Spanischer Galgo

By tvaryny
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Kurz Ein spanischer Aristokrat der Ebenen — ein ausdauernder Windhund mit sanftem Herzen: ruhig zu Hause, rasant im Feld, sanft und treu. Der Galgo Español ist ein uralter Sighthound der Iberischen Halbinsel, schlanker und ausdauernder als der Greyhound; ein hervorragender ruhiger Wohnungsbegleiter, der im Freien zum unermüdlichen Läufer mit starkem Trieb wird.
WohnungKinderKatzen ⚠Andere HundeAnfänger
Parameter
Höhe60–70 cm
Gewicht20–30 kg
Lebenserwartung12–15 Jahre
FCI-Gruppe10 · Windhunde
HerkunftSpanien
Größe
Schulterhöhe 60–70 cmGewicht 20–30 kg
Bewertungen · 12 · Dataset
FamilieKinderAnfängerErziehungEnergieGesundhe.HaarenSabbernBellenWohnungWetterJagdtrieb
Genaue Bewertungen
Familie4.5
Kinder4.0
Anfänger3.5
Erziehung3.0
Energie3.5
Gesundheit4.0
Haaren1.5
Sabbern1.5
Bellen1.5
Wohnung4.0
Wetter3.0
Jagdtrieb4.5
Häufige Krankheiten
Ernährung

Der Galgo Español, der Spanische Windhund, ist in Deutschland eine Rasse mit zwei Gesichtern: Beim Züchter begegnet man ihm kaum – deutsche Würfe sind eine ausgesprochene Seltenheit –, in den Vermittlungslisten des Auslandstierschutzes dagegen fast täglich. Wer hierzulande einen Galgo im Wohnzimmer liegen hat, hat ihn in aller Regel nicht gekauft, sondern adoptiert. Genau das prägt alles, was Sie über diese Rasse wissen sollten: ihre Geschichte, ihr Wesen, ihre Ausrüstung und die Fragen, die Sie Ihrem Tierarzt stellen müssen. Erfahren Sie mehr auf Tvaryny.

Herkunft und Geschichte
Spanischer Galgo

Die Vorfahren des Galgo kamen vermutlich um das 6. Jahrhundert v. Chr. mit keltischen Wanderungsbewegungen auf die Iberische Halbinsel. Der Rassename ist ein sprachliches Fossil: Aus dem lateinischen Canis Gallicus, dem „keltischen Hund“, wurde über die Jahrhunderte schlicht „Galgo“. Die Römer schätzten diese Hunde als Jagdgehilfen, und schon damals galt das Prinzip, das die gesamte Gruppe der Windhunde definiert: Sie jagen mit den Augen, nicht mit der Nase. Ein Galgo nimmt Bewegung auf, fixiert sie und läuft sie ab – Fährtenarbeit überlässt er anderen. Ähnlich konsequent auf ihre Aufgabe hin geformt wurden auch andere spezialisierte Jagdhunde, etwa der in Europa kaum bekannte Rajapalayam (Polygar Hound) oder der robuste Plott Hound.

Entscheidend für das heutige Erscheinungsbild ist die Art der Jagd, für die man den Galgo über Jahrhunderte geschliffen hat: die Hasenjagd im offenen Feld, auf steinigem, unebenem, ausgetrocknetem Boden der kastilischen Hochebene. Das ist etwas völlig anderes als eine ovale Sandbahn. Gefragt war nicht der explosive Antritt über wenige hundert Meter, sondern die Fähigkeit, minutenlang Tempo zu halten, Haken mitzugehen und dabei nicht zu stürzen. Wer heute einen Galgo neben einem Bahnwindhund laufen sieht, sieht genau diesen Unterschied: weniger Wucht, mehr Ausdauer, mehr Trittsicherheit im Gelände.

Wie selbstverständlich der Galgo zum spanischen Landleben gehörte, zeigt ein literarisches Detail, das in Deutschland kaum jemand kennt: Cervantes stellt seinen „Don Quijote“ 1605 im allerersten Satz vor – und zählt neben Lanze, Schild und magerer Mähre auch einen Windhund zum Hausstand des verarmten Landadligen. Der Galgo war damit kein Luxusgut, sondern Inventar eines Mannes, der sich sonst nichts leisten konnte.

