| Höhe | 33–43 cm |
| Gewicht | 8–15 kg |
| Lebenserwartung | 12–13 Jahre |
| FCI-Gruppe | 6 · Laufhunde |
| Herkunft | Schweiz (Bern) |
Genaue Bewertungen
- Insgesamt robuste Arbeitsrasse
- Ohrentzündungen (lange Hängeohren)
- Bandscheibenerkrankung (IVDD, langer Rücken)
- Übergewicht bei zu wenig Bewegung
- Verletzungen bei der Jagd
Maßvolles, hochwertiges Futter, strenge Gewichtskontrolle (Übergewicht belastet den langen Rücken). Sprünge aus der Höhe vermeiden; die langen Ohren regelmäßig kontrollieren; für Nasenarbeit sorgen.
Der Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund) ist eine von vier einzigartigen Rassen der niederläufigen Laufhunde, die aus den malerischen Schweizer Kantonen stammen. Dieser kompakte, aber außerordentlich ausdauernde Jäger ist darauf spezialisiert, in anspruchsvollem, gebirgigem Gelände Kleinwild wie Hasen, Kaninchen und Füchse zu jagen. Sein heller, melodischer Laut, seine Leidenschaft für die Fährtenarbeit und gleichzeitig sein ruhiges und treues Wesen machen ihn nicht nur zu einem hervorragenden Jagdgebrauchshund, sondern auch zu einem wunderbaren Begleiter für aktive Menschen. Trotz seiner reichen Geschichte und einzigartigen Qualitäten bleibt die Rasse außerhalb ihrer Heimat relativ selten. Alles über die Besonderheiten seines Wesens, seine Pflege und Haltung erfahren Sie hier bei Tvaryny.
Die Rasse umfasst vier Typen, die sich hauptsächlich durch ihr Fellmuster unterscheiden und aus verschiedenen Regionen stammen: der Kleine Jura-Laufhund, der Kleine Luzerner Laufhund, der Kleine Schwyzer Laufhund und, natürlich, der Protagonist unseres Artikels — der Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund). Jeder von ihnen ist eine verkleinerte Kopie seines größeren „Verwandten“, des Schweizer Laufhunds, und wurde zu einem praktischen Zweck gezüchtet: für die Jagd in Revieren mit begrenzter Fläche.
Wesentliche Merkmale des Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund)

| Rassename | Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund) Small Swiss Hound (Bernese Hound / Berner Niederlaufhund) |
| Herkunftsland | Schweiz (Kanton Bern) |
| FCI-Gruppe | Gruppe 6: Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen. Sektion 1.3: Kleine Laufhunde. |
| Lebenserwartung | 12–15 Jahre |
| Widerristhöhe | 35–43 cm (Rüden) 33–41 cm (Hündinnen) |
| Gewicht | 8–15 kg |
| Temperament | Leidenschaftlich, ausdauernd, intelligent, zu Hause ruhig, treu, sensibel, mit starkem Jagdinstinkt. |
| Felltyp | Glatthaar und Rauhaar |
| Fellfarbe | Dreifarbig: Weißer Grund mit großen schwarzen Flecken („Sattel“) und rotbraunen Abzeichen über den Augen, an den Wangen, an der Innenseite der Ohren und an der Schwanzwurzel. |
| Verwendung | Jagd auf Kleinwild (Hase, Kaninchen, Fuchs, Reh), Begleithund für aktive Besitzer. |
| Aktivitätslevel | Hoch. Benötigt tägliche, lange Spaziergänge und körperliche Betätigung. |
Geschichte des Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund)
Die Geschichte der Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund), oder „Niederlaufhunde“, ist untrennbar mit den Änderungen des Schweizer Jagdrechts zu Beginn des 20. Jahrhunderts verbunden. Bis dahin wurden in den Alpenregionen größere, schnellere Schweizer Laufhunde (Schweizer Laufhund) für die Jagd eingesetzt. Doch als die Jagd zunehmend in Revieren mit begrenzter Fläche stattfand, wurde die Geschwindigkeit und der weite Suchradius der großen Laufhunde zum Nachteil. Die Hunde trieben das Wild oft in die benachbarten Jagdgebiete, was zu Konflikten führte.
