicht und weich. Die Länge des Fells ist ungleichmäßig: Am Körper (Rücken, Seiten) ist es relativ kurz, während es am Hals und an der Brust einen üppigen „Kragen“ oder eine „Mähne“ bildet, an den Hinterbeinen – „Hosen“, und am Schwanz (falls vorhanden) – längeres Fell. Eine solche Fellstruktur bietet einen ausgezeichneten Schutz vor schlechtem Wetter.
Die Fellfarbe: Die einzige vom FCI anerkannte Fellfarbe für den Schipperke ist ein durchgehendes Schwarz. Das Fell sollte so rein schwarz wie möglich sein. Leichte rötliche oder bräunliche Schattierungen sind zulässig, aber ein sattes Schwarz wird bevorzugt.
Der Charakter des Schipperke: „kleiner Teufel“ mit großem Herzen
Der Charakter des Schipperke ist wohl die auffälligste Eigenschaft dieser Rasse. Trotz ihrer bescheidenen Größe besitzen sie ein enormes Temperament, Energie und Selbstvertrauen. Sie werden aufgrund ihrer unbändigen Aktivität, Neugier und einer gewissen Frechheit oft als „kleine Teufel“ bezeichnet.
Schlüsseleigenschaften des Schipperke-Charakters:
- Energisch und agil: Das sind äußerst aktive Hunde, die regelmäßige und lange Spaziergänge sowie die Möglichkeit benötigen, ihre Energie abzubauen. Sie sind immer bereit für Spiele und Abenteuer.
- Neugierig: Schipperke sind extrem neugierig auf alles, was um sie herum passiert. Sie müssen ihre Nase in jede Angelegenheit stecken, jeden Winkel erkunden. Diese Neugier macht sie zu wachsamen Wachen.
- Wachsam und mit Schutzinstinkt: Trotz ihrer Größe sind Schipperke hervorragende Wachhunde. Sie sind sehr wachsam, reagieren schnell auf ungewöhnliche Geräusche oder Bewegungen und melden diese mit lautem Bellen. Ihr Schutzinstinkt ist gut entwickelt, und sie werden ihr Territorium und ihre Familie furchtlos verteidigen.
- Selbstbewusst und unabhängig: Schipperke besitzen einen starken Willen und eine gewisse Unabhängigkeit. Sie sind nicht bedingungslos gehorsam und können Sturheit zeigen, besonders wenn sie keinen Sinn in einem Befehl sehen oder sich langweilen. Diese Eigenschaft erfordert vom Besitzer Konsequenz und Geduld im Training.
- Treue und Zuneigung zur Familie: Schipperke binden sich sehr stark an ihre Besitzer und streben danach, vollwertige Familienmitglieder zu sein. Sie lieben es, Zeit mit Menschen zu verbringen und an allen Familienaktivitäten teilzunehmen. Ihre Treue ist grenzenlos.
- Umgang mit Kindern: Normalerweise kommen Schipperke hervorragend mit Kindern aus, besonders wenn sie mit ihnen aufgewachsen sind oder richtig sozialisiert wurden. Sie lieben es zu spielen und sind geduldige Begleiter für Kinder. Es ist wichtig, dass Kinder den Hund respektieren und ihn nicht verletzen.
- Umgang mit anderen Tieren: Mit anderen Hunden, besonders wenn sie zusammen aufgewachsen sind, kommen Schipperke normalerweise gut aus. Ihr starker Jagdinstinkt kann jedoch Probleme mit kleinen Haustieren wie Nagetieren (ironischerweise, angesichts ihrer Herkunft) oder sogar Katzen verursachen, wenn sie nicht richtig vorgestellt und frühzeitig sozialisiert wurden.
- Bellfreudigkeit: Schipperke neigen zum Bellen. Dies ist Teil ihrer Wachhundnatur. Sie bellen, um vor potenziellen Gefahren zu warnen oder einfach ihre Aufregung oder Freude auszudrücken. Dies kann für Nachbarn zu einem Problem werden, daher muss die Kontrolle des Bellens während des Trainings geübt werden.
- Einfallsreichtum und List: Diese Hunde sind sehr klug und lernen schnell. Sie können ihre Intelligenz sowohl zur Ausführung von Befehlen als auch dazu nutzen, das Gewünschte zu erreichen, wobei sie manchmal eine bemerkenswerte Gerissenheit zeigen.
