| Höhe | 15–23 cm |
| Gewicht | 1,5–3 kg |
| Lebenserwartung | 14–18 Jahre |
| FCI-Gruppe | 9 · Gesellschaftshunde |
| Herkunft | Mexiko |
Genaue Bewertungen
- Patellaluxation
- Hydrozephalus
- Zahnprobleme
- Unterzuckerung (bei Welpen)
- Herzerkrankungen (Mitralklappe)
Wegen des winzigen Magens und des Unterzuckerungsrisikos — häufige kleine Portionen hochwertigen Futters für kleine Rassen. Auf die Zähne achten (Zahnstein-Neigung) und nicht überfüttern.
Der Chihuahua ist nicht einfach nur die kleinste Hunderasse der Welt, er ist ein echtes kynologisches Phänomen. Benannt nach dem mexikanischen Bundesstaat Chihuahua, wo er um 1850 für die westliche Welt „entdeckt“ wurde, hat dieser Winzling die Herzen von Millionen erobert – von alten aztekischen Herrschern bis hin zu modernen Hollywood-Stars. Doch ist dieser Hund wirklich nur ein „Accessoire“, oder verbirgt sich hinter seiner zarten Erscheinung mehr? Erfahren Sie mehr auf Tvaryny.
Chihuahua: Kurzer Überblick und Parameter

| Merkmal | Beschreibung der Parameter |
|---|---|
| Originalname | Chihuahua |
| Herkunftsland | Mexiko |
| FCI-Klassifikation | Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde), Sektion 6 (Chihuahueño) |
| Erste Erwähnung | Ca. 1850 (als moderne Rasse), Vorfahren – präkolumbianische Epoche |
| Lebenserwartung | 12-20 Jahre (gehören zu den langlebigsten Hunden) |
| Widerristhöhe | 15-23 cm (Standard definiert Höhe nicht strikt, Gewicht ist wichtiger) |
| Gewicht | Ideal: 1,5 – 3 kg. Zulässig: 0,5 – 1,5 kg |
Die Geschichte der Rasse: Von den Maya bis heute

Die Entwicklungsgeschichte des Chihuahua liest sich wie ein spannender Krimi, in dem sich Fakten mit Legenden verweben. Die meisten Kynologen sind sich einig, dass die Wurzeln dieser Rasse bis in die tiefe Antike zurückreichen, was sie zur ältesten Hunderasse des amerikanischen Kontinents macht.
Die gängigste wissenschaftliche Theorie verbindet die Herkunft des Chihuahua mit den Techichi-Hunden. Dies waren kleine, stumme (sie bellten nicht) Hunde, die von den Tolteken bereits im 9. Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Mexikos gezüchtet wurden. Die Techichi waren etwas größer als die modernen Chihuahuas und hatten längeres Fell. Ihre Abbildungen finden sich auf den Steinen der Pyramiden von Cholula und in alten Manuskripten.
Nach der Eroberung der Tolteken durch die Azteken wurden die Techichi zu heiligen Tieren. Der aztekische Adel glaubte, dass diese Hunde Führer der Seelen der Verstorbenen in die Unterwelt „Mictlán“ seien. Leider kostete dieser Glaube die Hunde oft das Leben – sie wurden zusammen mit ihren Besitzern bestattet. Es gibt auch die Theorie, dass sich das Blut der Techichi mit chinesischen Schopfhunden vermischte, die von Konquistadoren oder Händlern eingeführt wurden, was zur Verringerung der Größe und zum Auftreten kurzhaariger Variationen führte.
„Moderne“ Chihuahuas wurden von amerikanischen Touristen erst 1850 in alten Ruinen nahe Casa Grande im mexikanishen Bundesstaat Chihuahua entdeckt. Lokale Händler verkauften die Taschenhunde als lebende Souvenirs. Der Staat grenzt an die US-Bundesstaaten Texas, Arizona und New Mexico, von wo aus die Rasse ihren Siegeszug um die Welt antrat. Der American Kennel Club (AKC) registrierte die Rasse offiziell im Jahr 1904, und der erste eingetragene Vertreter war ein Hund namens Midget.
Das Aussehen des Chihuahua: Standards und Besonderheiten