Aussehen und Rassestandard
Spanischer Galgo — Aussehen und Rassestandards

Der Galgo Español wird von der FCI unter der Standard-Nr. 285 geführt, Gruppe 10 (Windhunde), Sektion 3 – kurzhaarige Windhunde. Die Patronatshoheit über den Standard liegt bei der Real Sociedad Canina de España. In Deutschland ist der Deutsche Windhundzucht- und Rennverband (DWZRV) der für die Rasse zuständige VDH-Rassezuchtverband; er führt Zuchtbuch, Züchterlisten und den Sport für die Windhundrassen.

Der Brustkorb des Galgo ist tief, aber schmal – von der Seite betrachtet ein hoher, von vorn ein flacher Hund. Daran schließt sich eine scharf aufgezogene Flanke an, die bei Menschen ohne Windhunderfahrung regelmäßig für Stirnrunzeln sorgt. Dass man die letzten zwei bis drei Rippen sieht und fühlt, ist bei dieser Rasse Normalzustand und kein Zeichen von Vernachlässigung. Die Ohren werden als „Rosenohren“ getragen, nach hinten gefaltet und im Erregungsfall halb aufgerichtet. Die Rute ist auffallend lang und endet in einem charakteristischen Haken. Im Galopp zeigt der Galgo den doppelt aufgehängten Sprunggalopp: Es gibt zwei Momente pro Zyklus, in denen kein einziger Fuß den Boden berührt – einmal mit gestrecktem, einmal mit zusammengezogenem Körper.

Im Gegensatz zu seinem Verwandten, dem Greyhound, ist der Galgo flacher bemuskelt, leichter gebaut und im Gesamteindruck „trockener“. Der Greyhound ist der Sprinter, der Galgo der Geländeläufer.

Das Fell des Galgos kommt in zwei Varianten vor:

  • Glatthaar: kurz, fein, eng anliegend.
  • Rauhaar (barbudo): etwas grober, bildet Bart, Schnurrbart und Augenbrauen aus.

Beide Haararten sind gleichwertig und können sogar im selben Wurf fallen – der Rauhaar-Galgo ist also keine eigene Rasse und keine Kreuzung, sondern eine Fellvariante. Bei den Farben hat das Spanische eigene Namen, die einem in Vermittlungsanzeigen ständig begegnen: barcino (gestromt), canela (zimtfarben), tostado („getoastet“, dunkel rotbraun) und berrendo (weiß mit großen Platten). Dazu kommen Schwarz, Falb und zahllose Schattierungen dazwischen.

MerkmalBeschreibung
WiderristhöheRüden: 62-70 cm; Hündinnen: 60-68 cm
Gewicht20-30 kg
Lebenserwartung12-15 Jahre
KonstitutionstypTrocken, kräftig, elegant
FarbeGestromt, schwarz, falb, zimt, weiß (und deren Kombinationen)
Jagdsaison, Ley 7/2023 und der Weg nach Deutschland
Charakter: zwei Hunde in einem Fell
Spanischer Galgo — Charakter: Eine gespaltene Persönlichkeit

Galgo-Halter beschreiben ihren Hund fast immer als zwei verschiedene Tiere. In der Wohnung ist er ein Sofalöwe, der ausgiebig auf der faulen Haut liegt: leise, unaufdringlich, stubenrein, mit einem Schlafbedarf, der Besuch regelmäßig irritiert. Er bellt selten, er läuft niemandem hinterher, er hat keinen ausgeprägten „Hundegeruch“, und er ist in einer Etagenwohnung erstaunlich unauffällig – vorausgesetzt, er kommt draußen auf seine Kosten.

Draußen schaltet derselbe Hund um, und zwar nicht aus Ungehorsam. Der Hetztrieb des Galgo wird über das Auge ausgelöst: Ein aufspringender Hase, ein querender Feldhase, eine Katze am Straßenrand, in ungünstigen Fällen auch ein Jogger oder ein Radfahrer – sobald das Bewegungsmuster passt, startet ein Reflex, der älter ist als jede Erziehung. In dieser Phase ist der Hund für Ansprache praktisch nicht erreichbar; er hört Sie schlicht nicht mehr. Das ist der wichtigste Satz dieses Textes: Man erzieht den Jagdinstinkt nicht weg, man managt die Umgebung. Sichtschutz, Leine, Distanz, Timing und die Wahl der Auslaufflächen sind die Werkzeuge – nicht Strenge.