Der Schipperke – ist kein Hund für ein „Couch-Potato“-Leben. Er braucht eine aktive Familie, die bereit ist, ihm Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken und für körperliche und geistige Auslastung zu sorgen. Ohne angemessene Stimulation können sie destruktiv oder übermäßig bellfreudig werden. Es ist eine Rasse, die eine konsequente Erziehung und frühe Sozialisierung erfordert, damit ihr lebhafter Charakter von seiner besten Seite zum Vorschein kommt. Bei richtiger Herangehensweise wird der Schipperke zu einem wunderbaren, treuen, fröhlichen und furchtlosen Begleiter.
Gesundheit des Schipperke: Typische Krankheiten und Vorbeugung

Im Allgemeinen gelten Schipperke als ziemlich gesunde Rasse mit einer hohen Lebenserwartung, die oft 15-18 Jahre erreicht. Wie jede andere Rasse sind sie jedoch anfällig für bestimmte erbliche und erworbene Krankheiten. Es ist wichtig, diese zu kennen, um Symptome rechtzeitig zu erkennen und eine angemessene Behandlung zu gewährleisten.
Typische Krankheiten des Schipperke:
- Epilepsie: Eine neurologische Erkrankung, die durch wiederkehrende Anfälle gekennzeichnet ist. Kann genetisch bedingt sein. Erfordert eine tierärztliche Untersuchung und medikamentöse Behandlung zur Kontrolle der Anfälle.
- Hypothyreose: Eine Schilddrüsenerkrankung, die zu einer unzureichenden Produktion von Schilddrüsenhormonen führt. Symptome können Gewichtszunahme, Haarausfall, Lethargie, Hautprobleme umfassen. Wird durch eine Blutuntersuchung diagnostiziert und mit Hormontherapie behandelt.
- Legg-Calvé-Perthes-Krankheit: Eine aseptische Nekrose des Femurkopfes. Tritt häufiger bei jungen Hunden kleiner Rassen auf. Führt zu Lahmheit und Schmerzen im Hüftgelenk. Kann einen chirurgischen Eingriff erfordern.
- Mukopolysaccharidose Typ IIIB (MPS IIIB): Eine seltene erbliche Stoffwechselerkrankung, die die Anreicherung bestimmter Substanzen im Körper beeinflusst und das zentrale Nervensystem schädigt. Es ist eine fortschreitende Krankheit, die zu neurologischen Symptomen führt und die Lebenserwartung verkürzt. Dafür gibt es einen Gentest.
- Patellaluxation: Eine Verschiebung der Kniescheibe aus ihrer normalen Position. Kann Lahmheit und Schmerzen verursachen. Schwere Fälle können eine chirurgische Korrektur erfordern.
- Distichiasis: Anormales Wachstum von Wimpern am Lidrand, die die Hornhaut und Bindehaut reizen können. Kann zu Entzündungen, Hornhautgeschwüren führen. Erfordert oft eine chirurgische Entfernung der anomalen Wimpern.
- Progressive Retinaatrophie (PRA): Eine Gruppe erblicher Krankheiten, die zu einer Degeneration der Netzhaut und einem allmählichen Verlust des Sehvermögens führen, der bis zur vollständigen Erblindung fortschreiten kann. Für einige PRA-Formen gibt es Gentests.
Vorbeugung und Gesundheitsfürsorge:
- Wahl eines verantwortungsvollen Züchters: Einer der wichtigsten Schritte, um die Gesundheit des zukünftigen Haustiers zu gewährleisten. Verantwortungsbewusste Züchter führen Gentests an ihren Zuchthunden auf erbliche Krankheiten wie MPS IIIB, PRA durch und überprüfen sie auch auf Patellaluxation und Hüftgelenksdysplasie. Scheuen Sie sich nicht, den Züchter nach den Ergebnissen dieser Tests bei den Elterntieren des Welpen zu fragen.
- Regelmäßige Tierarztbesuche: Es ist wichtig, jährliche tierärztliche Untersuchungen, einschließlich Impfungen und Entwurmung, durchzuführen. Der Tierarzt kann den allgemeinen Gesundheitszustand des Hundes beurteilen und eventuelle Probleme rechtzeitig erkennen.
- Richtige Ernährung und Gewichtskontrolle: Eine ausgewogene Ernährung, die dem Alter und Aktivitätsniveau des Hundes entspricht, ist von entscheidender Bedeutung. Schipperke neigen zu Übergewicht, was Gelenk- und Herz-Kreislauf-Probleme verschlimmern kann. Die Kontrolle der Portionen und die Vermeidung von Überfütterung sind obligatorisch.
