| Höhe | Rüden 46–51 cm · Hündinnen 43–48 cm |
| Gewicht | Rüden 29,5–34 kg · Hündinnen 25–29,5 kg |
| Lebenserwartung | etwa 12 Jahre |
| FCI-Gruppe | 8 · Sektion 2 (Spaniels) |
| Herkunft | Großbritannien |
Genaue Bewertungen
Häufige Krankheiten
Ernährung
Der Clumber Spaniel ist der schwerste und langsamste der englischen Spaniels: ein langer, niedriger, weißer Hund mit massivem Kopf und einer erstaunlich leisen Art. Er arbeitet schweigend und in seinem eigenen, gemessenen Tempo, und zu Hause wird aus ihm ein ruhiger, würdevoller Begleiter, der eng an seiner Familie hängt. Er gehört außerdem zu den wenigen Rassen, deren Seltenheit keine Redewendung ist, sondern eine amtliche Definition und eine genaue Zahl hat: Der britische Kennel Club führt den Clumber auf der Liste der gefährdeten heimischen Rassen. Mehr erfahren Sie auf Tvaryny.

Der FCI-Standard beschreibt den Clumber mit den Worten «stoical, great-hearted, highly intelligent» — gleichmütig, großherzig, überaus intelligent — und fügt eine Bestimmung hinzu, die in keiner anderen Spaniel-Beschreibung steht: a silent worker with an excellent nose, ein «schweigsamer Arbeiter mit hervorragender Nase». Historisch geschätzt wurde an dieser Rasse gerade die Lautlosigkeit und nicht die Geschwindigkeit. Dasselbe Dokument warnt ausdrücklich davor, dass die Rasse schwerer geworden ist und dass Liebhaber darauf achten sollten, dass das Gewicht nicht in eine Schwäche der Hinterhand umschlägt.
Geschichte und Herkunft: was belegt ist und was Überlieferung bleibt
Eines steht außer Frage: Der Name stammt vom Anwesen Clumber Park in Nottinghamshire, dem Sitz der Herzöge von Newcastle. Alles Übrige ist Gebiet der Überlieferung — und genau hier weichen Rasseseiten am weitesten von den Quellen ab.
Die verbreitetste Version geht so: Der französische Herzog de Noailles habe seine Meute vor der Französischen Revolution retten wollen und die besten Hunde nach England geschickt. Dutzende Publikationen wiederholen das, zuletzt sogar die Einleitung eines begutachteten genetischen Fachartikels. Das Problem daran ist, dass die früheste gedruckte Quelle etwas anderes sagt.
In William Barker Daniels Supplement to the Rural Sports (London, 1813) heißt es auf Seite 684, ein Vorfahr des Herzogs habe die Spaniels geschenkt bekommen, als er sich in Frankreich aufhielt (when in France) — und zwar vom Herzog de Noailles. Die Bewegungsrichtung ist damit genau umgekehrt zur geläufigen Erzählung: Nicht eine Meute wurde nach England gerettet, sondern ein englischer Aristokrat erhielt die Hunde während eines Aufenthalts in Frankreich. Von einer Revolution oder einem Datum steht in diesem Satz überhaupt nichts. Spätere Autoren des 19. Jahrhunderts berufen sich genau auf Daniel: Vero Shaw (1881) tut das ausdrücklich, und Rawdon Lee (1893) datiert die Episode auf «probably about the middle of the eighteenth century», also auf die Mitte des 18. Jahrhunderts und damit vor die Revolution — und fügt hinzu, dass sich in Frankreich selbst keine Spuren von Clumbern hätten auffinden lassen.
Am bemerkenswertesten ist, dass die schärfste Skepsis gegenüber dieser Geschichte nicht von außen kommt, sondern vom britischen Rasseclub. In seinem historischen Abriss nennt der Club die Erzählung von der Flucht vor der Revolution eine «wonderful (but fanciful) story» — eine wunderbare, aber erfundene Geschichte — und ergänzt eine überprüfbare Aussage: «There is no mention in either of the Dukes‘ papers to any gift or sale being made», in den Papieren beider Herzöge findet sich also weder ein Hinweis auf ein Geschenk noch auf einen Verkauf. Gesichert ist nach Darstellung des Clubs nur, dass in den 1760er Jahren Hunde vom Kontinent nach Clumber Park gebracht wurden, wobei Frankreich dabei nicht eigens genannt wird.
