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Schweizerischer Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund) — Geschichte und Standard

Ein dreifarbiger kurzbeiniger Berner Fährtensucher mit melodischem Laut — ausdauernd und treu: beharrlich, lautfreudig, zu Hause ruhig und im Feld eifrig. Der Kleine Berner Laufhund ist die weiß-schwarz-rote (dreifarbige) Varietät des Kleinen Schweizer Laufhunds; ein kompakter, unermüdlicher Jäger auf Kleinwild im Gebirge und zugleich ein anhänglicher Begleiter für aktive Menschen.
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Schweizerischer Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund)
Inhalt
1Geschichte des Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund) 2Aussehen und Rasse-Standard des Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund)

Geschichte des Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund)

Die Geschichte der Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund), oder „Niederlaufhunde“, ist untrennbar mit den Änderungen des Schweizer Jagdrechts zu Beginn des 20. Jahrhunderts verbunden. Bis dahin wurden in den Alpenregionen größere, schnellere Schweizer Laufhunde (Schweizer Laufhund) für die Jagd eingesetzt. Doch als die Jagd zunehmend in Revieren mit begrenzter Fläche stattfand, wurde die Geschwindigkeit und der weite Suchradius der großen Laufhunde zum Nachteil. Die Hunde trieben das Wild oft in die benachbarten Jagdgebiete, was zu Konflikten führte.

1903 wurde ein Gesetz eingeführt, das die Jagd nur noch mit Hunden erlaubte, deren Widerristhöhe 36 cm nicht überschritt. Dies gab den entscheidenden Anstoß für die gezielte Zucht von niederläufigen Varianten der bestehenden Laufhunde. Züchter begannen, die Schweizer Laufhunde mit kleineren Rassen zu kreuzen, um ihre Größe zu reduzieren, dabei aber ihre hervorragenden jagdlichen Qualitäten zu erhalten: Spürsinn, Laut und Ausdauer. Um die Größe des Berner Laufhundes zu verringern, wurden wahrscheinlich dachsförmige Bracken wie die Westfälische Dachsbracke verwendet. So entstand ein Hund mit kürzeren Beinen, aber einem kräftigen Körperbau. Ähnliche Selektionsmethoden wurden auch bei der Zucht der Deutschen Bracke angewendet.

Das Ergebnis dieser Zuchtarbeit war die Entstehung von vier Typen der kleinen Laufhunde, von denen jeder die Fellfarbe seines „großen Bruders“ aus dem jeweiligen Kanton bewahrte. Am 25. Juli 1905 wurde der „Schweizerische Dachsbracken-Club“ gegründet, der später in „Schweizerischer Club für Niederlaufhunde“ umbenannt wurde. Diese Organisation übernahm die Kontrolle über die Zucht und Standardisierung der neuen Rasse. Zunächst wurden die kleinen Laufhunde nicht als eigenständige Rasse anerkannt, sondern nur als Varietät. Doch mit der Zeit führten ihre einzigartigen Merkmale und ihre stabile Typentwicklung zur Erarbeitung eines separaten Standards, der offiziell von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) anerkannt wurde.

Aussehen und Rasse-Standard des Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund)

Schweizerischer Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund) — Aussehen und Rasse-Standard des Schweizerische Niederlaufhund (Berner

Der Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund) ist ein rechteckiger Hund, der deutlich in die Länge gestreckt ist, mit niedrigen, aber kräftigen Gliedmaßen. Er vermittelt den Eindruck eines edlen, ausdauernden und starken Jägers, trotz seiner kompakten Größe.

  • Kopf: Lang, schmal, trocken, mit edlen Zügen. Der Schädel ist leicht gewölbt, ohne Stirnfalten. Der Stop ist deutlich ausgeprägt, aber nicht abrupt.
  • Fang: Lang, kräftig, niemals spitz. Der Nasenrücken ist gerade oder mit einer leicht erkennbaren Erhebung. Der Nasenschwamm ist immer schwarz, mit gut geöffneten Nasenlöchern.
  • Augen: Oval geformt, dunkelbraun. Der Blick ist lebhaft, freundlich und aufmerksam. Die Lider liegen eng an und sind schwarz pigmentiert.
  • Ohren: Sehr lang, tief angesetzt, unterhalb der Augenlinie. Sie hängen herab und bilden schöne Falten, an der Basis sind sie eingerollt. Sie fühlen sich dünn und weich an und sind mit kurzem Haar bedeckt.
  • Körper: Die Oberlinie ist harmonisch, der Hals von mittlerer Länge, muskulös, mit einem leichten Wamme. Der Rücken ist gerade und kräftig. Der Brustkorb ist oval, gut entwickelt in Tiefe und Länge, was ausreichend Platz für Herz und Lunge bietet. Der Bauch ist leicht aufgezogen.
  • Rute: Säbelartig, von mittlerer Länge, eine harmonische Fortsetzung der Rückenlinie. In Ruhe hängt sie herab, in Bewegung oder bei Erregung kann sie sich leicht anheben, wird aber niemals über den Rücken getragen.
  • Haarkleid: Es gibt zwei Varianten:
    • Glatthaar: Kurz, glatt, dicht anliegend, mit wenig Unterwolle.
    • Rauhaar: Hart, anliegend, mit einem kaum sichtbaren „Bart“ am Fang. Dieser Typ ist deutlich seltener.
  • Fellfarbe: Klassisch dreifarbig. Die Grundfarbe ist reinweiß. Darauf befinden sich große schwarze Flecken, die einen „Sattel“ bilden können. Obligatorisch sind rotbraune (fahlfarbene) Abzeichen über den Augen (die sogenannten „vier Augen“), an den Wangen, an der Innenseite der Ohren und um den Anus herum. Ein leichter schwarzer Tupfen ist zulässig.
Vollständiges Rasseprofil → Schweizerischer Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund): Gesundheit und Risiken, Ernährung, Fotos
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