1903 wurde ein Gesetz eingeführt, das die Jagd nur noch mit Hunden erlaubte, deren Widerristhöhe 36 cm nicht überschritt. Dies gab den entscheidenden Anstoß für die gezielte Zucht von niederläufigen Varianten der bestehenden Laufhunde. Züchter begannen, die Schweizer Laufhunde mit kleineren Rassen zu kreuzen, um ihre Größe zu reduzieren, dabei aber ihre hervorragenden jagdlichen Qualitäten zu erhalten: Spürsinn, Laut und Ausdauer. Um die Größe des Berner Laufhundes zu verringern, wurden wahrscheinlich dachsförmige Bracken wie die Westfälische Dachsbracke verwendet. So entstand ein Hund mit kürzeren Beinen, aber einem kräftigen Körperbau. Ähnliche Selektionsmethoden wurden auch bei der Zucht der Deutschen Bracke angewendet.
Das Ergebnis dieser Zuchtarbeit war die Entstehung von vier Typen der kleinen Laufhunde, von denen jeder die Fellfarbe seines „großen Bruders“ aus dem jeweiligen Kanton bewahrte. Am 25. Juli 1905 wurde der „Schweizerische Dachsbracken-Club“ gegründet, der später in „Schweizerischer Club für Niederlaufhunde“ umbenannt wurde. Diese Organisation übernahm die Kontrolle über die Zucht und Standardisierung der neuen Rasse. Zunächst wurden die kleinen Laufhunde nicht als eigenständige Rasse anerkannt, sondern nur als Varietät. Doch mit der Zeit führten ihre einzigartigen Merkmale und ihre stabile Typentwicklung zur Erarbeitung eines separaten Standards, der offiziell von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) anerkannt wurde.
Aussehen und Rasse-Standard des Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund)

Der Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund) ist ein rechteckiger Hund, der deutlich in die Länge gestreckt ist, mit niedrigen, aber kräftigen Gliedmaßen. Er vermittelt den Eindruck eines edlen, ausdauernden und starken Jägers, trotz seiner kompakten Größe.
- Kopf: Lang, schmal, trocken, mit edlen Zügen. Der Schädel ist leicht gewölbt, ohne Stirnfalten. Der Stop ist deutlich ausgeprägt, aber nicht abrupt.
- Fang: Lang, kräftig, niemals spitz. Der Nasenrücken ist gerade oder mit einer leicht erkennbaren Erhebung. Der Nasenschwamm ist immer schwarz, mit gut geöffneten Nasenlöchern.
- Augen: Oval geformt, dunkelbraun. Der Blick ist lebhaft, freundlich und aufmerksam. Die Lider liegen eng an und sind schwarz pigmentiert.
- Ohren: Sehr lang, tief angesetzt, unterhalb der Augenlinie. Sie hängen herab und bilden schöne Falten, an der Basis sind sie eingerollt. Sie fühlen sich dünn und weich an und sind mit kurzem Haar bedeckt.
- Körper: Die Oberlinie ist harmonisch, der Hals von mittlerer Länge, muskulös, mit einem leichten Wamme. Der Rücken ist gerade und kräftig. Der Brustkorb ist oval, gut entwickelt in Tiefe und Länge, was ausreichend Platz für Herz und Lunge bietet. Der Bauch ist leicht aufgezogen.
- Rute: Säbelartig, von mittlerer Länge, eine harmonische Fortsetzung der Rückenlinie. In Ruhe hängt sie herab, in Bewegung oder bei Erregung kann sie sich leicht anheben, wird aber niemals über den Rücken getragen.
