Der Schweizer Laufhund, insbesondere seine charmante Berner Variante (Swiss Hound: Bernese type), ist nicht nur ein Hund, sondern eine lebendige Geschichte der Schweizer Alpen. Er ist einer von vier einzigartigen Typen des Schweizer Laufhundes, benannt nach dem Kanton Bern, wo er gezüchtet und perfektioniert wurde. Der Berner Laufhund ist die Verkörperung jagdlicher Leidenschaft, ein unermüdlicher Spurenleser mit einem unglaublichen Geruchssinn und einer charakteristischen, melodischen und lauten Stimme, die kilometerweit durch die Alpentäler schallt. Diese Rasse erfordert nicht nur ständige jagdliche Arbeit oder erhebliche körperliche Betätigung, sondern auch engen Kontakt zum Menschen. Ein bemerkenswertes äußeres Merkmal des dreifarbigen Berner Laufhundes sind seine ausdrucksstarken Augen, die dank der satt schwarzen Lider wie mit Kohlestift umrandet wirken. Mehr über diese erstaunliche Rasse finden Sie unter Tvaryny.
Obwohl der Berner Laufhund für die Jagd gezüchtet wurde, ist er auch ein ausgezeichneter Begleiter für aktive Menschen, die seine Bedürfnisse verstehen. Seine Loyalität gegenüber seinem Besitzer, sein ruhiges Wesen zu Hause und seine lebhafte Persönlichkeit machen ihn zu einem willkommenen Familienmitglied. Bevor Sie sich jedoch einen solchen Hund zulegen, sollten Sie sich gründlich über die Besonderheiten seines Temperaments, seine Pflegeanforderungen und seine Erziehung informieren, um ihm ein glückliches und erfülltes Leben zu ermöglichen.
Der Berner Laufhund: Wichtige Informationen

| Rassenname | Schweizer Laufhund, Berner Typ (Berner Laufhund) |
| Herkunftsland | Schweiz (Kanton Bern) |
| Entstehungszeit | Mittelalter, Standard 1933 festgelegt |
| FCI-Klassifikation | Gruppe 6 (Laufhunde und verwandte Rassen), Sektion 1.2 (Mittelgroße Laufhunde). Standard-Nr. 59. |
| Lebenserwartung | 11-14 Jahre |
| Widerristhöhe (gemäß FCI-Standard) | Rüden: 49–59 cm Hündinnen: 47–57 cm |
| Gewicht | 15–20 kg |
| Temperament | Feinfühlig, treu, ruhig zu Hause, leidenschaftlich und ausdauernd bei der Jagd, unabhängig |
| Verwendung | Jagd auf kleines Wild (Hase, Fuchs, Reh), Begleithund für aktive Menschen |
| Fellfarbe | Dreifarbig: weißer Grund mit großen schwarzen Flecken oder einem schwarzen „Sattel“ und lohfarbenen Abzeichen |
| Bedarf an körperlicher Bewegung | Sehr hoch |
| Neigung zum Bellen (Jagen) | Hoch, besonders bei der Verfolgung von Beute |
| Pflegeaufwand | Gering (Fell), hoch (Bedürfnis nach Aktivität) |
Geschichte der Rasse: vom Mittelalter bis heute
Die Geschichte der Schweizer Laufhunde und des Berner Typs im Speziellen reicht weit in die Antike zurück. Ihre Vorfahren gelangten vermutlich mit den römischen Legionären in das Gebiet der heutigen Schweiz (damals Helvetien). Ein in Aventicum, der Hauptstadt des römischen Helvetiens, gefundenes Mosaik stellt Jagdhunde dar, die den heutigen Schweizer Laufhunden in der Beschreibung sehr ähnlich sind. Dies bezeugt, dass Hunde dieses Typs in der Region bereits vor über zweitausend Jahren hoch geschätzt wurden.