- Ausreichende körperliche Betätigung: Regelmäßige Aktivität hilft, ein gesundes Gewicht zu halten, Muskeln und Gelenke zu stärken, die Funktion des Herz-Kreislauf-Systems und die Verdauung zu verbessern. Bewegungsmangel kann zu Gesundheitsproblemen führen.
- Hygiene: Regelmäßige Pflege von Zähnen, Ohren und Augen hilft, Infektionen und andere Probleme zu vermeiden.
- Symptome, auf die zu achten ist: Besitzer von Schipperke sollten aufmerksam sein auf Veränderungen im Verhalten, Appetit, Aktivitätsniveau, das Auftreten von Lahmheit, Atemproblemen, Hautausschlägen oder übermäßigem Haarausfall. Beim Auftreten besorgniserregender Symptome sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden.
| Krankheit | Beschreibung | Typische Symptome | Vorbeugung / Diagnose |
|---|---|---|---|
| Epilepsie | Neurologische Störung | Krämpfe, Bewusstlosigkeit | Tierärztliche Untersuchung, medikamentöse Behandlung |
| Hypothyreose | Schilddrüsenprobleme | Gewichtszunahme, Haarausfall, Lethargie | Blutuntersuchung, Hormontherapie |
| Legg-Perthes-Krankheit | Nekrose des Femurkopfes | Lahmheit, Gelenkschmerzen | Röntgen, Operation (möglich) |
| Mukopolysaccharidose IIIB | Erbliche Stoffwechselerkrankung | Neurologische Störungen | Gentest, symptomatische Behandlung |
| Patellaluxation | Verschiebung der Kniescheibe | Lahmheit, Klicken im Gelenk | Klinische Untersuchung, Röntgen, Operation (möglich) |
| Distichiasis | Anormale Wimpern | Augenreizung, Tränenfluss | Ophthalmologische Untersuchung, Entfernung der Wimpern |
| Progressive Retinaatrophie (PRA) | Degeneration der Netzhaut | Allmählicher Sehverlust, Nachtblindheit | Ophthalmologische Untersuchung, Gentest |
Denken Sie daran, dass eine rechtzeitige Diagnose und die richtige Pflege die Chancen des Schipperke auf ein langes und gesundes Leben erheblich erhöhen.
Pflege des Schipperke: Fell, Hygiene und Aktivität

Die Pflege eines Schipperke ist nicht übermäßig kompliziert, erfordert aber Regelmäßigkeit, insbesondere hinsichtlich des Fells und der ausreichenden Aktivität.
Fellpflege: Das einzigartige Fell des Schipperke, bestehend aus hartem Deckhaar und dichter Unterwolle, bietet hervorragenden Schutz bei jedem Wetter. Es hat auch die Eigenschaft, relativ sauber zu bleiben, nicht viel Schmutz anzusammeln und bei richtiger Pflege keinen starken „Hundegeruch“ zu haben.
- Regelmäßiges Bürsten: Die Hauptpflege besteht im regelmäßigen Bürsten, um abgestorbene Haare zu entfernen und die Bildung von Verfilzungen zu verhindern, insbesondere in den Bereichen des „Kragens“ und der „Hosen“, wo das Fell länger ist. Normalerweise reicht es aus, den Hund ein- bis zweimal pro Woche mit einer Zupfbürste oder einem Metallkamm mit engen Zinken zu bürsten.
- Haarwechsel: Schipperke haaren saisonal, normalerweise zweimal im Jahr. Während des Fellwechsels verstärkt sich der Haarausfall erheblich, und der Hund muss täglich, manchmal sogar zweimal täglich, gebürstet werden, um das abgestorbene Unterfell schneller loszuwerden. Interessant ist, dass Rüden normalerweise weniger intensiv haaren als Hündinnen.
- Baden: Der Schipperke sollte nur bei Bedarf gebadet werden, wenn der Hund wirklich schmutzig ist. Zu häufiges Baden kann die Haut austrocknen und die Fellstruktur schädigen, indem es die natürlichen Schutzöle entzieht. Verwenden Sie nur spezielle Hundeshampoos. Dank der dichten Unterwolle trocknen Schipperke recht schnell.
Hygiene:
- Ohrenpflege: Überprüfen Sie regelmäßig die Ohren auf Schmutz, übermäßigen Ohrenschmalz oder Anzeichen einer Infektion (Rötung, unangenehmer Geruch). Reinigen Sie die Ohren mit einer speziellen Ohrenreinigungslotion für Hunde und einem Wattepad oder -tupfer, um ein tiefes Eindringen in den Gehörgang zu vermeiden.