- Haarkleid: Es gibt zwei Varianten:
- Glatthaar: Kurz, glatt, dicht anliegend, mit wenig Unterwolle.
- Rauhaar: Hart, anliegend, mit einem kaum sichtbaren „Bart“ am Fang. Dieser Typ ist deutlich seltener.
- Fellfarbe: Klassisch dreifarbig. Die Grundfarbe ist reinweiß. Darauf befinden sich große schwarze Flecken, die einen „Sattel“ bilden können. Obligatorisch sind rotbraune (fahlfarbene) Abzeichen über den Augen (die sogenannten „vier Augen“), an den Wangen, an der Innenseite der Ohren und um den Anus herum. Ein leichter schwarzer Tupfen ist zulässig.
Charakterliche Besonderheiten und Temperament
Der Charakter des Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund) ist eine erstaunliche Mischung aus zwei Gegensätzen. Bei der Jagd ist er ein leidenschaftlicher, unermüdlicher und selbstständiger Verfolger, der stundenlang einer Fährte folgen kann und dabei seinen Weg mit einem lauten und melodischen Laut kundtut. Seine Leidenschaft für die Arbeit ist ihm im Blut, und er gibt sich dem Prozess voll und ganz hin. Er orientiert sich hervorragend auch in dichtem Unterholz oder auf felsigem Gelände, und seine kurzen Beine ermöglichen es ihm, dorthin zu gelangen, wo ein größerer Hund nicht hinkommt.
Zu Hause verwandelt sich dieser Jäger in einen ruhigen, liebevollen und sehr treuen Begleiter. Er bindet sich stark an seine Familie und seinen Besitzer, möchte immer in der Nähe sein und an allen häuslichen Aktivitäten teilnehmen. Er ist ein sensibler Hund, der die Stimmung des Menschen fein wahrnimmt und Grobheit oder Ungerechtigkeit schlecht verträgt. Mit Kindern versteht er sich in der Regel gut, besonders wenn er mit ihnen aufwächst, und zeigt Geduld und Verspieltheit. Mit anderen Hunden kommt er friedlich aus, da er es gewohnt ist, im Rudel zu arbeiten. Sein starker Jagdinstinkt kann jedoch bei der Haltung mit kleineren Haustieren wie Katzen, Nagetieren oder Vögeln zu Problemen führen. Eine frühe und korrekte Sozialisierung ist der Schlüssel für ein harmonisches Zusammenleben.
Pflege und Haltung des Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund)

Obwohl der Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund) ein pflegeleichter Hund ist, hat seine Haltung einige Besonderheiten, die mit seiner Herkunft und Bestimmung zusammenhängen.
Fellpflege und Hygiene
Die Pflege des Fells ist unkompliziert. Die Glatthaar-Variante muss nur 1-2 Mal pro Woche mit einer Gummi- oder Noppenbürste gebürstet werden, um abgestorbene Haare zu entfernen. Der Rauhaar-Typ benötigt 2-3 Mal im Jahr ein Trimming (Zupfen des alten Haares), um die Fellstruktur und die gesunde Haut zu erhalten. Gebadet werden sollte der Hund nur im äußersten Notfall, da häufiges Baden die natürliche Schutzschicht der Haut stören kann. Nach Spaziergängen bei schmutzigem Wetter genügt es, die Pfoten und den Bauch mit einem feuchten Tuch abzuwischen.
Besondere Aufmerksamkeit sollte den Ohren gewidmet werden. Ihre lange, hängende Form behindert die Luftzirkulation und schafft ein ideales Milieu für die Entwicklung von Bakterien und Pilzen. Die Ohrmuschel sollte regelmäßig, mindestens einmal pro Woche, kontrolliert und mit einer speziellen Lotion von Schmutz und Ohrenschmalz gereinigt werden. Auch die Krallen müssen regelmäßig überprüft und bei Bedarf gekürzt werden, falls sie sich nicht auf natürliche Weise abnutzen.