Die Chronologie liefert ein weiteres Argument. Der am häufigsten zitierte bildliche Beleg ist das Gemälde The Return from Shooting von Francis Wheatley, datiert auf 1788 und damit entstanden, bevor die Französische Revolution begann. Der Rasseclub merkt dazu an, dass die drei darauf abgebildeten Spaniels als «Springers or Cock-flushers» beschrieben wurden und nicht als Clumber — das Bild spricht also eher für eine lange Anwesenheit schwerer Spaniels auf diesen Gütern als für eine bestimmte Rasse.
Der FCI-Standard selbst formuliert die Herkunft betont vorsichtig: Clumber Spaniels seien, wie es heißt (are said to), vor über zweihundert Jahren zuerst aus Frankreich gekommen, und nach Großbritannien habe sie der Herzog von Newcastle gebracht, der sie in Clumber Park züchtete. Das Register gibt die Sache damit als Überlieferung wieder und nicht als gesicherte Tatsache — und das ist die ehrlichste der verfügbaren Formulierungen.
Was die königliche Gunst angeht: Der Clumber wird mit Prinz Albert und mit Edward VII. in Verbindung gebracht. Club und Register wiederholen diese Angaben übereinstimmend, doch jede von ihnen steht ohne Verweis auf eine Archivquelle. Zurückhaltung ist hier also angebracht: Es handelt sich um eine feste Traditionslinie der Rassebeschreibung und nicht um eine belegte Episode.
Rassestandard: zwei Register — zwei verschiedene Zahlenreihen

Das ist die wichtigste Stelle dieser Seite, denn von hier gelangen die unsinnigen «verschmolzenen» Bereiche in die Nachschlagewerke. Der Grund dafür: FCI und AKC beschreiben den Clumber unterschiedlich — und zwar nicht nur in den Zahlen, sondern schon im Satz der Maße, die sie überhaupt angeben.
Der FCI-Standard Nr. 109 (Gruppe 8, Sektion 2 — Stöberhunde; gültige Fassung vom 13.10.2010) legt ausschließlich das Gewicht fest und nennt überhaupt keine Widerristhöhe. Als ideal gelten: Rüden 29,5–34 kg, Hündinnen 25–29,5 kg. Der britische Kennel Club, dessen Standard dem FCI-Dokument zugrunde liegt, nennt dasselbe Gewicht mit imperialer Entsprechung und führt ebenfalls keine Höhe auf.
Der amerikanische AKC gibt umgekehrt beides an, Höhe und Gewicht, und seine obere Gewichtsgrenze liegt merklich höher: Rüden 70–85 Pfund, Hündinnen 55–70 Pfund; die ideale Widerristhöhe beträgt bei Rüden 18–20 Zoll, bei Hündinnen 17–19 Zoll.
| Merkmal | FCI Nr. 109 / Kennel Club | AKC |
|---|---|---|
| Gewicht, Rüden | 29,5–34 kg | 70–85 Pfund (ca. 32–39 kg) |
| Gewicht, Hündinnen | 25–29,5 kg | 55–70 Pfund (ca. 25–32 kg) |
| Widerristhöhe, Rüden | nicht festgelegt | 18–20 Zoll (ca. 46–51 cm) |
| Widerristhöhe, Hündinnen | nicht festgelegt | 17–19 Zoll (ca. 43–48 cm) |
Die praktische Schlussfolgerung für den Leser ist einfach. Bereiche wie «25–39 kg» oder «43–51 cm» gehören zu keinem einzigen Standard: Sie entstehen, wenn man die Untergrenze aus der Hündinnen-Zeile des einen Registers nimmt und die Obergrenze aus der Rüden-Zeile des anderen. Höhe und Gewicht von Rüde und Hündin unterscheiden sich beim Clumber deutlich, und beides in eine einzige Zahl zu ziehen, ist sachlich falsch.
Gesondert erwähnenswert ist, dass der FCI-Standard selbst eine historische Veränderung festhält: Die Rasse ist etwa seit den 1950er Jahren schwerer geworden, und obwohl die Obergrenze für Rüden bei 34 kg liegt, übertreffen einzelne Hunde sie. Die Differenz zwischen den britischen und den amerikanischen Zahlen ist also kein Fehler eines der beiden Register, sondern das Abbild einer realen Typverschiebung.
