Der Pekingese ist nicht einfach nur ein Hund, er ist eine lebende Legende, die direkt aus alten chinesischen Schriftrollen auf Ihr bequemes Sofa gehüpft ist. Diese dekorative Hunderasse, die in China als „Löwenhund“ bekannt ist, blickt auf eine tausendjährige kaiserliche Vergangenheit zurück - und genau so benimmt sie sich auch. Sie werden ordentlich mit dem Pekingesen um die Führungsposition kämpfen müssen, denn er hält sich aufrichtig für den Nabel der Welt, um den sich das gesamte Familienleben zu drehen hat. Genau wegen dieser Eigenschaft wird diese alte Rasse oft nicht für Familien mit sehr kleinen Kindern empfohlen - stolze Pekingesen dulden schlichtweg keine Konkurrenz. Lesen Sie dazu mehr auf Tvaryny.
Der Pekingese: Ein kurzer Rasseüberblick

Der Pekingese: Ein kurzer Rasseüberblick · 8
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Herkunft | China (Patronat: Großbritannien) |
| FCI-Klassifikation | Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde), Sektion 8 (Japan Chin und Pekingese) |
| Anerkennung des Standards | 1965 (wird regelmäßig aktualisiert) |
| Lebenserwartung | 13–15 Jahre (manche werden bis zu 18) |
| Widerristhöhe | 15–25 cm |
| Gewicht | 3–5,5 kg (Hündinnen sind oft schwerer als Rüden) |
| Felltyp | Lang, gerade, mit dichter Unterwolle |
| Pflegeaufwand | Hoch (benötigt tägliches Grooming) |
Wie sieht ein Pekingese aus: Detaillierte Beschreibung

Der Pekingese ist ein niedrig gewachsener Hund mit einem massiven Kopf und einem ausgeprägten Übergang von der breiten Stirn zur kurzen Schnauze mit der charakteristischen Falte auf dem Nasenrücken. Sein Aussehen ist einzigartig und ähnelt keiner anderen Rasse, höchstens entfernt dem Japan Chin, obwohl deren Körperbau unterschiedlich ist.
- Kopf: Groß, breit, flach zwischen den Ohren. Das Profil ist absolut flach. Ein wichtiges Detail ist die V-förmige Falte auf dem Nasenrücken, die weder Augen noch Nase verdecken darf.
- Augen: Groß, rund, dunkel und glänzend. Sie stehen weit auseinander und verleihen dem Hund diesen typischen „überrascht-hochnäsigen“ Ausdruck. Die tiefen Augen auf dem schwarzen Gesicht sind meist braun gefärbt.
- Nase: Der Nasenschwamm ist immer schwarz, breit und kurz, die Nasenlöcher müssen gut geöffnet sein (wichtig für die Atmung).
- Körper: Kurz, vorne schwerer als hinten, mit ausgeprägter Taille. Der Brustkorb ist breit, die Rippen gewölbt. Sein Körper wird von kräftigen Gliedmaßen mit flachen, runden Pfoten getragen.
- Gliedmaßen: Die Vorderbeine sind gebogen und massiv. Die Hinterbeine sind leichter. Genau dieser Bau sorgt für den typischen „rollenden“ Gang des Pekingesen.
- Fell: Kann mittellang sein, wertvoller sind jedoch Pekingesen mit langem Haarkleid. Das Haar ist gerade, fühlt sich hart an und hat eine dichte, weiche Unterwolle, die eine „Mähne“ um den Hals bildet.
- Farbe: Die traditionelle Farbe ist Schwarz-Rot, es gibt aber auch falb, schwarz und extrem selten weiße Pekingesen. Der Standard erlaubt alle Farben und Flecken, außer Albino und Leberfarbe.
Vergleich mit anderen Zierhunderassen
Oft schwanken zukünftige Besitzer zwischen mehreren Rassen. Um die Wahl zu erleichtern, haben wir einen Vergleich vorbereitet. Wenn Sie das exotische Aussehen mögen, werfen Sie einen Blick auf den Japan Chin, der ähnliche östliche Wurzeln hat, aber einen leichteren Charakter besitzt. Für diejenigen, die einen aktiveren Begleiter suchen, könnte der Mops passen, der zwar auch brachyzephal, aber meist verspielter ist.
Wenn Sie sich für die Pflege langer Haare interessieren, aber einen weniger sturen Hund möchten, schauen Sie sich den Shih Tzu an - ein weiterer Abkömmling aus den kaiserlichen Gemächern. Und für Liebhaber von Eleganz und schmetterlingsartigen Ohren ist der Papillon (Kontinentaler Zwergspaniel) eine hervorragende Option, der den Pekingesen in Sachen Erziehbarkeit deutlich übertrifft.
| Kriterium | Pekingese | Japan Chin | Papillon |
|---|---|---|---|
| Temperament | Stolz, unabhängig, ruhig | Intelligent, sanft, „katzenartig“ | Energisch, fröhlich, aktiv |
| Aktivitätslevel | Niedrig (liegt gerne herum) | Mittel | Hoch |
| Verhalten zu Kindern | Zurückhaltend, mag keine Grobheit | Loyal | Freundlich, liebt Spiele |
| Erziehbarkeit | Schwer (stur) | Mittel | Leicht (sehr klug) |
| Bellen | Selten, aber laut (Wächter) | Selten | Oft (meldet alles) |
Interessante Fakten über Pekingesen
- Gerettet von der „Titanic“. Ein Pekingese namens Sun Yat-sen, der Henry Harper gehörte, war einer von drei Hunden, die die Katastrophe der „Titanic“ überlebten. Seine geringe Größe erlaubte es dem Besitzer, ihn in das Rettungsboot zu schmuggeln.
- Ärmelhund. Die kleinsten Vertreter der Rasse wurden im alten China „Ärmelhunde“ genannt, da die Kaiser sie in den weiten Ärmeln ihrer Gewänder als lebende Wärmflaschen und zur Selbstverteidigung trugen (der Hund konnte unerwartet herausspringen und den Angreifer beißen).
- Ehrengarde. Wenn der Kaiser starb, wurden seine Pekingesen oft mit ihm zusammen beerdigt, damit sie den Herrn im Jenseits beschützen. Zum Glück gehört diese Tradition längst der Vergangenheit an.