Gegenüber Fremden sind Galgos oft zurückhaltend und nehmen Kontakt lieber selbst auf, als ihn aufgedrängt zu bekommen – ein Zug, den viele mediterrane Jagdhunde teilen, etwa der Podenco Ibicenco (Ibizan Hound). Mit anderen Hunden verstehen sie sich in der Regel gut, mit Katzen im Haus oft ebenfalls – draußen kann dieselbe Katze jedoch als Beute wahrgenommen werden. Ein Galgo ist kein Befehlsempfänger, sondern ein Partner: Lautstärke und Härte erzeugen bei ihm nur Rückzug.

Wenn ein Tierschutz-Galgo einzieht

Ein Galgo, der direkt aus Spanien kommt, hat häufig nie in einem Haus gelebt. Typische Reaktionen in den ersten Wochen sind Angst vor plötzlichen Geräuschen, vor einer erhobenen Hand, vor Treppen und vor glatten Böden – Laminat, Fliesen und Parkett sind für einen Hund, der nur Sand und Beton kennt, eine unlösbare Aufgabe, weil die Pfoten wegrutschen. Auch Türrahmen, Fernseher, Staubsauger und der Aufzug können anfangs Panik auslösen.

Das legt sich, aber es braucht Zeit – bei manchen Hunden Wochen, bei anderen Monate. Was hilft, ist nicht Zuwendung um jeden Preis, sondern Vorhersehbarkeit: immer dieselben Abläufe, immer dieselbe Runde, feste Fütterungszeiten, ein Rückzugsplatz, den niemand betritt, und die Freiheit, Kontakt selbst zu suchen. Rutschfeste Läufer auf den Laufwegen, Treppen anfangs meiden oder nur gesichert nutzen, Besuch dosieren. Viele Galgos taufen ihr neues Leben mit einer stillen Phase, in der sie fast nichts tun – das ist normal und kein Zeichen von Depression.

Sicherheit: das Windhundhalsband mit Zugstopp
Spanischer Galgo — Sicherheit und Ausrüstung

Dieser Punkt ist nicht verhandelbar. Der Kopf eines Galgo ist schmaler als sein Hals. Aus einem normalen Halsband zieht sich ein erschrockener Windhund rückwärts heraus – nicht mit Kraft, sondern in einer einzigen fließenden Bewegung, meist genau dann, wenn ein Auto hupt oder ein Fahrrad zu nah vorbeifährt. Entlaufene Tierschutzhunde in Deutschland verlieren ihre Menschen weit überwiegend auf genau diese Weise.

  • Windhundhalsband mit Zugstopp (Martingal): breit aufliegend, mit einer zweiten kleinen Schlaufe, die sich bei Zug nur so weit schließt, dass der Kopf nicht mehr durchpasst – ohne zuzuziehen wie ein Würger.
  • Windhundgeschirr mit zusätzlichem Bauchgurt, gerade in den ersten Monaten.
  • Doppelte Sicherung: Halsband und Geschirr gleichzeitig, verbunden über eine Leine mit zwei Karabinern. Das ist im deutschen Galgo-Tierschutz Standard und nicht übertrieben.
  • Schleppleine statt Freilauf, solange der Rückruf im Gelände nicht belastbar ist – und im offenen Feld dauerhaft.
Leinenpflicht in Deutschland: was das für einen Windhund heißt
Haltung und Pflege
Spanischer Galgo — Haltung und Pflege

Entgegen der landläufigen Meinung leben Galgos in Stadtwohnungen sehr zufrieden, sofern sie regelmäßig laufen dürfen. Ein Galgo ist kein Hund, den man stundenlang beschäftigen muss; er braucht seine kurze, heftige „Energieexplosion“ auf sicherem Gelände – und darf danach den Rest des Tages schlafen. Eingezäunte Hundewiesen, umzäunte Auslaufplätze und Trainingsplätze sind in Deutschland dafür die realistische Lösung.