Im Mittelalter waren diese Hunde bereits gut bekannt und bei der italienischen Aristokratie beliebt. Italienische Kynologen des 15. Jahrhunderts schätzten die Schweizer Laufhunde wegen ihrer außergewöhnlichen Jagdeigenschaften, insbesondere wegen ihrer Fähigkeit, der Hasenspur zu folgen. Ihre Popularität wuchs, und bis zum 18. Jahrhundert bemühten sich auch französische Jäger, Schweizer Laufhunde zu bekommen, um ihre eigenen Rudel zu verbessern. Man schätzte sie wegen ihrer Fähigkeit, das anspruchsvolle alpine Gelände zu bewältigen, ihrer Ausdauer und ihres unglaublichen Geruchssinns.
Mit der Zeit begannen sich in verschiedenen Regionen der Schweiz lokale Typen von Laufhunden zu entwickeln, die den örtlichen Jagdbedingungen am besten entsprachen. So entstanden die vier Hauptvarianten, die sich hauptsächlich in ihrer Fellfarbe unterschieden:
- Berner Laufhund (Berner Laufhund) – dreifarbig, aus dem Kanton Bern.
- Jura-Laufhund (Bruno de Jura) – schwarz-loh, aus dem Juragebirge.
- Luzerner Laufhund (Luzerner Laufhund) – blaugrau gesprenkelt mit schwarzen Flecken, aus dem Kanton Luzern.
- Schwyzer Laufhund (Schwyzer Laufhund) – weiß mit orangen Flecken, aus dem Kanton Schwyz.
Anfangs wurde jeder dieser Typen als eigenständige Rasse betrachtet. Am 22. Januar 1933 wurde jedoch beschlossen, sie in einem einzigen FCI-Standard Nr. 59 unter dem allgemeinen Namen „Schweizer Laufhund“ zu vereinen, wobei die vier Farbvariationen anerkannt wurden. Ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Rasse war die Zucht einer kleineren Version am Ende des 19. Jahrhunderts — des Kleinen Berner Laufhundes (Berner Niederlaufhund). Dies geschah aufgrund von Änderungen in der Jagdgesetzgebung, als für die Jagd in kleineren Gebieten (Revieren) ein kleinerer, aber ebenso fleißiger Hund benötigt wurde.
Rassestandard und äußeres Erscheinungsbild des Berner Laufhundes

Der Berner Laufhund ist ein mittelgroßer Hund, der Kraft, Ausdauer und Noblesse in sich vereint. Sein Aussehen zeugt von der Fähigkeit zu langer und anstrengender Arbeit unter schwierigen Bedingungen. Der Körperbau ist kräftig, aber nicht grob, mit gut entwickelter Muskulatur und trockenen, eleganten Linien.
- Kopf: Lang, schmal, trocken, mit edlem Ausdruck. Der Schädel ist leicht gewölbt, ohne Stirnfalten. Der Übergang von der Stirn zum Fang (Stop) ist mäßig ausgeprägt.
- Fang: Lang, kräftig, niemals spitz zulaufend. Der Nasenrücken ist gerade oder mit einer kaum wahrnehmbaren Wölbung.
- Augen: Dunkelbraun, oval geformt, mit sanftem Ausdruck. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal – die Lider liegen eng an und haben eine satte schwarze Pigmentierung, die den Eindruck von „umrandeten“ Augen erweckt.
- Ohren: Sehr lang, tief angesetzt, unterhalb der Augenlinie. Sie sind schwer, herabhängend, zu einer eleganten Röhre gerollt und an den Enden abgerundet. Sie sind mit feinem, weichem Fell bedeckt.
- Körper: Leicht gestreckter Form. Der Hals ist lang, muskulös, mit einer kleinen Wamme (Hautfalte). Der Rücken ist kräftig und gerade. Die Lenden sind flexibel. Die Kruppe ist lang, harmonisch zum Rutenansatz geneigt.
- Brustkorb: Tief, aber nicht zu breit, mit gut entwickelten Rippen, die ein großes Volumen für die Lungen gewährleisten.