Körperliche Auslastung und Aktivität
Dies ist der wichtigste Aspekt der Haltung dieser Rasse. Der Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund) ist ein energiegeladener Hund, der tägliche und lange körperliche Auslastung benötigt. Gewöhnliche Spaziergänge an der Leine rund ums Haus reichen ihm bei Weitem nicht aus. Optimal sind 1,5 bis 2 Stunden aktive Beschäftigung pro Tag, die Laufen, Spielen und die Möglichkeit zur freien Erkundung des Geländes beinhalten.
Am besten fühlt sich dieser Hund in einem Haus mit einem gut eingezäunten Grundstück. Der Zaun sollte sicher sein, denn wenn er eine interessante Fährte aufnimmt, kann ein Laufhund versuchen, sich durchzugraben oder über den Zaun zu springen. Eine Haltung in einer Stadtwohnung ist nur möglich, wenn der Besitzer bereit ist, viel Zeit für ausgedehnte Spaziergänge in Parks oder außerhalb der Stadt aufzuwenden. Ohne ausreichende Aktivität kann der Hund unruhig und destruktiv werden und vor Langeweile laut heulen.
Dressur und Erziehung
Die Erziehung des Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund) hat ihre Tücken. Einerseits ist er ein sehr intelligenter und kluger Hund, der Befehle schnell lernt. Andererseits können ihn sein angeborener Eigensinn und Jagdinstinkt stur machen. Bei der Jagd ist er es gewohnt, eigenständig Entscheidungen zu treffen, weshalb er Kommandos ignorieren kann, wenn er sie für unzweckmäßig hält.
Der Schlüssel zum Erfolg ist Geduld, Konsequenz und positive Verstärkung. Die Trainingseinheiten sollten kurz, interessant und abwechslungsreich sein. Verwenden Sie Leckerlis, Lob und Spielzeug als Motivation. Grobheit, Schreien und körperliche Bestrafung sind absolut inakzeptabel, da sie das Vertrauen des sensiblen Hundes für immer zerstören können.
Besonderes Augenmerk sollte dem Rückruf-Kommando gelten. Aufgrund seines starken Verfolgungsinstinkts ist es extrem schwierig, einen Laufhund, der bereits eine Fährte aufgenommen hat, zurückzurufen. Daher sollte er nur in gut eingezäunten Gebieten oder an Orten, wo es kein Wild und keine Straßen gibt, von der Leine gelassen werden. Eine frühe Sozialisierung ist unerlässlich: Machen Sie den Welpen mit verschiedenen Menschen, Geräuschen, Orten und anderen Tieren vertraut, damit er zu einem selbstbewussten und ausgeglichenen Hund heranwächst.
Gesundheit und typische Krankheiten

Der Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund) ist insgesamt eine gesunde und robuste Rasse mit wenigen erblichen Krankheiten. Da die Rasse nicht kommerziell populär wurde, hat sie viele genetische Probleme vermieden, die bei anderen Hunden häufig vorkommen. Dennoch gibt es einige Risiken, die der Besitzer kennen sollte:
- Ohrenentzündungen (Otitiden): Wie bereits erwähnt, ist dies das Problem Nummer eins für die Rasse. Regelmäßige Pflege und Reinigung sind die beste Vorbeugung.
- Hüftgelenksdysplasie: Obwohl diese Krankheit nicht massenhaft in der Rasse auftritt, kann sie vorkommen. Es ist wichtig, einen Welpen von geprüften Elterntieren mit entsprechenden Tests zu wählen.
- Jagdverletzungen: Schnitte, Verstauchungen, Bisse von Insekten oder Wildtieren sind typische Risiken für jeden Jagdhund. Nach jeder Jagd sollte der Hund sorgfältig untersucht werden.
- Augenprobleme: Im Alter können sich Krankheiten wie Katarakt oder progressive Retina-Atrophie entwickeln.
