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Drever — Geschichte und Standard

Ein schwedischer kurzbeiniger Laufhund — ein Nationalstolz mit ruhigem Herzen: ausdauernd, beharrlich im Feld und anhänglich am Kamin. Der Drever ist eine junge, aber anerkannte schwedische Rasse mit gestrecktem Körper auf kurzen Läufen; ein unübertroffener Fährtensucher, der sich sicher durch dichtestes Gestrüpp bewegt, und zugleich ein ausgeglichener, treuer Familienbegleiter.
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Drever
Inhalt
1Die Geschichte des Drevers 2Das Aussehen des Drevers: Standard und äußere Merkmale

Die Geschichte des Drevers

Die Geschichte des Drevers reicht nicht Jahrhunderte zurück wie bei vielen anderen Jagdhunderassen, aber sie ist ein anschauliches Beispiel für eine gezielte Selektion für spezifische Bedingungen. Alles begann Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Schwedische Jäger benötigten einen Hund, der niedrig genug war, um Großwild (insbesondere Rehe) nicht zu verschrecken, aber gleichzeitig die Ausdauer, den ausgezeichneten Geruchssinn und die laute Stimme eines großen Laufhundes besaß. Als idealer Kandidat erwies sich die Westfälische Dachsbracke, die in den 1910er Jahren aus Deutschland importiert wurde.

Diese deutschen Hunde wurden zur Grundlage für eine neue Rasse. Sie wurden aktiv mit lokalen schwedischen Laufhunden gekreuzt, um die gewünschten Merkmale zu festigen: niedrige Statur, robustes Skelett und Unermüdlichkeit. Zunächst wurden diese Hunde einfach „Dachsbracken“ genannt. Doch mit der Zeit unterschied sich die schwedische Linie so stark von ihren deutschen Vorfahren, dass eine eigene Bezeichnung erforderlich wurde.

Im Jahr 1947 wurde der Name „Drever“ vorgeschlagen, der vom schwedischen Wort „driva“ abgeleitet ist. Dieses beschreibt die spezifische Jagdtaktik, bei der der Hund das Wild mit ständigem Gebell langsam in Richtung des Jägers treibt. Dieser Name spiegelte die Essenz der Arbeit des Hundes perfekt wider. 1949 wurde der erste Rasseclub in Schweden gegründet, und bereits 1953 wurde der Drever von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) offiziell als eigenständige schwedische Rasse anerkannt. Heute ist der Drever eine der beliebtesten Jagdhunderassen in Schweden, Norwegen und Finnland, bleibt aber außerhalb Skandinaviens eher selten.

Das Aussehen des Drevers: Standard und äußere Merkmale

Das Aussehen des Drevers: Standard und äußere Merkmale

Das Äußere des Drevers ist die Verkörperung von Funktionalität. Er sieht aus wie ein kräftiger, gestreckter Hund mit einem massiven Körper auf kurzen Beinen. Sein Aussehen vermittelt den Eindruck von Kraft und Ausdauer, nicht von Eleganz. Das Verhältnis von Widerristhöhe zu Körperlänge beträgt etwa 1 zu 1,6.

  • Kopf: Ziemlich groß und lang, sich leicht zur Nase hin verjüngend. Der Schädel ist leicht gewölbt. Der Übergang von der Stirn zum Fang (Stop) ist kaum sichtbar.
  • Fang: Gut entwickelt, nicht spitz. Die Nase hat einen großen, schwarzen Nasenschwamm mit gut geöffneten Nasenlöchern.
  • Augen: Oval geformt, dunkelbraun. Der Blick ist ruhig, ausdrucksvoll und intelligent.
  • Ohren: Relativ tief angesetzt, von mittlerer Länge und breit. Sie hängen herab, liegen eng an den Wangen an, und ihre Spitzen sind abgerundet.
  • Körper: Sehr langgestreckt. Der Hals ist lang, muskulös, ohne lose Kehlhaut. Der Rücken ist gerade und kräftig, die Lenden breit. Der Brustkorb ist gut entwickelt, oval, und sein unterster Punkt liegt deutlich unter den Ellbogen. Der Bauch ist leicht aufgezogen.
  • Rute: Lang, an der Basis dick. Im Ruhezustand hält der Hund sie herabgesenkt, in Bewegung hebt er sie nicht über die Rückenlinie.
  • Gliedmaßen: Kurz, kräftig, mit robustem Skelett. Die Vorderbeine sind von vorne gesehen absolut gerade. Die Pfoten sind kräftig, kompakt, mit dichten Ballen.
  • Haarkleid und Farbe: Das Fell ist kurz, dicht, hart und liegt eng am Körper an. Am Kopf, den Ohren und am unteren Teil der Beine ist es noch kürzer. Das Unterfell ist gut entwickelt, was den Hund bei rauen Wetterbedingungen schützt. Die Färbung kann beliebig sein, aber immer mit weißen Abzeichen. Die häufigsten Varianten sind: rot-weiß, schwarz-weiß und dreifarbig (schwarz-rot-weiß). Die weißen Abzeichen sollten von allen Seiten klar sichtbar sein (an der Schnauze, am Hals, an der Brust, an der Rutenspitze und an den Pfoten).
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