Dies ist ein kompakter Hund mit quadratischem Körperbau, wobei bei Hündinnen ein etwas längeres Format aufgrund der Reproduktionsfunktion zulässig ist. Das wichtigste Aushängeschild der Rasse ist der Kopf.
- Kopf: Hat die charakteristische Apfelform (Apple head). Dies ist die einzige Rasse, bei der eine offene Fontanelle (Molera) historisch als Norm galt, obwohl moderne Standards aus Sicherheitsgründen deren Schließung anstreben.
- Fang: Kurz, breit an der Basis, verjüngt sich zur Nase hin, darf aber nicht spitz wie bei einem „Fuchs“ sein. Der Stopp (Übergang von der Stirn zum Fang) ist sehr tief und ausgeprägt, fast 90 Grad.
- Augen: Groß, rund, sehr ausdrucksstark, dürfen aber nicht übermäßig hervorquellen (glubschäugig). Die Farbe ist überwiegend dunkel.
- Ohren: Stehend, groß, breit an der Basis, leicht verjüngt und an den Enden abgerundet. Im Ruhezustand können sie seitlich in einem Winkel von 45 Grad geneigt sein.
- Rute: Hoch angesetzt, gerade, von mittlerer Länge. Ein wichtiges Rassemerkmal ist die Haltung: sichelförmig erhoben oder gebogen, wobei die Rutenspitze streng entlang der Wirbelsäule gerichtet ist (Halbkreis).
Felltypen und Farben
Der FCI-Standard unterscheidet klar zwei Varietäten:
- Kurzhaariger Chihuahua: Das Fell ist kurz, liegt eng am Körper an, ist glänzend und weich. An Hals und Rute kann es etwas länger sein. Dieser Typ wird oft als „königliche Miniatur“ bezeichnet.
- Langhaariger Chihuahua: Diese Hunde werden wegen ihres prächtigen Aussehens oft als „Sonnenhunde“ bezeichnet. Das Fell ist fein, seidig, glatt oder leicht gewellt. Charakteristisch sind die „Fransen“ an den Ohren, der „Kragen“ am Hals, die „Hosen“ an den Beinen und die üppige Fahne an der Rute.
Was die Farben betrifft, so ist der Chihuahua eine wahre Künstlerpalette. Alle Farben und deren Schattierungen sind zulässig, außer der Farbe Merle (marmoriert), die von vielen kynologischen Verbänden aufgrund genetischer Probleme verboten ist. Als selten und wertvoll gelten Variationen in Blau, Schokolade, Lilac und Isabella.
Charakter: Ein „Napoleon“ in der Hundewelt

Lassen Sie sich nicht von der Größe täuschen – in diesem Hund lebt der Geist eines Löwen. Die Psyche des Chihuahua gilt als eine der stabilsten unter den Zwergrassen. Hysterie oder Feigheit sind ein Fehler und keine Norm, wie manche Laien fälschlicherweise glauben.
Besitzer heben oft folgende Charaktereigenschaften hervor:
- Treue zu einem Besitzer: Chihuahuas neigen dazu, sich „ihren“ Menschen auszusuchen, dem sie grenzenlos ergeben sind. Sie können eifersüchtig sein und versuchen, andere Familienmitglieder oder Tiere vom Besitzer abzudrängen.
- Mut: Dieser Hund ist sich seiner Größe nicht bewusst. Er wird sich ohne Zögern zur Verteidigung des Territoriums stürzen, selbst gegen einen riesigen Hund. Dies erfordert Wachsamkeit des Besitzers beim Spaziergang. Anders als freundliche Schlittenhunde wie der Siberian Husky, oder geborene Jäger wie der Podenco Campanero, ist der Chihuahua in erster Linie ein Wächter und Beschützer seiner Mikrowelt.
- Intelligenz und Empathie: Sie spüren die Stimmung des Besitzers perfekt. Wenn Sie traurig sind, setzt sich der Chihuahua einfach neben Sie und bleibt still sitzen, an Ihre Seite geschmiegt.
- „Zittern“: Oft sieht man, wie ein Chihuahua zittert. Das kommt nicht immer von der Kälte. So äußern sich ihr hoher Stoffwechsel, Aufregung, Freude oder Wachsamkeit.
Pflege und Hygiene: Was Halter wissen müssen