Beim Farbschlag hat der Standard eine klare Rangfolge, die häufig eingeebnet wird: Bevorzugt ist ein durchgehend weißer Körper mit zitronengelben Abzeichen, orangefarbene Abzeichen sind zulässig. Zitronengelb ist also die vorzuziehende Variante und keine gleichrangige Alternative. Geringe Abzeichen am Kopf und ein gesprenkelter Fang sind erlaubt. Der Kennel Club führt als standardgemäße Kombinationen «Zitrone und Weiß», «Orange und Weiß» sowie die spiegelbildlichen Varianten dazu auf.
| Gesamterscheinung | Ausgewogen, mit kräftigem Knochenbau, aktiv, mit nachdenklichem Ausdruck; der Gesamteindruck ist Kraft. |
| Kopf | Groß, quadratisch, von mittlerer Länge, ohne Übertreibungen. |
| Ohren | Groß, in Form eines Weinblattes, nach vorn hängend. |
| Körper | Lang, schwer, tief angesetzt; die Hinterhand sehr kräftig. |
| Fell | Reichlich, dicht anliegend, seidig und gerade; an Läufen und Brust gute Befederung. |
| Gangwerk | Vorn und hinten geradlinig, mit müheloser Schubkraft. |
Äußerlich ist der Clumber merklich massiger und niedriger als der leichtere Field Spaniel, und gerade dieses Rassenpaar wird in Nachschlagewerken zusammen mit dem Sussex Spaniel am häufigsten verwechselt.
Charakter und Temperament: eine Ruhe, die man nicht mit Faulheit verwechseln sollte
Der Standard beschreibt das Wesen des Clumbers konsequent: ausgeglichen, zuverlässig, gutmütig und würdevoll, «more aloof than other Spaniels» — zurückhaltender als andere Spaniels — und ohne jede Neigung zu Aggression. Es ist ein seltener Fall, in dem ein amtliches Dokument genau die Eigenschaft festhält, die auch Besitzer nennen: Zurückhaltung gegenüber Fremden, ohne Misstrauen und ohne Nervosität.
Zu Hause ist er tatsächlich ein sehr leiser Hund. Der Clumber schläft viel, schnarcht oft, rennt nicht ziellos herum und bellt kaum ohne Anlass. Deshalb wird er manchmal als «Sofahund» beschrieben, was ungenau ist: Im Feld schaltet er in einen anderen Modus — konzentriert, beharrlich, methodisch. Anders als der temperamentvollere Welsh Springer Spaniel arbeitet der Clumber langsamer, dafür aber außerordentlich gründlich im dichten Bewuchs.
Mit Kindern sind Clumber in der Regel geduldig und sanft, mit anderen Hunden und mit Katzen kommen sie gut aus, besonders wenn sie zusammen aufgewachsen sind. Wachhundeigenschaften hat die Rasse praktisch keine: Sie ist für diese Rolle zu freundlich, auch wenn Größe und tiefe Stimme abschreckend wirken können.
Eine wichtige Alltagseigenschaft ist die Angewohnheit, etwas im Maul zu tragen. Clumber sammeln Spielzeug, Stöcke und Hausschuhe ein und «schenken» sie ihren Menschen und den Gästen. Das ist kein Verhaltensproblem, sondern eine rassetypische Marotte, mit der man sich leichter arrangiert, als dass man sie bekämpft.
Vor- und Nachteile der Rasse Clumber Spaniel
Ob ein Clumber ins Haus passt, entscheidet sich weniger an einer Aufzählung von Eigenschaften als an der Frage, welches Tempo eine Familie erwartet. Wer einen Hund sucht, der zwei Stunden am Stück neben dem Rad herläuft, wird enttäuscht sein; wer einen ruhigen, anhänglichen und im Alltag unaufdringlichen Begleiter möchte, findet in dieser Rasse eine der gelassensten Antworten unter den Jagdhundrassen. Der Clumber verlangt Anwesenheit statt Bewegung — er will dabei sein und nicht bespaßt werden.
Die Schattenseiten sind ebenso gut vorhersehbar, und sie lassen sich nicht wegtrainieren, weil sie im Bau der Rasse liegen. Das dichte Fell haart das ganze Jahr über, die schweren Lefzen bedeuten Sabber, die schweren Ohren und die Lidstruktur machen die Pflege zu einer festen täglichen Aufgabe, und die dokumentierte Liste rassetypischer Zustände verlangt, dass man beim Züchter nicht nur nach Untersuchungen fragt, sondern nach deren Ergebnissen. Dazu kommt die Seltenheit: An den Registrierungszahlen weiter unten wird deutlich, dass die Suche nach einem verantwortungsvoll geplanten Wurf Geduld und Wartezeit bedeutet.
Unterm Strich ist der Clumber ein Hund für Menschen, die Beständigkeit über Vielseitigkeit stellen und bereit sind, Pflege und Gesundheitsvorsorge als selbstverständlichen Teil des Alltags zu betrachten und nicht als gelegentliche Pflicht.