- Augenpflege: Wischen Sie die Augenwinkel täglich mit einem feuchten Tuch oder einem Wattepad ab, das mit einer speziellen Augenpflegelösung oder einfach sauberem Wasser befeuchtet wurde, um Sekrete zu entfernen. Achten Sie auf übermäßigen Tränenfluss oder Rötungen, die auf Probleme wie Distichiasis hindeuten können.
- Zahnpflege: Regelmäßiges Zähneputzen (idealerweise täglich oder mehrmals pro Woche) mit spezieller Hundezahnpasta und einer Bürste hilft, die Bildung von Plaque und Zahnstein sowie Zahnfleischerkrankungen zu verhindern.
- Krallenschneiden: Überprüfen Sie regelmäßig die Krallenlänge und schneiden Sie sie bei Bedarf, normalerweise alle 2-4 Wochen. Zu lange Krallen können Unbehagen beim Gehen verursachen und zu Problemen mit den Pfoten führen. Wenn Sie unsicher sind, wie Sie die Krallen richtig schneiden, bitten Sie einen Tierarzt oder Hundefriseur, es Ihnen zu zeigen.
Aktivität: Schipperke sind äußerst aktive und energiegeladene Hunde, die täglich viel körperliche Bewegung benötigen. Trotz ihrer geringen Größe sind sie keine „Taschenhunde“ und werden sich nicht mit kurzen Spaziergängen um das Haus zufriedengeben.
- Tägliche Spaziergänge: Es sind mindestens zwei lange Spaziergänge pro Tag erforderlich, bei denen der Hund die Möglichkeit hat zu rennen, zu spielen und zu erkunden. Ideal ist es, wenn der Hund in einem eingezäunten Bereich sicher ohne Leine laufen kann.
- Spiele und Training: Schipperke lieben es zu spielen (Apportieren, Tauziehen) und sich mit intellektuellen Spielen zu beschäftigen. Regelmäßiges Training diszipliniert nicht nur, sondern sorgt auch für die notwendige geistige Auslastung.
- Hundesport: Aufgrund ihrer Energie, Agilität und Intelligenz eignen sich Schipperke hervorragend für verschiedene Hundesportarten wie Agility, Obedience, Flyball. Dies ist eine großartige Möglichkeit, ihre Energie positiv zu lenken und die Bindung zum Besitzer zu stärken.
Denken Sie daran, dass ein gelangweilter Schipperke mit unausgelasteter Energie im Haus destruktiv oder übermäßig bellfreudig werden kann. Die Sicherstellung eines angemessenen Aktivitätsniveaus ist der Schlüssel zu einem glücklichen und gut erzogenen Schipperke.
Erziehung und Sozialisierung des Schipperke

Schipperke sind sehr intelligente, aber gleichzeitig ziemlich unabhängige und listige Hunde. Dies macht ihren Erziehungsprozess gleichzeitig spannend und erfordert Geduld und Konsequenz.
Frühzeitige Sozialisierung: Sozialisierung ist für den Schipperke von entscheidender Bedeutung, beginnend im frühen Welpenalter (etwa ab der 3-4. Woche, sobald dies nach den ersten Impfungen sicher ist). Es ist notwendig, den Welpen mit verschiedenen Menschen (Männern, Frauen, Kindern), anderen freundlichen Hunden unterschiedlicher Größe und Rassen sowie anderen Haustieren vertraut zu machen, wenn möglich. Es ist auch wichtig, ihn mit verschiedenen Geräuschen, Orten und Situationen (Autofahrten, Aufenthalt an belebten Orten, Spaziergänge im Park) vertraut zu machen. Ein gut sozialisierter Schipperke wird selbstbewusster, weniger ängstlich oder aggressiv gegenüber Fremden und anderen Tieren sein.
Erziehung: Schipperke lernen schnell, aber ihre unabhängige Natur bedeutet, dass sie in einem bestimmten Moment entscheiden können, dass die Ausführung eines Befehls für sie nicht interessant ist. Daher sind die Schlüsselpunkte bei der Erziehung des Schipperke:
- Konsequenz und Ausdauer: Legen Sie klare Regeln fest und halten Sie diese immer ein. Erlauben Sie heute nicht, was morgen verboten ist.