- Rute: Säbelförmig, mittellang, ist eine Verlängerung der Kruppenlinie. In Ruhestellung wird sie gesenkt, in Bewegung kann sie leicht über die Rückenlinie angehoben werden, aber niemals über sie hinweggerollt.
- Fell und Farbe: Das Fell ist kurz, glatt, dicht und eng anliegend. Die Farbe ist immer dreifarbig: Die Grundfarbe ist Weiß mit großen schwarzen Flecken oder einem durchgehenden schwarzen „Sattel“. Über den Augen, auf den Wangen, an der Innenseite der Ohren und am Rutenansatz befinden sich leuchtend lohfarbene Abzeichen. Eine geringe schwarze oder lohfarbene Tüpfelung auf dem weißen Grund ist erlaubt, sollte aber nicht den Eindruck eines „gesprenkelten“ Hundes erwecken.
Charakter, Temperament und Verhalten
Der Charakter des Berner Laufhundes ist ein klassisches Beispiel für eine „doppelte Persönlichkeit“ im besten Sinne des Wortes. Bei der Jagd und im Feld ist er ein begeisterter, unabhängiger und unglaublich hartnäckiger Verfolger, der sich seiner Arbeit voll und ganz hingibt. Sein starker Jagdinstinkt lässt ihn stundenlang der Spur folgen, ohne auf Müdigkeit oder Hindernisse zu achten. Seine laute, melodische Stimme ist eine wichtige Arbeitsqualität – so informiert er den Jäger über seinen Standort und darüber, dass er Beute gefunden hat.
Sobald er jedoch die Schwelle des Hauses überschreitet, verwandelt sich dieser Jäger in einen ruhigen, sanftmütigen und äußerst treuen Begleiter. Der Berner Laufhund bindet sich stark an seine Familie und seinen Besitzer. Er ist feinfühlig gegenüber der Stimmung von Menschen und verträgt Einsamkeit oder grobe Behandlung schlecht. Dies ist kein Hund, den man den ganzen Tag im Zwinger an der Kette lassen kann – er braucht menschliche Gesellschaft.
Mit Kindern vertragen sie sich, bei richtiger Sozialisierung, in der Regel gut und ertragen ihre Spiele geduldig. Aufgrund ihres starken Jagdinstinkts können sie jedoch eine Gefahr für kleine Haustiere wie Katzen, Kaninchen oder Nagetiere darstellen. Jedes kleine Tier, das sich schnell bewegt, kann in ihm den Verfolgungsinstinkt auslösen. Daher erfordert ihre gemeinsame Haltung große Vorsicht und frühes Gewöhnen.
Pflege und Haltung des Berner Laufhundes

Das Wichtigste, was Sie über die Haltung des Berner Laufhundes wissen müssen, ist, dass er ein Hund ist, der für Bewegung geschaffen wurde. Sein Bedarf an körperlicher Betätigung ist deutlich überdurchschnittlich. Die Haltung in einer Stadtwohnung ist möglich, aber nur unter einer Bedingung: Der Besitzer muss bereit sein, täglichen Spaziergängen mindestens 2-3 Stunden zu widmen, und dies sollten keine langsamen Spaziergänge sein, sondern aktive Trainingseinheiten.
Körperliche Betätigung und Aktivität
Der ideale Lebensraum für den Berner Laufhund ist ein Haus auf dem Land mit einem großen, sicher eingezäunten Grundstück. Ein Zaun ist von entscheidender Bedeutung, da der Hund, sobald er einen interessanten Geruch wahrnimmt, ohne zu zögern auf die Suche geht und Befehle ignoriert. Er braucht tägliche lange Spaziergänge, Läufe und die Möglichkeit, frei in der Natur zu laufen. Wunderbare Aktivitäten für ihn sind:
- Gemeinsame Läufe mit dem Besitzer oder Begleitung bei Fahrradtouren.
- Lange Wanderungen in den Wald oder die Berge (immer an der Leine, wenn Sie sich bei Befehlen nicht sicher sind).
