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Schweizer Niederlaufhund (Rauhhaarig) — Geschichte und Standard

Ein kurzbeiniger Schweizer Fährtensucher im rauen „Pelz“ — präzise und unermüdlich: fleißig, laut, freundlich und beharrlich. Der Kleine Schweizer Laufhund (Rauhaar) ist die kurzbeinige Varietät des Schweizer Laufhunds mit rauem Fell, das vor Dornen und Wetter schützt; ein idealer Verfolger von Wild in dichtem Gestrüpp und in Bauen, zu Hause ein ruhiger, freundlicher Begleiter.
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Schweizer Niederlaufhund (Rauhhaarig)
Inhalt
1Ausführliche Entstehungsgeschichte des Schweizer Niederlaufhundes 2Rassestandard und äußeres Erscheinungsbild der rauhaarigen Variante

Ausführliche Entstehungsgeschichte des Schweizer Niederlaufhundes

Die Geschichte des Schweizer Niederlaufhundes, oder Niederlaufhundes, ist eng mit den Änderungen der Jagdgesetze in der Schweiz Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts verbunden. Bis dahin waren in den Alpenregionen hochläufige Schweizer Laufhunde (Schweizer Laufhund) beliebt, die hervorragend auf großen, offenen Flächen arbeiteten. Doch mit der Entwicklung der Landwirtschaft und der Einführung von Jagdrevieren mit begrenzter Fläche (der sogenannten „Gatterjagd“) entstand die Notwendigkeit für einen langsameren, aber nicht weniger ausdauernden Hund.

Ein entscheidender Punkt war das Gesetz von 1905, das die Verwendung von Hunden über 36 cm Widerristhöhe für die Jagd in begrenzten Revieren verbot. Dies geschah, um dem Wild eine größere Überlebenschance zu geben und die Jagd ethischer und kontrollierter zu gestalten. Die hochbeinigen Laufhunde waren für solche Bedingungen zu schnell. In dieser Zeit richteten die Schweizer Jäger und Kynologen ihre Aufmerksamkeit auf kurzbeinige Hunde, die in der Lage waren, die Beute lange, aber nicht zu schnell, zu verfolgen, ohne sie über die Grenzen des zugewiesenen Gebiets hinauszutreiben. Diese Arbeitsweise macht sie zu idealen Begleitern für die Jagd auf Wild wie Hasen und Kaninchen, aber auch Rehe.

Die Zuchtarbeit zielte darauf ab, eine verkleinerte Kopie der bestehenden Schweizer Laufhunde zu schaffen. Dazu wurden gezielt Standard-Laufhunde mit dackelähnlichen Bracken und anderen kurzbeinigen Jagdhunderassen gekreuzt. Das Hauptziel war, den hervorragenden Geruchssinn, die Jagdleidenschaft und die berühmte laute Stimme der großen Laufhunde zu bewahren, ihnen aber „die Beine zu kürzen“. Im Ergebnis wurden vier Varietäten des Schweizer Niederlaufhundes gezüchtet (der Schweizerischer Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund), der Schweizerischer Niederlaufhund (Jura Niederlaufhund), der Schweizerischer Niederlaufhund (Luzerner Niederlaufhund) und der Schweizerische Niederlaufhund (Schwyzer Niederlaufhund)), die sich in Felltyp und Farbe unterscheiden und den vier Varietäten der großen Schweizer Laufhunde (der Berner Laufhund, der Jura Laufhund, der Luzerner Laufhund und der Schwyzer Laufhund) entsprechen. Die offizielle Anerkennung der Rasse durch die Fédération Cynologique Internationale (FCI) erfolgte 1954, was ihren Status als eigenständige Rasse festigte.

Rassestandard und äußeres Erscheinungsbild der rauhaarigen Variante

Schweizer Niederlaufhund (Rauhhaarig) — Rassestandard und äußeres Erscheinungsbild der rauhaarigen Variante
https://depositphotos.com/illustrations/small-swiss-hound.html

Der Schweizer Niederlaufhund Rauhhaarig ist ein Hund von länglichem Format, kräftigem Körperbau, aber dennoch elegant. Sein Erscheinungsbild ist ganz der Funktionalität untergeordnet: Kurze Beine ermöglichen ihm, sich sicher in dichtem Gestrüpp zu bewegen, und der lange Körper sorgt für Ausdauer.

  • Kopf: Lang, schmal, mit leicht gewölbtem Schädel. Der Übergang von der Stirn zum Fang ist sanft, aber erkennbar. Der Fang ist schmal, die Nase gut entwickelt, von schwarzer Farbe.
  • Augen: Oval geformt, dunkelbraun, mit einem lebhaften und aufmerksamen Ausdruck. Die Augenlider liegen eng an.
  • Ohren: Sehr lang, tief angesetzt, hängend und sich in Falten eindrehend. Dies ist ein charakteristisches Merkmal aller Laufhunde, das hilft, Gerüche vom Boden „einzusammeln“ und zur Nase zu leiten.
  • Körper: Der Hals ist lang, muskulös, ohne lose Haut. Der Rücken ist gerade und kräftig. Die Brust ist tief und breit, was ausreichend Platz für Lunge und Herz bietet. Der Bauch ist leicht aufgezogen.
  • Rute: Mittellang, säbelförmig, ist eine Verlängerung der Rückenlinie. Bei Bewegung trägt der Hund sie leicht angehoben.
  • Fell: Das Hauptmerkmal dieser Variante. Es ist hart, rau im Griff, liegt dicht am Körper an, mit gut entwickelter Unterwolle. Am Fang bildet es einen kleinen Bart. Solches Fell schützt hervorragend vor Regen, Schnee und mechanischen Verletzungen.

Was die Fellfarbe betrifft, so sind für die rauhaarige Variante verschiedene Kombinationen im Standard zulässig, aber die Grundfarbe ist niemals schwarz oder schokoladenfarben. Am häufigsten sind Rottöne mit weißen Flecken oder dreifarbige Variationen anzutreffen.

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