- Positive Verstärkung: Schipperke reagieren hervorragend auf positive Verstärkung – Lob, Leckerlis, Spiele. Sie versuchen dem Besitzer zu gefallen (wenn sie wollen!), und Leckereien und Aufmerksamkeit sind ausgezeichnete Motivatoren. Vermeiden Sie grobe Methoden oder Strafen, da dies den Hund verschlossen oder im Gegenteil hartnäckiger machen kann.
- Kurze und interessante Sitzungen: Schipperke verlieren schnell das Interesse an monotonen Wiederholungen. Machen Sie Trainingseinheiten kurz (5-10 Minuten), lustig und abwechslungsreich.
- Frühzeitiger Beginn: Beginnen Sie mit dem Training grundlegender Befehle und der Stubenreinheit sowie dem Anleinen so früh wie möglich, bereits ab der 6-8. Woche. Welpen in diesem Alter sind äußerst empfänglich.
- Bellen kontrollieren: Aufgrund ihrer Wachhundnatur neigen Schipperke zu übermäßigem Bellen. Es ist wichtig, sie von klein auf das Kommando „Ruhe“ oder „genug“ zu lehren. Bringen Sie ihnen bei, zu bellen, wenn jemand an die Tür klopft, aber auf Ihr Kommando hin mit dem Bellen aufzuhören.
- Anleinen lernen: Schipperke haben einen starken Jagdinstinkt und können kleine Tiere verfolgen. Daher ist es wichtig, sie von klein auf daran zu gewöhnen, ruhig an der Leine zu gehen und nicht zu ziehen.
Dank ihres Verstandes und ihrer Energie sind Schipperke erfolgreich in Wettbewerben wie Agility, Flyball und Obedience. Dies stimuliert den Hund nicht nur körperlich, sondern auch geistig und stärkt die Bindung zwischen ihm und dem Besitzer. Denken Sie daran, dass Schipperke sowohl körperliche als auch geistige Auslastung benötigen, um glücklich und führig zu sein. Sie sind sehr an ihre Besitzer gebunden und streben danach, Zeit mit ihnen zu verbringen, daher bereiten ihnen gemeinsame Aktivitäten und Training viel Freude. Im Gegensatz zu einigen anderen Rassen, wie dem Schapendoes oder dem Tervuren, die rein für die Hütearbeit gezüchtet wurden und einen stärkeren Sammel- und Kontrollinstinkt haben, sind Schipperke mehr auf Bewachung und Nagetierbekämpfung ausgerichtet. Dies beeinflusst ihre Instinkte und Motivation während des Trainings.
Fütterung des Schipperke: Wichtige Empfehlungen

Die richtige Ernährung ist die Grundlage für die Gesundheit und Langlebigkeit eines Schipperke. Diese Hunde sind für ihre Neigung zu Überfressen und Gewichtszunahme bekannt, daher ist die Kontrolle der Ration äußerst wichtig. Schipperke sind nicht übermäßig wählerisch beim Fressen, aber das bedeutet nicht, dass man ihnen alles geben kann.
Wahl der Futterart:
- Hochwertiges Trockenfutter: Dies ist die gebräuchlichste und oft bequemste Option. Wählen Sie ein hochwertiges Trockenfutter der Premium- oder Super-Premium-Klasse, das für kleine Hunderassen mit hohem Aktivitätsniveau entwickelt wurde. Achten Sie auf die Zusammensetzung: Die ersten Zutaten sollten tierische Proteinquellen (Fleisch) sein.
- Natürliche Ernährung: Einige Besitzer bevorzugen eine natürliche Fütterung, die rohes oder gekochtes Fleisch (Rind, Huhn, Pute, Kaninchen), Innereien, Fisch ohne Gräten, Gemüse, Obst, Sauermilchprodukte (Kefir, Joghurt, Magerquark), Getreide (Buchweizen, Reis) umfasst. Eine solche Ration muss ausgewogen sein in Bezug auf alle Nährstoffe, Vitamine und Mineralien, was eine Konsultation mit einem tierärztlichen Ernährungsberater erfordern kann.
- Mischfütterung: Es wird nicht empfohlen, Trockenfutter und natürliche Nahrung ständig in einer Mahlzeit zu mischen, da sie unterschiedlich verdaut werden. Wenn Sie Mischfütterung praktizieren, ist es besser, Trockenfutter in einer Mahlzeit und natürliche Nahrung in einer anderen zu geben.
Schlüsselkomponenten der Ration:
- Proteine: Notwendig für Wachstum und Gewebereparatur. Die Hauptquelle sollte hochwertiges tierisches Fleisch sein.
