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Zwergspitz — Geschichte und Standard

Ein flauschiger „Pompon“ mit dem Charakter eines großen Hundes: lebhaft, clever, treu, ideal für die Wohnung. Das eindrucksvolle doppelte Fell braucht Bürsten; als Toy-Rasse — zerbrechlich, mit Risiko für Trachealkollaps, Patellaluxation und eine spezifische Alopezie.
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Zwergspitz
Inhalt
1Geschichte des Pomeranians 2Aussehen des Pomeranians: Standard und Exterieur

Geschichte des Pomeranians

Різноманітність забарвлень померанського шпіца

Die Geschichte des Pomeranians reicht Jahrhunderte zurück und ist eng mit der Entwicklung der spitzartigen Hunde in Europa verbunden. Man nimmt an, dass die Ahnen aller Spitze, einschließlich der Pomeranians, die alten Torfhunde (Canis familiaris palustris Rütimeyer) sind. Überreste dieser Hunde wurden in der Schweiz und in der Nähe des Ladogasees gefunden und stammen aus der Steinzeit. Abbildungen von Hunden, die den modernen Spitzen ähneln, finden sich auf Artefakten aus dem antiken Griechenland und Rom, was ihre lange Geschichte belegt.

Im Mittelalter waren spitzartige Hunde in Asien, Afrika und Europa weit verbreitet. Besondere Popularität erlangten sie in Nordeuropa, insbesondere in Deutschland, den Niederlanden, Dänemark und den baltischen Staaten. Dort fand die Formung der modernen Spitzenrassen statt. Größere Exemplare wurden aufgrund ihrer Wachsamkeit und ihres lauten Bellens als Wachhunde für Höfe, Schiffe und Gebäude eingesetzt. Es wird vermutet, dass große Spitze mit nördlichen Huskys gekreuzt wurden, worauf ihre äußere Ähnlichkeit hindeutet. Auch eine Verbindung zu europäischen Schäferhunden ist nicht ausgeschlossen.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden Zwergspitze zu einem der beliebtesten Zierhunde in Europa. Sie wurden oft als Haustiere von Adel und Aristokratie gehalten. Berühmte historische Persönlichkeiten wie der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart, der Schriftsteller Jean Paul, Kaiserin Katharina II., Königin Marie-Antoinette, Joséphine de Beauharnais und der Schriftsteller Émile Zola waren Fans dieser charmanten Hunde.

Deutschland: Heimat der modernen Spitze

Als Heimat der modernen Rasse gilt Deutschland, genauer gesagt die historische Region Pommern (daher der Name „Pomeranian“), die an der Ostseeküste lag (heute Teile Deutschlands und Polens). Die erste Erwähnung des Namens „Spitzhund“ stammt aus dem Jahr 1450 im Niederrheingebiet. Ab dem 18. Jahrhundert begann eine gezielte Zuchtarbeit. Verschiedene Regionen Deutschlands spezialisierten sich auf die Zucht von Spitzen bestimmter Farben:

  • Weiße Spitze: Pommern und Eberswalde.
  • Graue (Wolfsspitz/Keeshond): Entlang des Rheins (Düsseldorf, Aachen, Krefeld).
  • Schwarze Spitze: Württemberg (wurden zum Schutz von Weinbergen eingesetzt).

Anfänglich waren Spitze überwiegend Arbeitshunde, wurden aber mit der Zeit vom Adel entdeckt und zu beliebten Schoßhunden. Besonders geschätzt waren die kleinen Exemplare mit einem Gewicht von 5–7 kg.

Die Rolle Englands und Königin Victorias

In England angekommen, erlangten die Spitze noch größere Popularität, besonders während der Regierungszeit von Königin Victoria (1837–1901). Die Königin war eine glühende Verfechterin der Rasse, besonders nachdem sie 1888 mehrere Pomeranians aus Florenz (Italien) mitbrachte. Ihr Liebling war ein kleiner Pomeranian namens Marco, der etwa 5,4 kg wog (was deutlich mehr ist als die heutigen Standards). Dank der königlichen Gunst wurde die Rasse bei der englischen Aristokratie äußerst modisch. In England begann die aktive Arbeit an der Miniaturisierung der Rasse und der Entwicklung verschiedener Fellfarben, insbesondere von Orange und Sandfarben.