Die Liegefläche: dicker als Sie denken

Ein Galgo hat kaum Unterhautfettgewebe. Was bei einem Labrador ein weiches Polster abfedert, drückt bei ihm direkt Knochen auf Boden. Auf zu dünnen Decken entstehen deshalb Liegeschwielen und Hygrome an Ellenbogen und Hüfthöckern – kahle, verdickte, im schlimmsten Fall entzündete Stellen. Ein dicker orthopädischer Matratzenplatz, groß genug, dass der ganze lange Hund gestreckt darauf passt, ist keine Verwöhnung, sondern Gesundheitsvorsorge. Mehrere Liegeplätze in der Wohnung sind besser als einer.

Fellpflege und Kleidung

Die Fellpflege ist minimal – einmal pro Woche mit einem Gummistriegel oder Noppenhandschuh drübergehen genügt. Der wichtigere Teil ist die Garderobe. Ohne Unterwolle und ohne Fettpolster friert ein Galgo im deutschen Winter zuverlässig, und zwar nicht aus Empfindlichkeit, sondern aus Physik.

  • Herbst/Frühling: ein leichter Regenmantel oder ein Fleecepullover.
  • Winter: ein warmer Windhundmantel, dazu ein Halswärmer (Snood), da der lange, dünn behaarte Hals besonders schnell auskühlt.
  • Sommer: Hitzschlag und Sonnenbrand im Blick behalten – helle und weiße Hunde verbrennen an Nasenrücken und Ohren erstaunlich schnell, Spaziergänge in die kühlen Tagesrandzeiten legen.
Besonderheiten bei der Erziehung

Galgos sind klug, arbeiten aber nicht „automatisch“ wie ein Hütehund. Sie fragen sich erst, wozu das gut sein soll. Spiel, Futter und ruhige Wiederholung führen weiter als jede Strenge. Vier Dinge lohnen sich besonders:

  • Maulkorbtraining als Normalität: Ein an den Maulkorb gewöhnter Hund ist beim Tierarzt, im Wartezimmer und unterwegs entspannter. Viele Verkehrsverbünde verlangen in ihren Beförderungsbedingungen ohnehin Leine und teils Maulkorb – prüfen Sie die Regeln Ihres Verbunds. Trainiert wird positiv und lange bevor der Korb gebraucht wird.
  • Alltagsfertigkeiten: Treppensteigen, glatte Böden, Autofahren, Aufzug, Tierarzttisch – für einen spanischen Hofhund alles Neuland und wichtiger als jeder Sitz-Platz-Drill.
  • Alleinbleiben: in kleinen Schritten aufbauen. Viele Galgos hängen stark an ihrer Bezugsperson, gerade nach dem Wechsel aus der Pflegestelle.
  • „Stopp“ und Rückruf an der Schleppleine: Ein zuverlässiges Abbruchsignal ist wertvoller als ein perfekter Rückruf, weil es den Hund erreicht, bevor die Hetze startet. Verlassen Sie sich auf offenem Gelände dennoch nie zu hundert Prozent darauf.

Wer die Rennleidenschaft sinnvoll kanalisieren möchte, findet in Deutschland eine gewachsene Windhundsportszene: Bahnrennen und vor allem Coursing, das mit seinen Richtungswechseln der Feldjagd am nächsten kommt und dem Galgo deutlich besser liegt als die Ovalbahn. Organisiert wird der Sport über den DWZRV; für eine offizielle Renn- oder Coursinglizenz sind Mitgliedschaft, Wohnsitz in Deutschland und Papiere des Hundes nötig. Für Hunde aus dem Tierschutz ohne Ahnentafel lohnt die Nachfrage beim Verein oder Verband, welche Formate offenstehen.