- Fette: Wichtig für Energie, Haut- und Fellgesundheit, Aufnahme fettlöslicher Vitamine. Quellen – tierische Fette, Fischöl.
- Kohlenhydrate: Energiequelle. Es ist besser, komplexe Kohlenhydrate aus Getreide (Buchweizen, Reis) oder Gemüse zu wählen.
- Ballaststoffe: Notwendig für eine gesunde Verdauung. Enthalten in Gemüse und einigen Getreidesorten.
- Vitamine und Mineralien: Lebenswichtig für alle Körperfunktionen. Normalerweise in ausgewogenem kommerziellen Futter enthalten oder der natürlichen Ration in Form von Vitamin- und Mineralstoffkomplexen zugesetzt. Für Schipperke-Welpen sind Vitamine A und D besonders wichtig für die richtige Entwicklung von Knochen und Sehvermögen.
Fütterungsempfehlungen:
- Anzahl der Mahlzeiten: Welpen bis 3-4 Monate werden 4-5 mal täglich gefüttert, von 4 bis 6 Monaten – 3 mal täglich, nach 6 Monaten – 2 mal täglich (morgens und abends). Ein erwachsener Schipperke wird 2 mal täglich gefüttert.
- Portionsgröße: Befolgen Sie die Empfehlungen des Futterherstellers bezüglich der Tagesration, die auf der Verpackung angegeben ist, basierend auf dem Gewicht und Aktivitätsniveau des Hundes. Bei natürlicher Fütterung wird die Portionsgröße individuell berechnet, oft etwa 3-5% des Körpergewichts des Hundes pro Tag.
- Vermeiden Sie gefährliche Produkte: Geben Sie dem Schipperke niemals Schokolade, Zwiebeln, Knoblauch, Trauben und Rosinen, Avocado, Xylit (künstlicher Süßstoff), Alkohol, Knochen (insbesondere röhrenförmige Hühnerknochen, die splittern und den Magen-Darm-Trakt verletzen können). Beschränken Sie auch Süßigkeiten, fettige und gebratene Speisen vom Tisch.
- Sorgen Sie für frisches Wasser: Der Hund sollte immer freien Zugang zu sauberem Trinkwasser haben.
- Gewichtskontrolle: Wiegen Sie Ihren Schipperke regelmäßig und beurteilen Sie seine Kondition visuell. Sie sollten die Rippen leicht unter einer dünnen Fettschicht ertasten können, und von oben betrachtet sollte eine ausgeprägte Taille sichtbar sein. Fettleibigkeit ist ein ernstes Problem für Schipperke, das das Risiko vieler Krankheiten erhöht.
Denken Sie daran, dass Änderungen in der Ration schrittweise eingeführt werden sollten. Bei Verdauungsproblemen oder dem Verdacht auf Allergien wenden Sie sich an einen Tierarzt.
Vor- und Nachteile der Rasse Schipperke

Wie jede Rasse hat auch der Schipperke seine Vor- und Nachteile. Lassen Sie uns diese betrachten, um potenziellen Besitzern eine fundierte Entscheidung zu ermöglichen.
Vorteile des Schipperke:
- Ausgezeichneter Begleiter für aktive Menschen: Ideal für diejenigen, die einen aktiven Lebensstil pflegen, lange Spaziergänge, Wanderungen und Hundesport lieben.
- Hohe Intelligenz: Schipperke sind sehr intelligent und lernen schnell, was den Erziehungsprozess interessant macht (obwohl es den richtigen Ansatz erfordert).
- Starker Schutzinstinkt: Trotz ihrer Größe sind sie ausgezeichnete Wachhunde, immer wachsam und warnen vor jeder verdächtigen Aktivität.
- Familienverbundenheit: Sie binden sich stark an ihre Besitzer, lieben Kinder sehr und streben danach, Zeit mit der Familie zu verbringen.
- Relativ kleine Größe: Praktisch für die Haltung sowohl in einer Wohnung als auch in einem Haus, obwohl sie viel Bewegung im Freien benötigen.
- Robuste Gesundheit und Langlebigkeit: Im Allgemeinen haben sie eine robuste Gesundheit und können bei richtiger Pflege ein langes Leben führen (12-18 Jahre).
- Geringe Anforderungen an die Fellpflege (außer während des Fellwechsels): Das Fell erfordert keine komplizierte Pflege, regelmäßiges Bürsten ist ausreichend.
- Kein starker „Hundegeruch“: Das Fell bleibt sauber und hat keinen scharfen Geruch.