- Suchspiele, die seinen Geruchssinn anregen.
- Hundesportarten wie Coursing (Lauf nach einem mechanischen Hasen) oder Nosework (Nasenarbeit).
Wichtig: Unzureichende körperliche Betätigung kann zu destruktivem Verhalten zu Hause, übermäßigem Bellen, Angstzuständen und gesundheitlichen Problemen wie Fettleibigkeit führen.
Fellpflege und Hygiene
Die Pflege des Fells des Berner Laufhundes ist sehr einfach. Sein kurzes, glattes Fell erfordert keine komplizierten Prozeduren. Einmal pro Woche mit einer Gummibürste oder einem Handschuh darüber streichen, um abgestorbene Haare zu entfernen und seinen Glanz zu erhalten, reicht aus. Der Fellwechsel ist saisonal und von mäßiger Intensität. Baden Sie den Hund nur, wenn es unbedingt notwendig ist, um die natürliche Schutzschicht der Haut nicht zu stören.
Viel mehr Aufmerksamkeit benötigen seine langen, hängenden Ohren. Ihre Anatomie schafft eine ideale Umgebung (warm und feucht) für die Vermehrung von Bakterien und Pilzen, was zu Ohrenentzündungen führen kann. Es ist notwendig, die Ohrmuschel regelmäßig, mindestens einmal pro Woche, zu inspizieren und sie mit einer speziellen tierärztlichen Lotion von Schmutz und Ohrenschmalz zu reinigen. Es ist auch wichtig, die Krallen regelmäßig zu schneiden, wenn sie sich nicht auf natürliche Weise abnutzen, und die Gesundheit der Zähne zu überwachen.
Erziehung und Sozialisierung des Berner Laufhundes
Die Erziehung des Berner Laufhundes ist eine Aufgabe, die Geduld, Konsequenz und Verständnis für die Psychologie der Rasse erfordert. Seine Unabhängigkeit und Selbstständigkeit, die bei der Jagd von unschätzbarem Wert sind, können beim Training zu einer Herausforderung werden. Dies ist keine Sturheit, sondern eine angeborene Eigenschaft, die es dem Hund ermöglichte, selbstständig Entscheidungen zu treffen, wenn er Beute weit vom Jäger entfernt verfolgte.
Die Grundlage für eine erfolgreiche Erziehung ist die positive Verstärkung. Berner Laufhunde reagieren gut auf Lob, Leckerchen und Spielmotivation. Grobheit, Schreien und körperliche Bestrafung sind inakzeptabel – sie würden nur das Vertrauen zwischen Hund und Besitzer zerstören und ihn verschlossen und ängstlich machen. Die Trainingseinheiten sollten kurz, interessant und abwechslungsreich sein, damit der Hund das Interesse nicht verliert.
Die wichtigsten Kommandos, auf die Sie sich konzentrieren sollten, sind die Rückruf-Kommandos („Komm!“). Aufgrund des starken Jagdinstinkts ist die Automatisierung dieses Kommandos von entscheidender Bedeutung für die Sicherheit des Hundes. Auch die frühe Sozialisierung ist von großer Bedeutung. Schon als Welpe muss der Hund mit verschiedenen Menschen, anderen Tieren, Geräuschen, Orten und Situationen vertraut gemacht werden. Dies hilft, einen ausgeglichenen und selbstbewussten Hund heranzuziehen, der ruhig auf Reize reagiert.
Ernährung: Was soll man einem Berner Laufhund füttern?

Als aktive Jagdrasse benötigt der Berner Laufhund eine hochwertige und ausgewogene Ernährung mit einem hohen Proteingehalt, um die Muskelmasse und Energie zu erhalten. Die Grundlage der Ernährung kann sowohl hochwertiges Trockenfutter als auch natürliche Kost sein.
- Trockenfutter: Es sollten Premium- oder Super-Premium-Futter gewählt werden, die für aktive Hunde mittlerer Größe entwickelt wurden. Es ist wichtig, auf die Zusammensetzung zu achten: An erster Stelle sollte Fleisch (Huhn, Truthahn, Rind, Fisch) stehen, nicht Getreide.