Pflege und Grooming: Ohren, Augen und Gewicht unter täglicher Kontrolle

Die Prioritäten der Pflege muss man beim Clumber nicht erraten: Der britische Kennel Club listet ausdrücklich auf, worauf Richter auf Ausstellungen gerade bei dieser Rasse besonders achten sollen. Die Rasse ist der Kategorie 2 des Breed Watch zugeordnet — das sind «Rassen mit sichtbaren, mit übertriebener Anatomie verbundenen Gesundheitsproblemen, die genauere Aufmerksamkeit und Beobachtung brauchen».
Die Liste der Aufmerksamkeitspunkte für den Clumber umfasst vier Positionen, und jede davon ist faktisch eine tägliche Checkliste für den Besitzer:
- Augenlider, die nicht normal am Augapfel anliegen — nach innen eingerollt oder nach außen gedreht;
- deutliche Ohrenreizung;
- Übergewicht;
- fehlerhafte Hinterhandwinkelung und/oder mangelhafte Hinterhandbewegung.
Ohren. Große, schwere, dicht anliegende Ohren werden schlecht belüftet — das ist eine ideale Umgebung für Entzündungen. Kontrollieren Sie sie wöchentlich auf Rötung, Geruch und übermäßiges Ohrenschmalz, reinigen Sie sie vorsichtig mit einer geeigneten Lösung und achten Sie darauf, dass sie nach dem Baden oder Schwimmen wieder trocknen.
Augen. Wegen der Besonderheiten des Lidbaus brauchen die Augen eine tägliche Sichtkontrolle. Der Standard vermerkt übrigens eigens, dass ein sichtbares drittes Augenlid nicht als Fehler gilt — maßgeblich sind also Rötung, Sekret und Reizungszeichen und nicht die bloße Sichtbarkeit der Nickhaut.
Fell. Der Clumber haart das ganze Jahr über, in den saisonalen Phasen reichlich. Bürsten 2–3 Mal pro Woche (im Fellwechsel täglich) entfernt abgestorbenes Haar und beugt Verfilzungen vor. Gebadet wird nach Bedarf, üblicherweise alle 1–2 Monate. Haare zwischen den Ballen und im Gehörgang werden vorsichtig entfernt.
Zähne und Krallen. Zähneputzen 2–3 Mal pro Woche mit einer speziellen Hundezahnpasta; die Krallen werden einmal im Monat oder nach Bedarf gekürzt.
Erziehung und Sozialisierung des Clumber Spaniels
Clumber sind klug und haben ein gutes Gedächtnis, aber sie gehören nicht zu den Hunden, die ein Kommando um des Ausführens willen befolgen. Sie wägen zuerst ab, was für sie dabei herausspringt — deshalb funktioniert ausschließlich positive Verstärkung: Lob, Leckerlis, Spiel. Harte Methoden zerstören den Kontakt und bringen kein Ergebnis.
Die Einheiten sollten kurz und konsequent sein. Die Rasse entscheidet selbstständiger als etwa der glatthaarige Pyrenäen-Schäferhund, der an eine enge Zusammenarbeit mit dem Menschen gewöhnt ist. Frühe Sozialisierung ist von entscheidender Bedeutung: Machen Sie den Clumber vom Welpenalter an mit verschiedenen Menschen, Geräuschen, Untergründen und Tieren vertraut.
Zur Auslastung nennt der Kennel Club als Richtwert etwa eine Stunde Bewegung am Tag. Hier gibt es allerdings eine rassetypische Einschränkung, die den meisten Rassen fehlt: Beim Clumber sind zwei erbliche Zustände dokumentiert, die sich gerade unter Belastung zeigen (dazu ausführlich weiter unten). Intensive Trainingseinheiten «bis zur Erschöpfung» sind deshalb unangebracht, und jede Episode plötzlicher Schwäche, Koordinationsstörung oder eines Zusammenbruchs nach Belastung ist ein Grund, sofort zum Tierarzt zu gehen — und nicht, «den Hund einfach ausruhen zu lassen».
Gesundheit: offizielle Testprogramme, Genetik und Seltenheit
Ernährung: Gewichtskontrolle als Teil der Gelenkvorsorge
Interessante Fakten über den Clumber Spaniel

Seltenheit mit amtlicher Definition. Der Kennel Club führt eine Liste der gefährdeten heimischen Rassen Großbritanniens und Irlands — das sind Rassen mit weniger als 300 Registrierungen im Jahr; daneben existiert eine «at watch»-Liste für Rassen mit 300 bis 450 Registrierungen. Der Clumber Spaniel steht genau auf der ersten, der Liste der gefährdeten Rassen.
