Der Ukrainische Schäferhund (Ukrainian Shepherd) ist eine majestätische und kraftvolle Hunderasse, die sich durch ihre außergewöhnliche Treue, Furchtlosigkeit und beeindruckenden Schutzeigenschaften Respekt verschafft hat. Diese Übersicht hilft Ihnen, die Besonderheiten dieser einzigartigen Rasse, ihre Geschichte, ihren Charakter sowie die Anforderungen an Pflege und Erziehung besser zu verstehen. Mehr dazu auf Tvaryny.
Der Ukrainische Schäferhund ist ein recht feinfühliges, starkes, mutiges und anspruchsloses Tier. Der Hund ist sehr intelligent und seinen Aufgaben erstaunlich treu ergeben, wobei er ohne Gnade gegen jeden vorgeht, der es wagt, sich dem zu schützenden Objekt zu nähern. Ebenso aufopferungsvoll schützt er die Schafherde vor Wolfsangriffen, mit denen er nicht selten allein fertig wird. Der Rasse ist jedoch auch ein natürliches Misstrauen gegenüber Fremden und eine ausgeprägte Schärfe eigen, die durch eine kompetente Erziehung und frühe Sozialisierung kontrolliert und in die richtigen Bahnen gelenkt werden muss.
Ukrainischer Schäferhund: Ein kurzer Überblick über die Rasse
Ukrainischer Schäferhund: Ein kurzer Überblick über die Rasse · 6
| Herkunft | Ukraine |
|---|---|
| Jahr der Ersterwähnung | Ende des 19. Jahrhunderts (endgültige Formung), Standard 1931 |
| Lebenserwartung | 9–11 Jahre (nach einigen Quellen bis zu 12–15 Jahre bei guter Pflege) |
| Widerristhöhe | Rüden: nicht unter 65 cm, Hündinnen: nicht unter 62 cm |
| Gewicht | Rüden: 48–50 kg (kann 55–60 kg erreichen), Hündinnen: 40–50 kg |
| Andere Namen | Südrussischer Owtscharka / South Russian Shepherd (veralteter Name), Juschnak |
Interessante Fakten über den Ukrainische Schäferhund
- „Weißer Bär der Steppen“: Wegen seines Aussehens - große Statur, dichtes weißes Fell und Furchtlosigkeit - wird der Ukrainische Schäferhund manchmal als „weißer Bär der Steppen“ bezeichnet.
- Meister der Tarnung: Die weiße Farbe half den Hunden, mit der Schafherde zu verschmelzen und für Raubtiere und Übeltäter unsichtbar zu werden.
- Selbstständige Wächter: Historisch waren diese Hunde in der Lage, große Schafherden auf riesigen Gebieten selbstständig zu bewachen und Entscheidungen ohne menschliches Eingreifen zu treffen. Diese Eigenschaft ist bis heute erhalten geblieben.
- Schützender Pony: Der dichte Pony, der über die Augen fällt, schützt sie nicht nur vor Sonne, Staub und Wind, sondern verbirgt laut einer Version auch die Blickrichtung des Hundes, was den Gegner desorientiert.
- Nicht für jedermann: Aufgrund seiner Größe, Kraft, seines Charakters und seiner Erziehungsanforderungen wird der Ukrainische Schäferhund kategorisch nicht als Ersthund für unerfahrene Besitzer sowie für ältere oder körperlich schwache Menschen empfohlen.
- Meldehunde im Krieg: Während des Zweiten Weltkriegs wurden Ukrainische Schäferhunde nicht nur zum Schutz, sondern auch als Meldehunde eingesetzt, die unter schwierigen Bedingungen Nachrichten überbrachten.
- Liebling von Falz-Fein: Baron Falz-Fein schätzte diese Rasse sehr und unternahm große Anstrengungen für ihre Entwicklung und Popularisierung im Naturschutzgebiet Askanija-Nowa.