Die Pflege eines Chihuahua ist keine belastende Pflicht, muss aber regelmäßig erfolgen.
Fell und Baden
Es wird nicht empfohlen, den Chihuahua zu oft zu baden, da dies die schützende Fettschicht von der Haut wäscht, was zu Schuppen führen kann. Optimal ist einmal alle drei bis vier Monate mit hypoallergenen Shampoos. Langhaarige Hunde müssen nach dem „Bad“ unbedingt geföhnt werden (warme, nicht heiße Luft), um Erkältungen und Verfilzungen zu vermeiden.
Bei kurzhaarigen Hunden reicht es, sie mit einem feuchten Tuch abzuwischen oder mit einem Gummihandschuh zu bürsten. Langhaarige müssen 2-3 Mal pro Woche mit einem Metallkamm gebürstet werden, wobei auf den Bereich hinter den Ohren und unter den Beinen geachtet werden muss, wo sich Filz bilden kann.
Maniküre und Ohren
Der Besitzer muss den Zustand der Krallen genau überwachen. Wegen des geringen Gewichts nutzen sich die Krallen nicht natürlich auf dem Asphalt ab. Zu lange Krallen verformen die Pfote und verderben den Gang. Sie müssen alle 10-14 Tage geschnitten werden. Helle Krallen sind leichter zu schneiden – im Licht sieht man das rosa Blutgefäß (Leben). Bei dunklen muss man vorsichtiger sein und millimeterweise schneiden.
Kleidung ist eine Notwendigkeit
Bei kaltem Wetter, besonders im Winter und im regnerischen Herbst, muss der Chihuahua unbedingt angezogen werden. Das ist keine Modelaune, sondern eine Überlebensfrage. Durch das kleine Körpervolumen erleiden sie blitzschnell einen Wärmeverlus. Die Garderobe sollte umfassen: Regenmantel, warmen Pullover und Winteroverall.
Erziehung und Sozialisierung

Viele Besitzer machen den fatalen Fehler zu glauben, dass ein „Taschenhund“ nicht erzogen werden muss. Das Ergebnis ist ein „Haustyrann“. Der Chihuahua lässt sich hervorragend trainieren und braucht dies für seine geistige Gesundheit.
Wichtige Punkte der Erziehung:
- Stubenreinheit: Chihuahuas gewöhnen sich leicht an eine Unterlage oder ein Katzenklo, was bei schlechtem Wetter sehr praktisch ist. Das ersetzt jedoch nicht die Notwendigkeit von Spaziergängen.
- Sozialisierung: Tragen Sie den Welpen auf dem Arm an belebte Orte, machen Sie ihn mit anderen (sicheren) Hunden bekannt. Ein isolierter Chihuahua wird aggressiv und kläfft viel.
- Bellkontrolle: Die Rasse neigt dazu, bei jedem Anlass „Alarm zu schlagen“. Das Kommando „Still“ muss von den ersten Tagen an gelernt werden.
Wenn Sie zwischen kleinen Rassen wählen, achten Sie auf den Russischen Toy (der hochbeiniger ist und ein anderes Temperament hat) oder den Zwergpinscher (der aktiver und von Natur aus ein Arbeitshund ist). Ein beliebter Konkurrent ist auch der Pomeranian, der jedoch deutlich mehr Fellpflege benötigt.
Gesundheit und genetische Besonderheiten


Im Allgemeinen ist der Chihuahua genetisch gesund und robust. Ernsthafte altersbedingte Herz- oder Lebererkrankungen treten seltener auf als bei anderen Rassen. Anatomische Besonderheiten diktieren jedoch spezifische Schwachstellen.
| Problem | Beschreibung und Symptome | Vorbeugung |
|---|---|---|
| Hypoglykämie | Plötzlicher Abfall des Blutzuckerspiegels. Der Hund wird lethargisch, kann das Bewusstsein verlieren. Typisch für Welpen und Mini-Exemplare. | Häufiges Füttern (alle 3-4 Stunden), Stress vermeiden. Traubenzucker oder Honig griffbereit halten. |
| Zahnprobleme | Karies, Parodontose, verzögerter Zahnwechsel, Zahnstein. Bedingt durch den schmalen Kiefer und die enge Zahnreihe. | Zähneputzen 3-4 Mal pro Woche, Entfernung der Milchzähne beim Tierarzt, wenn sie bis zum 7. Monat nicht von selbst ausgefallen sind. |
| Trachealkollaps | Schwächung der Knorpelringe der Luftröhre, was einen Husten verursacht, der wie Gängeschnattern klingt. | Verwendung eines Geschirrs statt Halsband, Gewichtskontrolle (Fettleibigkeit verschlimmert den Zustand). |
| Patellaluxation | Verschiebung der Kniescheibe. Der Hund kann beim Laufen das Bein anziehen. | Mäßige Belastung, Gewichtskontrolle, Zugabe von Chondroprotektoren zur Nahrung. |
Besondere Aufmerksamkeit sollte den Zähnen gewidmet werden. Es liegt nicht nur an den Haltungsbedingungen, sondern auch am Rassestandard, der einen kurzen Kiefer vorsieht. Die Zähne sitzen sehr eng, was die Bildung von Belag begünstigt. Richtige Ernährung und systematische Zahnsteinentfernung (mit Ultraschall in der Klinik) ermöglichen es, das Gebiss des Chihuahua bis ins hohe Alter zu erhalten.
Ernährung: Dem Kleinen nicht schaden