Ernährung: Wichtige Empfehlungen
Gesundheit und Genetik
Der Merkzettel für den Tierarzt: Blutwerte und Mittelmeerkrankheiten
Vor- und Nachteile der Rasse
Spanischer Galgo — Vor- und Nachteile der Rasse
Vorteile (+)Nachteile (-)
Sehr sanft und ruhig im HausStarker Jagdinstinkt (Risiko für Katzen/Kleintiere)
Bellen kaum, riechen nicht nach „Hund“Leinenpflicht in der Stadt ist ein Muss
Genetisch gesund, langlebigSehr kälteempfindlich, benötigen Garderobe
Ästhetisch perfekt, ziehen Blicke auf sichKönnen beim Essen „lange Finger“ machen (klauen vom Tisch)
Vertragen sich gut mit anderen HundenSensible Psyche, vertragen kein Anschreien
Interessante Fakten
Spanischer Galgo — Interessante Fakten
  • Königlicher Schlaf: Galgos schlafen in unglaublichen Positionen, oft regelrecht verknotet oder mit senkrecht in die Luft gestreckten Beinen. Unter Windhundhaltern heißt dieser Stil „Roaching“ – Kakerlakenlage.
  • Zwei Fellarten, ein Wurf: Glatthaar und Rauhaar (barbudo) können gemeinsam in einem Wurf fallen – ein bärtiger Galgo ist also kein Mischling.
  • Uraltes Blut: Das Erscheinungsbild der Rasse hat sich über Jahrtausende kaum verändert. Wer einen Galgo ansieht, sieht ungefähr den Hund, den schon die Römer sahen.
  • Universalspender: Wegen ihrer Blutzusammensetzung und des hohen Hämatokrits sind Windhunde in Tierkliniken begehrte Blutspender für andere Hunde.
  • Soziale Tiere: Galgos fühlen sich in Gesellschaft anderer Hunde am wohlsten, besonders anderer Windhunde. Sie schlafen gern übereinandergestapelt und wärmen sich gegenseitig.
Häufig gestellte Fragen
Spanischer Galgo — Häufig gestellte Fragen

Darf ein Galgo in Deutschland überhaupt frei laufen?

Nur dort, wo es rechtlich erlaubt und praktisch sicher ist – also vor allem auf eingezäunten Hundewiesen und Auslaufplätzen. In Wald und freier Landschaft gilt je nach Bundesland ganzjährig oder mindestens während der Brut- und Setzzeit Anleinpflicht, und wildernde Hunde dürfen nach Landesjagdrecht unter Umständen erschossen werden. Auf offenem Gelände arbeitet man mit der Schleppleine, nicht mit Vertrauen in den Rückruf.

Woher bekommt man in Deutschland einen Galgo?

Fast immer über den Auslandstierschutz, meist mit Pflegestelle, Vorkontrolle und Schutzvertrag; deutsche Würfe unter dem Dach von VDH und DWZRV gibt es nur sehr vereinzelt. Achten Sie auf gechipten Hund, gültigen EU-Heimtierausweis, Tollwutimpfung, TRACES-Anmeldung, Meldung beim Veterinäramt und Tests auf Mittelmeerkrankheiten.

Warum braucht ein Galgo ein spezielles Halsband?

Weil sein Kopf schmaler ist als sein Hals. Aus einem gewöhnlichen Halsband schlüpft ein erschrockener Windhund rückwärts heraus – die häufigste Ursache für entlaufene Galgos. Nötig ist ein breites Windhundhalsband mit Zugstopp, idealerweise zusätzlich gesichert über ein Windhundgeschirr.

Mein Galgo sieht mager aus – muss ich ihn auffüttern?

In aller Regel nein. Sichtbare letzte Rippen und eine stark aufgezogene Flanke sind rassetypisch. Nur ein tatsächlich ausgezehrter Hund aus dem Tierschutz wird aufgefüttert, und zwar langsam und in kleinen Portionen. Übergewicht schadet einem Windhund mehr als vielen anderen Rassen.

Passen Galgo und Katze zusammen?

Das hängt vom individuellen Hetztrieb ab. Viele Galgos leben im Haus problemlos mit Katzen – dieselbe Katze kann draußen aber als Beute wahrgenommen werden. Zusammenführung nur langsam, gesichert und mit realistischer Einschätzung; Vereine geben zu einzelnen Hunden oft eine Ersteinschätzung ab.

Wie unterscheidet sich der Galgo vom Greyhound?

Der Galgo ist leichter, flacher bemuskelt und ausdauernder, weil er für die lange Hetze im unebenen Gelände gezüchtet wurde, nicht für den Sprint auf der Bahn. Er hat zudem eine längere Rute mit Haken, und es gibt ihn in einer rauhaarigen Variante, die der Greyhound nicht kennt.

Wie viel Bewegung braucht ein Galgo im Alltag?

Zwei ruhige Spaziergänge von je etwa 30 bis 40 Minuten decken den Grundbedarf, dazu ein bis zwei Mal pro Woche die Gelegenheit, auf gesichertem Gelände wirklich zu rennen. Ein Galgo ist ein Sprinter mit Ausdauerreserve, kein Dauerläufer – nach der kurzen Belastung schläft er zufrieden weiter.