Zur Gesunderhaltung des Hundes sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt, eine rechtzeitige Impfung, die Behandlung gegen Parasiten (Flöhe, Zecken, Würmer) und eine ausgewogene Ernährung notwendig.
Fütterungsempfehlungen
Eine korrekte Ernährung ist die Grundlage für die Gesundheit und Energie des Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund). Da es sich um eine aktive Rasse handelt, sollte ihre Ernährung hochwertig und ausgewogen sein. Es gibt zwei Hauptansätze für die Fütterung:
1. Fertiges Trockenfutter: Dies ist die bequemste Variante. Man sollte ein Premium- oder Super-Premium-Futter für aktive Hunde mittlerer Rassen wählen. Die Zusammensetzung des Futters sollte reich an tierischem Eiweiß (Fleisch, nicht Nebenprodukte, an erster Stelle der Zutatenliste) sein, gesunde Fette (Omega-3, Omega-6), komplexe Kohlenhydrate sowie notwendige Vitamine und Mineralien enthalten. Die Portionsgröße wird entsprechend dem Gewicht, Alter und Aktivitätsniveau des Hundes berechnet, gemäß den Empfehlungen des Herstellers.
2. Natürliche Fütterung (BARF): Dieser Ansatz erfordert mehr Zeit und Wissen vom Besitzer. Die Grundlage der Ration (etwa 50-60%) sollte aus magerem, rohem oder überbrühtem Fleisch (Rind, Pute, Huhn) und Innereien bestehen. Der Rest setzt sich aus Haferflocken (oder anderen Getreidesorten), fermentierten Milchprodukten (magerer Quark, Kefir), saisonalem Gemüse (Karotten, Kürbis, Zucchini) und einer kleinen Menge Obst zusammen. Bei der natürlichen Fütterung ist die Zugabe von Vitamin- und Mineralstoffkomplexen, die vom Tierarzt verschrieben werden, obligatorisch.
Wichtig: Mischen Sie Trockenfutter und natürliche Nahrung nicht in derselben Mahlzeit. Sorgen Sie immer dafür, dass der Hund Zugang zu frischem Trinkwasser hat. Achten Sie auf das Gewicht Ihres Lieblings, da Laufhunde zur Gewichtszunahme neigen, was die Gelenke zusätzlich belastet.
Vor- und Nachteile des Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund)
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| ✅ Ausgezeichnete Gesundheit und Ausdauer | ❌ Benötigt ein sehr hohes Maß an körperlicher Auslastung |
| ✅ Treues und liebevolles Wesen in der Familie | ❌ Starker Jagdinstinkt, neigt dazu, Fährten zu verfolgen und wegzulaufen |
| ✅ Kompakte Größe, praktisch für die Haltung | ❌ Kann bei der Erziehung stur und eigenständig sein |
| ✅ Pflegeleichtes Fell | ❌ Laut, neigt zum Bellen und Heulen, besonders bei Langeweile |
| ✅ Verträglich mit anderen Hunden | ❌ Nicht für die Haltung mit kleinen Haustieren geeignet |
| ✅ Hohe Intelligenz und Klugheit | ❌ Nicht für unerfahrene Besitzer empfohlen |
Interessante Fakten über den Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund)
- „Niederlaufhund“ bedeutet „niederläufiger Laufhund“. Der deutsche Name der Rasse Niederlaufhund beschreibt genau ihr wichtigstes Merkmal – die kurzen Beine, die gezielt für eine langsamere, aber gründlichere Verfolgung von Wild in begrenzten Jagdrevieren gezüchtet wurden.
- Die Stimme als Werkzeug. Der helle, melodische Laut ist das Markenzeichen der Rasse. Erfahrene Jäger können an der Tonlage und Häufigkeit des Bellens erkennen, welches Wild der Hund verfolgt und in welcher Phase sich die Jagd befindet (ob er die Fährte aufgenommen, das Tier sichtet oder es treibt).