Der Stoffwechsel beim Chihuahua ist rasant. Sie verbrennen Kalorien viel schneller als große Hunde, aber ihr Magen ist winzig. Die wichtigste Regel: kein Essen vom Tisch! Ein Stück Wurst für einen Schäferhund ist eine Kleinigkeit, für einen Chihuahua ist es eine schockierende Dosis Salz und Gewürze, die die Leber zerstören kann.
Industriefutter: Wählen Sie nur die Klasse „Super-Premium“ oder „Holistic“ für kleine Rassen (Small/Mini breed). Die Kroketten müssen klein sein. Billiges Futter der Economy-Klasse verursacht oft Allergien und Harnsteine.
Natürliche Ernährung: Wenn Sie sich entscheiden, selbst zu kochen, sollte die Ration bestehen aus:
- Fleisch (Rind, Pute, Kaninchen) – thermisch verarbeitet oder tiefgefroren.
- Sauermilchprodukten (Quark, Kefir mit niedrigem Fettgehalt).
- Gemüse (Zucchini, Karotten, Kürbis).
- Reis oder Buchweizen (in kleiner Menge).
Der Chihuahua ist eine Rasse, die zu Überfressen und Fettleibigkeit neigt. Zusätzliche 100-200 Gramm Gewicht sind für sie wie 10 kg für einen Menschen. Das belastet die dünnen Beine und das Herz enorm. Daher ist eine strikte Dosierung des Futters kritisch.
Vor- und Nachteile der Rasse

| Vorteile (+) | Nachteile (-) |
|---|---|
| Kompaktheit (kann im Flugzeug, Hotel, Transport mitgenommen werden). | Zerbrechlichkeit (Verletzungsgefahr durch Sturz vom Sofa oder Unachtsamkeit). |
| Langlebigkeit (leben 15+ Jahre). | Neigung zu übermäßigem Bellen. |
| Fressen wenig (Ersparnis beim Futter). | Benötigen Kleidung und Kälteschutz. |
| Treue und hohe Intelligenz. | Können aggressiv gegenüber Fremden und eifersüchtig sein. |
| Möglichkeit, an das Katzenklo zu gewöhnen. | Zahnprobleme, die Behandlung erfordern. |
Interessante Fakten
- Chihuahuas haben das größte Gehirn im Verhältnis zur Körpergröße unter allen Hunderassen.
- Früher glaubte man, dass diese Hunde Krankheiten des Besitzers (insbesondere Asthma) auf sich nehmen können. Die Wissenschaft bestätigt dies nicht, aber der therapeutische Effekt des Umgangs mit ihnen ist unbestreitbar.
- Marilyn Monroe war ein Fan der Rasse und hatte einen Chihuahua namens Choo-Choo.
- Ein Rudel Chihuahuas kann sehr organisiert handeln und sogar deutlich größere Hunde angreifen, indem es als ein Organismus agiert.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Vertragen sich Chihuahuas mit Kindern?
Dies ist nicht die beste Rasse für Familien mit sehr kleinen Kindern (unter 6-7 Jahren). Ein Kind kann den zarten Hund versehentlich verletzen, und der Hund kann zur Selbstverteidigung beißen. Für ältere Kinder ist er ein wunderbarer Freund.
Stimmt es, dass man mit ihnen nicht Gassi gehen muss?
Nein, das ist ein Mythos. Obwohl sie zu Hause auf die Toilette gehen können, sind Spaziergänge für neue Eindrücke, körperliche Fitness und Sozialisierung notwendig. Ohne „Draußen“ wird der Hund ängstlich oder böse.
Wie viel schlafen sie?
Chihuahuas lieben Komfort und können viele Stunden am Stück schlafen, eingegraben unter einer Decke. In der Wohnung sind sie echte „Höhlenbewohner“.
Video über die Rasse
- Am kompaktesten — immer dabei
- Langlebig (14–18 Jahre)
- Haart kaum (Kurzhaar)
- Treu und mutig
- Zerbrechlich — leicht verletzt
- Misstrauisch gegenüber Fremden, kläffend
- Friert — braucht Kleidung
- Nichts für Familien mit Kleinkindern
| Russkiy Toy | Zwergspitz (Pomeranian) | Yorkshire Terrier | |
|---|---|---|---|
| Höhe | 20–28 cm | 18–22 cm | 20–23 cm |
| Energie | 3 | 3.5 | 3.5 |
| Wohnung | 5 | 5 | 5 |
| Anfänger | 3 | 3 | 3 |
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FCI-Standard Nr. 218 · The Kennel Club
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