Video über die Rasse
Vorteile
  • Leise, ruhig und reinlich in der Wohnung
  • Sanft, zärtlich und treu
  • Ausdauernder als der Greyhound
  • Haart wenig, pflegeleicht
Nachteile
  • Starker Jagdtrieb (gefährlich für Katzen)
  • Braucht lange Läufe ohne Leine an sicherem Ort
  • Empfindliche dünne Haut und Kälteunverträglichkeit
  • Kann scheu sein, braucht sanfte Erziehung
Vergleich mit ähnlichen Rassen
GreyhoundSloughiWhippet
Höhe68–76 cm61–72 cm44–51 cm
Energie3.543.5
Wohnung43.54.5
Anfänger3.534
Häufige Fragen
Wie unterscheidet sich der Galgo vom Greyhound?
Er ist schlanker, leichter und ausdauernder — für die lange Hasenjagd in unwegsamem Gelände gezüchtet, nicht für den kurzen Sprint auf der Bahn; sein Wesen ist ruhiger und feinfühliger.
Ist der Galgo für die Wohnung geeignet?
Ja — zu Hause ein leiser, ruhiger „Sofakartoffel“; wichtig sind tägliche Läufe und sicheres Ausführen unter Berücksichtigung des Jagdtriebs.
Kann man den Galgo mit Katzen halten?
Vorsichtig — der Verfolgungstrieb ist stark; ein Zusammenleben ist nur bei früher Sozialisierung möglich und mit Kleintieren dennoch riskant.
Darf ein Galgo in Deutschland überhaupt frei laufen?
Nur dort, wo es rechtlich erlaubt und praktisch sicher ist – also vor allem auf eingezäunten Hundewiesen und Auslaufplätzen. In Wald und freier Landschaft gilt je nach Bundesland ganzjährig oder mindestens während der Brut- und Setzzeit Anleinpflicht, und wildernde Hunde dürfen nach Landesjagdrecht unter Umständen erschossen werden. Auf offenem Gelände arbeitet man mit der Schleppleine, nicht mit Vertrauen in den Rückruf.
Woher bekommt man in Deutschland einen Galgo?
Fast immer über den Auslandstierschutz, meist mit Pflegestelle, Vorkontrolle und Schutzvertrag; deutsche Würfe unter dem Dach von VDH und DWZRV gibt es nur sehr vereinzelt. Achten Sie auf gechipten Hund, gültigen EU-Heimtierausweis, Tollwutimpfung, TRACES-Anmeldung, Meldung beim Veterinäramt und Tests auf Mittelmeerkrankheiten.
Warum braucht ein Galgo ein spezielles Halsband?
Weil sein Kopf schmaler ist als sein Hals. Aus einem gewöhnlichen Halsband schlüpft ein erschrockener Windhund rückwärts heraus – die häufigste Ursache für entlaufene Galgos. Nötig ist ein breites Windhundhalsband mit Zugstopp, idealerweise zusätzlich gesichert über ein Windhundgeschirr.
Mein Galgo sieht mager aus – muss ich ihn auffüttern?
In aller Regel nein. Sichtbare letzte Rippen und eine stark aufgezogene Flanke sind rassetypisch. Nur ein tatsächlich ausgezehrter Hund aus dem Tierschutz wird aufgefüttert, und zwar langsam und in kleinen Portionen. Übergewicht schadet einem Windhund mehr als vielen anderen Rassen.
Passen Galgo und Katze zusammen?
Das hängt vom individuellen Hetztrieb ab. Viele Galgos leben im Haus problemlos mit Katzen – dieselbe Katze kann draußen aber als Beute wahrgenommen werden. Zusammenführung nur langsam, gesichert und mit realistischer Einschätzung; Vereine geben zu einzelnen Hunden oft eine Ersteinschätzung ab.
Wie viel Bewegung braucht ein Galgo im Alltag?
Zwei ruhige Spaziergänge von je etwa 30 bis 40 Minuten decken den Grundbedarf, dazu ein bis zwei Mal pro Woche die Gelegenheit, auf gesichertem Gelände wirklich zu rennen. Ein Galgo ist ein Sprinter mit Ausdauerreserve, kein Dauerläufer – nach der kurzen Belastung schläft er zufrieden weiter.
Quellen

FCI-Standard Nr. 285 · Real Sociedad Canina de España

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