Nachteile des Schipperke:
- Hohes Energieniveau: Benötigen viel körperliche und geistige Auslastung. Ohne diese können sie destruktiv oder übermäßig bellfreudig werden. Nicht geeignet für Menschen, die nicht bereit sind, viel Zeit für Spaziergänge und Spiele aufzuwenden.
- Neigung zum Bellen: Ihre Wachhundnatur äußert sich in einer Neigung zum Bellen, was für Nachbarn oder diejenigen, die Ruhe schätzen, ein Problem sein kann. Erfordert Korrektur während des Trainings.
- Unabhängigkeit und Sturheit: Können Selbstständigkeit und Sturheit zeigen, was vom Besitzer Geduld, Konsequenz und Erfahrung in der Erziehung erfordert. Keine gute Wahl für unerfahrene Besitzer.
- Starker Jagdinstinkt: Neigen dazu, kleine Tiere zu verfolgen, was Vorsicht bei Spaziergängen ohne Leine erfordert.
- Bedarf an früher Sozialisierung: Ohne angemessene Sozialisierung können sie Fremden und anderen Hunden gegenüber misstrauisch oder sogar aggressiv sein.
- Neigung zu Übergewicht: Eine strikte Kontrolle der Ration und Futtermenge ist notwendig.
Der Schipperke – ist eine wunderbare Rasse für die richtigen Menschen. Sie erfordern Zeit, Energie und Konsequenz, schenken aber im Gegenzug unbegrenzte Treue, Freude und zuverlässigen Schutz. Bevor Sie sich einen Schipperke anschaffen, bewerten Sie ehrlich Ihren Lebensstil und Ihre Bereitschaft, diesem aktiven und intelligenten Hund genügend Aufmerksamkeit zu widmen.
Interessante Fakten über den Schipperke
Die Rasse Schipperke hat eine reiche Geschichte und einzigartige Eigenschaften, mit denen einige interessante Fakten verbunden sind:
- Vieldeutiger Name: Wie bereits erwähnt, hat der Name „Schipperke“ mehrere mögliche Übersetzungen aus dem Flämischen: «kleiner Kapitän» oder «Bootsmann» (im Zusammenhang mit der Arbeit auf Lastkähnen) und «kleiner Hirte» (was auf eine mögliche Herkunft hindeutet). Diese Zweideutigkeit unterstreicht die Vielseitigkeit der Rasse in der Vergangenheit.
- „Teufel von Flandern“: Aufgrund ihres energiegeladenen, lebhaften und manchmal schelmischen Charakters erhielten Schipperke den Spitznamen „Kleiner Teufel von Flandern“ (Lille Diable). Dieser Spitzname spiegelt ihr ungestümes Wesen perfekt wider.
- Das Verschwinden des Schwanzes: Historisch waren Schipperke für ihr Schwanzlosigkeit bekannt. Dies war ein so charakteristisches Merkmal, dass in Belgien die Tradition bestand, Welpen des Schipperke die Schwänze zu kupieren. Der Legende nach entstand diese Tradition, nachdem ein Schuster einem Schipperke, der seine Schuhe zerbissen hatte, den Schwanz abschnitt, und dies wurde dann modern. Heute ist das Kupieren in vielen Ländern verboten, und Schipperke können mit Schwänzen unterschiedlicher Länge geboren werden.
- Beliebtheit bei Arbeitern: Bevor sie dank Königin Marie Henriette in der Aristokratie in Mode kamen, waren Schipperke bei Arbeitern und Händlern in Belgien sehr beliebt. Sie dienten ihnen als Wachhunde, Rattenfänger und Begleiter, besonders geschätzt für ihren Fleiß und ihre Treue.
- „Die mutigste Rasse“: Trotz ihrer geringen Größe haben Schipperke den Ruf, äußerst mutige und furchtlose Hunde zu sein. Sie scheuen sich nicht, ihre Familie und ihr Territorium vor jeglichen Bedrohungen zu schützen, unabhängig von deren Größe.
- Universelle Jäger: Obwohl sie oft mit der Rattenjagd in Verbindung gebracht werden, waren Schipperke auch für die Jagd auf Kaninchen und andere kleine Tiere bekannt. Ihre Geschwindigkeit, Wendigkeit und ihr starker Jagdinstinkt machten sie dabei effektiv.