- Natürliche Kost: Die Ernährung sollte aus magerem Fleisch (Rind, Truthahn, Hähnchen ohne Knochen), Innereien, Seefisch (ohne kleine Gräten), Sauermilchprodukten (Quark, Kefir), Eiern, Gemüse (Karotten, Kürbis, Zucchini) und einer kleinen Menge von Getreide (Reis, Buchweizen) bestehen. Bei der Wahl der natürlichen Fütterung konsultieren Sie unbedingt einen tierärztlichen Ernährungsberater, um ein ausgewogenes Menü zusammenzustellen und die notwendigen Vitamin- und Mineralstoffkomplexe hinzuzufügen.
Einen ausgewachsenen Hund füttert man 1-2 Mal täglich. Es ist wichtig, den Hund nicht zu überfüttern, insbesondere wenn er nicht für die Jagd verwendet wird, da die Rasse zur Gewichtszunahme neigt. Sorgen Sie immer für Zugang zu frischem, sauberem Wasser.
| Empfohlene Lebensmittel | Verbotene Lebensmittel |
|---|---|
| Mageres Fleisch (Rind, Truthahn) | Schokolade, Kakao |
| Innereien (Herz, Leber, Pansen) | Weintrauben und Rosinen |
| Seefisch (gekocht, ohne Gräten) | Zwiebel und Knoblauch |
| Sauermilchprodukte (Quark, Kefir) | Röhrenknochen (Hühnerknochen) |
| Eier (1-2 Mal pro Woche) | Süßigkeiten, Gebäck, Zucker |
| Gemüse (Karotten, Kürbis, Brokkoli) | Fettige, gebratene, geräucherte Speisen |
| Getreide (Reis, Buchweizen) | Avocado, Macadamianüsse |
Gesundheit und typische Krankheiten der Rasse
Schweizer Laufhunde sind im Allgemeinen eine robuste und gesunde Rasse, was das Ergebnis von Jahrhunderten der natürlichen Auslese unter den rauen Bedingungen der Alpen ist. Sie haben keine lange Liste genetischer Krankheiten, die für viele andere Rassen typisch sind. Dennoch neigen sie, wie jeder Hund, zu bestimmten Gesundheitsproblemen.
- Ohrenkrankheiten (Otitis): Dies ist das häufigste Problem bei Berner Laufhunden. Ihre langen, hängenden Ohren sind schlecht belüftet, was günstige Bedingungen für Infektionen schafft. Eine regelmäßige vorbeugende Reinigung ist obligatorisch.
- Hüft- und Ellenbogendysplasie: Obwohl dies kein Massenproblem für die Rasse ist, treten solche Fälle auf. Es ist wichtig, einen Welpen von geprüften Eltern zu wählen, die entsprechende Tests haben.
- Magendrehung (Blähungen): Wie viele Hunde mit tiefem Brustkorb gehören Berner Laufhunde zur Risikogruppe. Zur Vorbeugung sollte der Hund nicht direkt vor oder unmittelbar nach intensiver körperlicher Betätigung gefüttert werden.
- Jagdverletzungen: Während der Arbeit im Feld kann der Hund Schnittwunden, Verstauchungen oder andere Verletzungen erleiden. Es ist wichtig, immer eine Erste-Hilfe-Ausrüstung dabei zu haben und den Hund nach jedem Waldspaziergang zu untersuchen.
Mit der richtigen Pflege, ausgewogener Ernährung und ausreichender körperlicher Betätigung bleibt der Berner Laufhund bis ins hohe Alter gesund und aktiv.