Im Jahr 1891 wurde der English Pomeranian Club gegründet, der den ersten Rassenstandard entwickelte. Die Hunde wurden in zwei Kategorien eingeteilt: bis 2,5 kg und über 2,5 kg. Bis 1915 erlaubte der Club nur Hunde mit einem Gewicht von maximal 3,6 kg auf Ausstellungen. Diese Hunde wurden als „Pomeranians der Königin Victoria“ bekannt. Moderne Pomeranians des englischen Typs zeichnen sich oft durch eine geringere Größe, einen leichteren Knochenbau und ein sehr voluminöses, weiches Fell mit reichlich Unterwolle aus. Ihre Köpfe haben ein ausdrucksstarkes „Babygesicht“ mit sehr kurzen Schnauzen und kleinen Ohren.

Der Pomeranian in Amerika

Ende des 19. Jahrhunderts gelangten Deutsche Spitze (hauptsächlich weiße) nach Amerika, wo ihre größere Variante als „Amerikanischer Eskimo-Hund“ bekannt wurde (nicht zu verwechseln mit dem Pomeranian). Der Pomeranian wurde 1900 vom American Kennel Club (AKC) als eigenständige Rasse anerkannt und sein Standard veröffentlicht. 1909 wurde offiziell der American Pomeranian Club gegründet, der 1911 seine erste Rassen-Spezialausstellung veranstaltete.

Heute gilt der amerikanische Pomeranian-Typ als einer der führenden weltweit. Diese Hunde zeichnen sich durch einen kräftigen, kompakten Körperbau und einen guten Knochenbau aus. Sie sind für ihre geringe Größe recht „massig“ und haben eine exzellente, freie Bewegung. Das Fell ist sehr dicht und hat kräftige Farben. Der Kopf wird oft als „Bärchentyp“ beschrieben – mit einer kurzen, aber nicht flachen Schnauze, sehr kleinen, fast unsichtbaren Ohren und ausdrucksvollen Augen. Die Vorbereitung solcher Hunde auf eine Ausstellung erfordert hohes Können des Groomers.

Entwicklung der Rasse in anderen Ländern

In Frankreich können Zwergspitze (Loulou de Poméranie) etwas größer und leichter im Bau sein, ähnlich den Hunden vergangener Jahre. Sie haben oft eine längere und spitzere Schnauze („Fuchstyp“) und größere, wenn auch korrekt angesetzte Ohren. Das Fell kann weniger Unterwolle haben, was den „Kragen“ weniger üppig macht. Der französische Grooming-Stil bevorzugt oft ein natürlicheres Aussehen, ohne starkes Abrunden von Ohren und Pfoten.

In Deutschland, dem Ursprungsland der Rasse, wurde 1899 der Verein für Deutsche Spitze gegründet, der Standards für Spitze verschiedener Größen und Farben entwickelte. Moderne Deutsche Pomeranians (Zwergspitze) ähneln oft den französischen, haben aber in der Regel einen stärkeren Knochenbau und korrektere Bewegungen dank gut gewinkelter Gliedmaßen. Die Kopf- und Rutenhaltung entspricht dem Standard. Eine andere bekannte Rasse in Deutschland ist der Japan-Spitz, der ebenfalls ein spitzartiger Hund ist.

Aussehen des Pomeranians: Standard und Exterieur

Померанський шпіц фото рудого окрасу

Der Pomeranian ist die Verkörperung von Eleganz und Lebhaftigkeit in einem Miniaturformat. Sein Aussehen zieht sofort die Aufmerksamkeit auf sich, dank seines luxuriösen doppelten Fells, das fast senkrecht vom Körper absteht und den Eindruck einer flauschigen Kugel erweckt. Es ist ein typischer Begleit- und Schoßhund, der nicht für das Leben im Freien geeignet ist.

Die wichtigsten Exterieur-Merkmale:

