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Westfälische Dachsbracke — Geschichte und Standard

Ein deutscher „Dackel-Laufhund“ der Wälder — ein ausdauernder Niederläufer mit feiner Nase: beharrlich, lautfreudig, zu Hause anhänglich und bei der Arbeit unermüdlich. Die Westfälische Dachsbracke verbindet die Ausdauer und Schnelligkeit eines Laufhunds mit der Kompaktheit eines Dackels; ein Meister der Schweißfährte, der den Jäger stets zum verletzten Wildschwein oder Hirsch führt und zu Hause ein treuer, anhänglicher Begleiter wird.
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Westfälische Dachsbracke
Inhalt
1Geschichte und Ursprung der Rasse 2Standard und Erscheinungsbild des Westfälischen Dachsbracke

Geschichte und Ursprung der Rasse

Die Geschichte des Westfälischen Dachsbracke ist eng mit den Jagdtraditionen Deutschlands, insbesondere der Region Westfalen, verbunden. Die Rasse wurde Ende des 19. Jahrhunderts durch die gezielte Kreuzung von lokalen hoch- und mittelhochbeinigen Bracken, bekannt als Deutsche Bracken, mit Dackeln gezüchtet. Das Ziel der Züchter war es, einen Hund zu schaffen, der den ausgezeichneten Geruchssinn, die Stimme und den Jagdeifer der großen Bracken beibehielt, aber kürzere Beine hatte. Dies ermöglichte es ihm, das Wild langsamer zu verfolgen, es nicht zu weit aus dem Jagdgebiet zu treiben und effektiv in dichtem Unterholz und unwegsamem Gelände zu arbeiten.

Der erste Rassestandard wurde 1886 erstellt, die offizielle Anerkennung durch den VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) erfolgte jedoch erst viel später. Der Westfälische Dachsbracke wurde zu einem unersetzlichen Helfer für deutsche Jäger, besonders bei der Jagd auf Hase, Fuchs und Wildschwein. Interessanterweise bildete diese Rasse die Grundlage für die Züchtung des schwedischen Bracken — des Drever, der heute in Skandinavien viel beliebter ist als sein deutscher Urahn in seiner Heimat. Die Internationale Kynologische Föderation (FCI) hat die Rasse 1953 offiziell anerkannt.

Standard und Erscheinungsbild des Westfälischen Dachsbracke

Westfälische Dachsbracke — Standard und Erscheinungsbild des Westfälischen Dachsbracke

Der Westfälische Dachsbracke ist ein kräftiger, niedriger Hund von gestrecktem Format, der den Eindruck von Stärke und Ausdauer vermittelt. Sein Äußeres vereint harmonisch die Merkmale eines Bracken und eines Dackels.

  • Kopf: Mittelgroß, edel, schmal. Schädel etwas breiter als der Fang. Der Stop ist fließend. Der Fang ist spitz, aber nicht zu sehr. Die Lippen sind trocken und liegen fest an.
  • Augen: Dunkel, klar, mit einem freundlichen und intelligenten Ausdruck.
  • Ohren: Hängend, mittellang, breit, liegen eng am Kopf an. Die Ohrspitzen sind abgerundet.
  • Körper: Gestreckt, mit einem starken und geraden Rücken. Der Widerrist ist ausgeprägt. Die Lenden sind breit und kräftig. Der Brustkorb ist tief und lang, mit gut entwickelten Rippen, die viel Platz für die Lunge bieten.
  • Rute: Hoch angesetzt, kräftig an der Basis. Der Hund trägt sie säbelförmig oder leicht nach oben gerichtet. Der untere Teil der Rute kann eine kleine Bürste aus rauerem Haar aufweisen.
  • Gliedmaßen: Kurz, sehr knochig und muskulös. Die Vorderpfoten sind oft leicht gekrümmt, was dem Hund hilft, sein Gleichgewicht besser zu halten. Die Pfoten sind geschlossen, mit starken Ballen.
  • Fell: Sehr dicht, rau, liegt eng am Körper an. Am Kopf und an den Ohren ist das Fell kürzer, auf dem Rücken, Nacken und dem unteren Teil der Rute länger. Unterwolle ist praktisch nicht vorhanden.
  • Fellfarbe: Die Grundfarbe ist von rotbraun bis gelb, mit einem ausgeprägten schwarzen Sattel oder Mantel. Obligatorisch sind weiße Abzeichen: eine Blesse im Gesicht, ein weißer Hals (Kragen), weiße Brust, Pfoten und eine weiße Rutenspitze.
Vollständiges Rasseprofil → Westfälische Dachsbracke: Gesundheit und Risiken, Ernährung, Fotos
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