Vor- und Nachteile der Rasse Berner Laufhund
Bevor Sie die endgültige Entscheidung treffen, einen Hund dieser Rasse zu erwerben, sollten Sie alle seine Vor- und Nachteile abwägen.
| ✅ Vorteile | ❌ Nachteile |
|---|---|
| Außergewöhnliche Treue zum Besitzer und zur Familie. | Sehr hoher Bedarf an körperlicher Bewegung, nicht für inaktive Menschen geeignet. |
| Freundliches und ruhiges Wesen zu Hause. | Starker Jagdinstinkt, Neigung zum Weglaufen auf der Spur. |
| Robuste Gesundheit und Langlebigkeit. | Laute Stimme (Jagen), kann ein Problem für Nachbarn sein. |
| Einfache Fellpflege. | Unabhängiger Charakter, der die Erziehung für Anfänger erschweren kann. |
| Beeindruckendes und edles Aussehen. | Kann sich mit kleinen Haustieren schlecht vertragen. |
| Ausgezeichneter Jagd- und Arbeitshund. | Verträgt Einsamkeit schlecht. |
Interessante Fakten über den Berner Laufhund
- Eine Rasse – vier Gesichter: Obwohl Berner, Jura-, Luzerner- und Schwyzer-Laufhunde unterschiedliche Farben haben, gelten sie gemäß dem FCI-Standard als eine Rasse, nur als verschiedene Varianten davon.
- Musikalische Stimme: Die Stimme (das Jagen) des Schweizer Laufhundes wird von Jägern hoch geschätzt. Sie ist nicht nur laut, sondern auch sehr melodisch und wohlklingend, was es ermöglicht, den Standort des Hundes aus großer Entfernung in den Bergen leicht zu bestimmen.
- Meister im Jagen von Hasen: Historisch gesehen galten Schweizer Laufhunde als einige der besten Spezialisten für die Hasenjagd. Ihre Hartnäckigkeit (die Fähigkeit, einer Spur lange und beharrlich zu folgen) ist legendär.
- Zwei Größenversionen: Für jeden der vier Typen von Schweizer Laufhunden gibt es auch eine kleinere Version — den „Niederlaufhund“. Sie wurden für die Jagd in kleineren Gebieten gezüchtet.
- Seltenheit außerhalb der Heimat: Trotz ihrer langen Geschichte und ihrer hervorragenden Qualitäten ist der Schweizer Laufhund, einschließlich des Berner Typs, außerhalb der Schweiz und des benachbarten Frankreichs eine ziemlich seltene Rasse.
Häufig gestellte Fragen zur Rasse (FAQ)
Eignet sich der Berner Laufhund für eine Familie mit Kindern?
Ja, in der Regel vertragen sie sich gut mit Kindern, besonders wenn sie zusammen aufwachsen. Sie sind geduldig und nicht aggressiv. Wie bei jedem Hund sollte die Interaktion mit kleinen Kindern jedoch immer von Erwachsenen beaufsichtigt werden.
Haaren sie stark?
Der Fellwechsel ist mäßig, hauptsächlich saisonal (im Frühling und Herbst). Regelmäßiges Bürsten hilft, diesen Prozess unter Kontrolle zu halten und die Menge der Haare im Haus zu reduzieren.
Kann man den Berner Laufhund in einer Wohnung halten?
Das ist äußerst unerwünscht und nur möglich, wenn der Besitzer bereit ist, sich täglich mehrere Stunden aktiver Bewegung zu widmen. Ideale Bedingungen sind ein Haus mit einem großen, sicher eingezäunten Grundstück.
Sind sie leicht zu erziehen?
Sie sind intelligent, aber sehr unabhängig. Es ist nicht die Art von Rasse, die bedingungslos jeden Befehl ausführt. Die Erziehung erfordert Geduld, Konsequenz und einen Ansatz, der auf positiver Verstärkung basiert. Für Anfänger kann das schwierig sein.
Können sie sich mit einer Katze vertragen?
Das ist möglich, wenn sie von klein auf zusammen aufwachsen. Die Gewöhnung eines erwachsenen Laufhundes an eine Katze oder ein anderes kleines Tier erfordert jedoch große Vorsicht, da ihr Jagdinstinkt sehr stark ist.