- Eine seltene Kostbarkeit. Außerhalb der Schweiz, Frankreichs und Italiens sind die Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund) eine echte Seltenheit. Die meisten Hunde befinden sich noch immer in den Händen von Jägern, die sie für ihre einzigartigen Arbeitsqualitäten und nicht für ihr Aussehen schätzen.
- Vier Gesichter einer Rasse. Obwohl wir hier über den Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund) sprechen, ist es wichtig zu wissen, dass dies nur eine von vier offiziell anerkannten Varianten ist. Sie unterscheiden sich lediglich durch ihre Fellfarbe, die sie von ihren größeren „Vorfahren“ aus den verschiedenen Schweizer Kantonen geerbt haben.
| Variante | Hauptfellfarbe | Herkunft (Kanton) |
|---|---|---|
| Berner Laufhund | Weiß mit schwarzen Flecken (Sattel) und rotbraunen Abzeichen. | Bern |
| Jura-Laufhund | Schwarz mit rotbraunen Abzeichen oder schwarz und rotbraun gesattelt. | Jura |
| Luzerner Laufhund | „Blau“ – starker schwarzer Tupfen auf weißem Grund mit schwarzen Flecken. | Luzern |
| Schwyzer Laufhund | Weiß mit rot-gelben oder orangefarbenen Flecken. | Schwyz |
Häufig gestellte Fragen zur Rasse (FAQ)
Ist der Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund) für das Leben in einer Stadtwohnung geeignet?
Ja, aber nur unter einer wesentlichen Bedingung: Der Besitzer muss bereit sein, dem Hund täglich mindestens 1,5 bis 2 Stunden intensive, aktive Spaziergänge zu ermöglichen. Ohne diese leidet der Hund unter Langeweile, was zu destruktivem Verhalten und lautem Heulen führen kann. Der ideale Ort für ihn ist immer noch ein Haus mit einem sicheren Zaun.
Haart diese Rasse stark?
Der Glatthaar-Typ haart mäßig, verstärkt sich aber saisonal (Frühling und Herbst). Regelmäßiges Bürsten hilft, diesen Prozess unter Kontrolle zu halten. Der Rauhaar-Typ haart kaum, benötigt aber regelmäßiges Trimming.
Kann man den Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund) mit einer Katze halten?
Dies ist schwierig, aber möglich, wenn sie von klein auf zusammen aufwachsen. Ein ausgewachsener Laufhund, der noch nie eine Katze gesehen hat, wird sie mit großer Wahrscheinlichkeit als Beute ansehen. Sein Jagdinstinkt ist sehr stark, daher erfordert jedes Zusammenleben mit kleinen Tieren Kontrolle und Vorsicht.
Ist der Schweizerische Niederlaufhund (Berner Niederlaufhund) ein guter Wachhund?
Er hat eine laute Stimme und wird Sie über die Ankunft von Gästen oder etwas Verdächtiges informieren. Er ist jedoch nicht aggressiv gegenüber Menschen und kein Wachhund im klassischen Sinne. Seine Freundlichkeit gegenüber Fremden macht ihn zu einem schlechten Beschützer.
- Ausdauernder, unermüdlicher Fährtensucher
- Heller, melodischer Laut
- Zu Hause ruhig, treu
- Eindrucksvolle dreifarbige Färbung
- Laut — „meldet“ die Fährte
- Starker Jagdinstinkt (gefährlich für Katzen)
- Braucht Bewegung und Nasenarbeit
- Langer Rücken — vor Belastung schützen (IVDD)
| Kleiner Jura Laufhund | Kleiner Schwyzer Laufhund | Schweizer Laufhund (Berner) | |
|---|---|---|---|
| Höhe | 33–43 cm | 33–43 cm | 47–59 cm |
| Energie | 4 | 4 | 4 |
| Wohnung | 2.5 | 2.5 | 2 |
| Anfänger | 3 | 3 | 3 |
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