  • Größe: Kompakt. Die Widerristhöhe beträgt gemäß FCI-Standard 20 cm ± 2 cm (also von 18 bis 22 cm). Hunde unter 18 cm sind unerwünscht. Das Gewicht sollte der Größe entsprechen und liegt in der Regel zwischen 1,4 und 3,5 kg.
  • Proportionen: Das Verhältnis der Widerristhöhe zur Körperlänge beträgt 1:1, was dem Hund einen quadratischen Körperbau verleiht.
  • Kopf: Mittelgroß, von oben gesehen keilförmig, ähnelt einem Fuchskopf. Der Schädel verjüngt sich allmählich zur Nasenspitze hin. Der Stop (Übergang von Stirn zu Fang) ist mäßig ausgeprägt, nicht abrupt.
  • Fang: Nicht zu lang, proportional zum Schädel (etwa 2:3). Die Lippen liegen straff an und sind schwarz (bei braunen Spitzen braun). Die Kiefer sind normal entwickelt, das Gebiss ist ein Scherengebiss (ein Zangengebiss ist toleriert).
  • Nase: Klein, rund, rein schwarz (bei braunen braun).
  • Augen: Mittelgroß, mandelförmig, leicht schräg eingesetzt, dunkel gefärbt. Die Augenlider sind schwarz (bei braunen Hunden braun). Der Blick ist lebhaft und intelligent.
  • Ohren: Klein, hoch angesetzt, relativ eng beieinander, dreieckig, spitz und stehen immer aufrecht.
  • Hals: Mittellang, am Ansatz breit, leicht gewölbt, ohne Kehlwamme, bedeckt mit dichtem Fell, das einen üppigen Kragen bildet.
  • Körper: Die Oberlinie geht sanft in einen kurzen, geraden Rücken über. Der Widerrist ist ausgeprägt. Die Lende ist kurz, breit und kräftig. Die Kruppe ist breit, kurz und nicht abfallend. Die Brust ist tief, gut entwickelt, der Vorderteil ist ausgeprägt. Der Bauch ist mäßig aufgezogen.
  • Rute: Hoch angesetzt, mittellang, sehr buschig behaart, ringelt sich über den Rücken und liegt eng an ihm an.
  • Gliedmaßen: Vorderbeine sind gerade, mit kräftigem Knochenbau, parallel. Die Schultern sind muskulös, die Ellbogen eng an der Brust anliegend. Die Hinterbeine sind muskulös, mit mäßiger Winkelung der Gelenke, die Sprunggelenke sind tief angesetzt und parallel. Die Pfoten sind klein, rund, „katzenartig“, mit eng anliegenden Zehen. Krallen und Ballen sind schwarz (bei braunen braun).
  • Bewegung: Frei, fließend, federnd, mit gutem Schub der Hinterbeine.

Fell und Farben des Pomeranians

Das Fell ist der Hauptschmuck des Pomeranians. Es ist doppelt: langes, gerades, etwas raues Deckhaar und kurze, dichte, wattige Unterwolle. Genau die Unterwolle hebt das Deckhaar an und verleiht dem Hund das charakteristische Volumen. An Kopf, Ohren, den Vorderseiten der Gliedmaßen und an den Pfoten ist das Fell kurz und samtig. Der Rest des Körpers ist mit langem, dichtem Fell bedeckt. An Hals und Schultern bildet es einen üppigen „Kragen“, an den Hinterseiten der Vorderbeine „Federn“, an den Hinterbeinen von der Kruppe bis zu den Sprunggelenken üppige „Hosen“, und die Rute ist mit sehr langem Fell bedeckt.

Die Fellfarben von Pomeranians sind sehr vielfältig. Der FCI-Standard für den Zwergspitz erkennt folgende Varianten an:

  • Schwarz: Unterwolle und Haut müssen ebenfalls dunkel sein. Die Farbe ist lackschwarz ohne weiße oder andere Abzeichen.
  • Braun: Gleichmäßiges, dunkles Braun.
  • Weiß: Reinweiß, ohne Gelbstich, besonders an den Ohren.
  • Orange: Gleichmäßige, einfarbige Farbe von mittlerer Intensität.
  • Grau-gewolkt: Silbergrau mit schwarzen Haarspitzen. Fang und Ohren sind dunkel. Um die Augen herum befindet sich eine charakteristische Zeichnung („Brille“). Mähne und „Hosen“ sind heller.
  • Creme: Von Hellbeige bis zu einem satten Creme.
  • Creme-sable: Cremefarbene Basis mit dunklen (sable) Haarspitzen.
  • Orange-sable: Orangefarbene Basis mit dunklen Haarspitzen.
  • Schwarz-lohfarben: Schwarze Grundfarbe mit klaren rot- oder lohfarbenen Abzeichen über den Augen, am Fang, der Kehle, der Brust, den Gliedmaßen und unter der Rute.
  • Gescheckt: Die Grundfarbe ist Weiß. Schwarze, braune, graue oder orangefarbene Flecken sind gleichmäßig über den ganzen Körper verteilt.
  • Blau: Eine sehr seltene Farbe, die eine Aufhellung von Schwarz ist.
  • Schokoladen-lohfarben: Braune Grundfarbe mit lohfarbenen Abzeichen.

Die beliebtesten Farben heute sind Orange und seine Variationen (Orange-sable, Creme).

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