- Nicht-standardisierte Klassifizierung: Obwohl die FCI Schipperke der Gruppe der Schäferhunde (Gruppe 1) zuordnet, ähneln ihr Aussehen und ihre historischen Funktionen eher Hunden vom Typ Spitz oder Terrier. Diese Klassifizierung hängt wahrscheinlich mit ihrer möglichen Abstammung von denselben Vorfahren wie die belgischen Schäferhunde zusammen.
Häufig gestellte Fragen zum Schipperke
Ist der Schipperke für das Leben in einer Wohnung geeignet?
Ja, Schipperke können in einer Wohnung leben, aber nur unter der Bedingung, dass ihnen täglich ausreichend Bewegung und Spaziergänge an der frischen Luft ermöglicht werden. Sie sind sehr aktiv und brauchen einen Auslass für ihre Energie. Eine Wohnung entbindet den Besitzer nicht von der Notwendigkeit langer und intensiver Spaziergänge.
Wie bellfreudig sind Schipperke?
Schipperke neigen zum Bellen, da sie einen starken Wachhundinstinkt besitzen. Sie bellen, um vor Fremden oder Ungewöhnlichem zu warnen. Übermäßiges Bellen kann durch frühzeitiges Training und Sozialisierung reduziert werden, indem man dem Hund das Kommando „Ruhe“ beibringt.
Kommen Schipperke gut mit Kindern aus?
Normalerweise kommen Schipperke sehr gut mit Kindern aus, besonders wenn sie zusammen aufgewachsen sind. Sie lieben es zu spielen und sind geduldige Begleiter für Kinderspiele. Es ist jedoch wichtig, Kindern beizubringen, den Hund zu respektieren und richtig mit ihm umzugehen. Die Interaktion zwischen kleinen Kindern und dem Hund sollte immer beaufsichtigt werden.
Benötigt der Schipperke eine aufwendige Fellpflege?
Nein, die Fellpflege des Schipperke ist relativ einfach. Regelmäßiges Bürsten (1-2 Mal pro Woche, täglich während des Fellwechsels) reicht aus, um das Fell in gutem Zustand zu halten und Verfilzungen vorzubeugen. Baden ist nur bei Bedarf notwendig.
Sind Schipperke leicht zu erziehen?
Schipperke sind sehr intelligent und können schnell lernen. Ihre Unabhängigkeit und eine gewisse Sturheit können den Erziehungsprozess jedoch zu einer Herausforderung für unerfahrene Besitzer machen. Es ist wichtig, positive Verstärkung zu verwenden, konsequent zu sein und das Training interessant zu gestalten.
Welches Aktivitätsniveau benötigt ein Schipperke?
Schipperke haben ein hohes Energieniveau und benötigen täglich viel körperliche Bewegung. Mindestens zwei lange Spaziergänge, Spiele, Freilauf (an einem sicheren Ort) und geistige Stimulation sind obligatorisch.
Sind Schipperke anfällig für bestimmte Krankheiten?
Im Allgemeinen ist es eine gesunde Rasse, aber sie sind anfällig für einige erbliche Krankheiten wie Epilepsie, Hypothyreose, Mukopolysaccharidose Typ IIIB, Gelenkprobleme (Patellaluxation, Legg-Perthes-Krankheit) und Augenprobleme (Distichiasis, PRA). Es ist wichtig, einen Welpen von einem verantwortungsvollen Züchter zu wählen, der Gentests durchführt, und regelmäßige Tierarztbesuche zu gewährleisten.
Wie lange leben Schipperke?
Die Lebenserwartung des Schipperke ist mit in der Regel 12 bis 18 Jahren bei richtiger Pflege, Ernährung und körperlicher Betätigung recht lang.
Video über die Rasse
- Kompakt, ausdauernd, langlebig
- Aufgeweckter, mutiger Wächter
- Energiegeladen, verspielt
- Wachsame „Klingel“
- Sehr bellfreudig
- Braucht viel Beschäftigung
- Mögliche Hundeaggression
- Neigt zum Graben und Ausbüxen auf Erkundung
| Zwergspitz (Pomeranian) | Kooikerhondje | Kleinspitz | |
|---|---|---|---|
| Höhe | 18–22 cm | 35–42 cm | 23–29 cm |
| Energie | 3 | 3.5 | 3 |
| Wohnung | 4 | 3.5 | 4 |
| Anfänger | 3.5 | 3.5 | 3.5 |
Bellt der Schipperke viel?
Was ist MPS IIIB beim Schipperke?
Eignet sich der Schipperke für die Wohnung?
FCI-Standard Nr. 83 · The Kennel Club
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