Die Zahlen. Nach der offiziellen Registrierungsstatistik wurden in Großbritannien im Jahr 2025 160 Clumber registriert. Über ein Jahrzehnt schwankte der Wert zwischen 155 im Jahr 2024 und 285 im Jahr 2021 — die Rasse hält sich also stabil deutlich unter der Schwelle von 300 und zeigt keine Anzeichen, diese Kategorie zu verlassen.
Nicht der seltenste in der eigenen Gesellschaft. Auf derselben Liste der gefährdeten Rassen stehen auch Verwandte des Clumbers: der Field Spaniel mit 48 Registrierungen für 2025 — also noch einmal um ein Mehrfaches seltener.
Der schweigsame Jäger. Die Formel «a silent worker with an excellent nose» ist kein Werbeepitheton von Liebhabern, sondern ein wörtliches Zitat aus dem FCI-Standard. Der Clumber arbeitet leise, und genau das wurde bei der Jagd im dichten Unterholz historisch geschätzt.
Der schwerste der Spaniels. Der Vergleich der Standards bestätigt es: Kein anderer Spaniel hat eine obere Gewichtsgrenze von 34 kg. Die nächsten Verwandten sind merklich leichter — Sussex Spaniels, im Bau ähnlich, bleiben deutlich kompakter.
Die Rasse als wissenschaftliches Modell. Die Beschreibung des PDP-1-Mangels beim Clumber hatte Bedeutung weit über die Kynologie hinaus: Die Autoren hielten ausdrücklich fest, dass das Hundemodell es erlaubt, die Folgen einer gestörten Regulation des Pyruvatdehydrogenase-Komplexes zu untersuchen — was die damals bekannte menschliche Mutation nicht ermöglichte.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die kürzesten Antworten stehen in der Karte am Anfang der Seite. Hier lohnt es sich, jene drei Missverständnisse zu benennen, die in Gesprächen über die Rasse am hartnäckigsten wiederkehren.
Das erste betrifft das Temperament. Die Ruhe des Clumbers zu Hause wird regelmäßig als Trägheit gedeutet und im nächsten Schritt als Beleg dafür genommen, dass der Hund gar keine Bewegung brauche. Beides trifft nicht zu. Der Richtwert des Kennel Club von etwa einer Stunde täglich gilt auch für diese Rasse; sie braucht lediglich ein anderes Tempo als ein Sprinter, aber keine geringere Regelmäßigkeit.
Das zweite betrifft die Maßangaben. Wer beim Züchter oder im Nachschlagewerk auf einen einzigen Bereich für «Höhe» und «Gewicht» stößt, sollte nachfragen, aus welchem Register er stammt: Der FCI-Standard nennt gar keine Höhe, und Rüden und Hündinnen unterscheiden sich deutlich voneinander. Ein Bereich, der Untergrenze und Obergrenze aus verschiedenen Quellen mischt, beschreibt keinen realen Hund.
Das dritte betrifft die Gesundheitsuntersuchungen. Die Frage «Wurden die Elterntiere untersucht?» ist zu grob gestellt. Beim Hüftschema entscheidet der Punktwert, beim EIC- und beim PDP-1-Test der ausgewiesene Status. Verantwortungsvolle Züchter legen diese Ergebnisse von sich aus vor — und erklären auch, warum ein getesteter Träger in einer so kleinen Population dennoch in der Zucht stehen darf.
Video über die Rasse
- Zu Hause ruhig, leise und würdevoll
- Sanft zu Kindern und anderen Tieren
- Braucht keine übermäßige Auslastung
- Treu und ausgeglichen
- Starkes Haaren das ganze Jahr über
- Neigung zum Sabbern
- Umfangreiche Liste rassetypischer Gesundheitsprobleme
- Eigensinn beim Lernen
- Seltene Rasse — ein Züchter ist schwer zu finden
| English Cocker Spaniel | Sussex Spaniel | Field Spaniel | |
|---|---|---|---|
| Höhe | 38–43 cm | 33–41 cm | 43–46 cm |
| Energie | 4 | 3 | 4 |
| Wohnung | 3 | 3 | 3 |
| Anfänger | 3.5 | 3.5 | 3.5 |
Eignet sich der Clumber Spaniel für das Leben in einer Wohnung?
Wie lange leben Clumber Spaniels?
Warum gilt der Clumber als seltene Rasse?
Welche Untersuchungen sollte ein Züchter vorweisen?
Wie viel Bewegung braucht ein Clumber?
Ist der Clumber leicht zu erziehen?
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